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Der Nabetaler Wasserfall 

Nabetaler Wasserfall. Beginn des Nabegrabens. (Bitte auf das Bild klicken!)

Der Wanderer kann in der Nähe des Einmündungstunnels zum ersten Kellwasser-Wasserlauf einen etwas beschwerlichen aber dennoch gangbaren steilen Pfad nach oben benutzen, um auf den Magdeburger Weg in die Nähe des ,,Nabetaler Wasserfalls" zu gelangen. Hier erwartet ihn ein weiterer baulicher Leckerbissen, die Fassung der Nabe und den Beginn des Nabetaler Grabens. Der steile Bachverlauf zwingt zum doppelten Abschützen des Grabens. In dieser Steilstrecke wird, neben den natürlichen Zuflüssen, auch das Wasser des Clausthaler Flutgrabens eingeleitet. Dieser Flutgraben sammelt das Wasser des Sieber- und Odergebietes und ist allein drei Kilometer lang. Auch das Wandern auf der Grabenbrust ist besonders zu empfehlen. Er hat nicht nur landschaftliche sondern auch viele wasserbautechnische Besonderheiten.

Die "Wiege des Dammgrabens" 

Wer dem Nabegraben direkt folgt, trifft nach kürzester Zeit auf die so genannte ,,Wiege des Dammgrabens“. Wiege deshalb, weil hier die Wasser des Nabetaler Grabens mit denen der beiden unterirdischen Kellwasser-Wasserläufe zusammenfließen. Wer aber dem Magdeburger Weg bis zu dieser Stelle folgt, hat auf dieser Strecke die Gelegenheit zu einem fantastischen Blick in die tiefe Schlucht der Nabe. Ein kaum kenntlich gemachter Weg, etwa auf der Hälfte zwischen Wasserfall und Wiege, führt nach rechts in das Tal hinab und gibt einen Blick auf das Gefluder zwischen den beiden Kellwasser-Wasserläufen frei. Die ehemals hölzerne Wasserbrück besteht jetzt aus Stahl, ist deshalb aber dadurch nicht minder eindrucksvoll. Sehenswert ist auch die Schlucht selbst. Steil stürzt das Wasser an den Felswänden herunter – etwas für Landschaftsromantiker.

Bei der ,,Wiege des Dammgrabens" kommt von links das Wasser des Dammgrabens. Das Auslaufloch des zweiten Kellwasser-Wasserlaufes ist nur wenige Meter entfernt. Von rechts wird das Wasser des 460 m langen Nabetaler Grabens herangeführt. Auf dem letzten 290 m langen Abschnitt hat er einen Höhenunterschied von 38 Metern zu überwinden gehabt. Deshalb sind die Seiten mit Holz eingefasst. Die Länge des ersten Kellwasser-Wasserlaufs beträgt 170 m, das des zweiten 230 m Alles wurde um das Jahr 1820 herum gebaut. An der Stelle der ,,Wiege" vereinigt sich das Wasser aus dem Brockengebiet mit dem aus dem Sieber- und Odergebiet. Von hier ab zieht der Dammgraben nur noch Wasser aus dem Abflussgebiet der Oker, indem es Teilmengen aus den querenden Bächen fasst.

Von dem interessanten Ort geht es abwärts auf den Förster-Ludewig-Platz zu, der durch die Schachtkopfhütte und einem Denkmal für gefallene Forstleute gekennzeichnet ist. Kurz vor dem Platz muss der Dammgraben eine extrem steile Stelle passieren. Um das Wasser dennoch in Bahnen zu halten, sind die Ufer mit Holz und Steinen entsprechend ausgebaut. Der Graben führt von hier weiter bis zur L504. Hier wird kurz vor der Straßenüberquerung das Schneidewasser mit einer klassischen Fassung zur Wasserableitung aufgenommen.