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Ein herausragendes Zeugnis... mittelalterlicher Wasserbaukunst 

Klaus Röttger

Der Sachsenbrunnen an der Säperstelle

Beim Bau der Harzburg wurde auch eine Leitung aus 3000 Tonröhren verlegt

An der Säperstelle, in der Nähe des Burgberges, gibt es einen Brunnen.
Sein Wasser kommt allerdings nicht aus einer Quelle, sonder aus einer Wasserleitung, die in ihren Anfängen fast 1000 Jahre alt ist. Der ,,Sachsenbrunnen", wie er in Anlehnung an die Geschichte der Harzburg
und des nahegelegenen Sachsenberges genannt wurde, wurde vom Heimatfreunden gebaut und mehrfach restauriert. Der Brunnen w√§re einer von vielen, h√§tte er nicht einen au√üergew√∂hnlichen geschichtlichen Hintergrund, der im Bereich des Harzes seinesgleichen sucht.

Der Brunnen ist das Endst√ľck einer historischen Wasserleitung, die mit h√∂chster Wahrscheinlichkeit zusammen mit der Harzburg durch K√∂nig Heinrich IV. ab 1065 gebaut wurde. Auf Anh√∂hen gelegene Burgen sind leichter zu verteidigen als jene in der Ebene, selbst wenn diese durch Wassergr√§ben oder dicke Mauern gesch√ľtzt sind. Sie haben aber ein gravierendes Problem, die Wasserversorgung. Tiefe Brunnen mussten meist durch hartes Gestein gegraben werden, und nicht immer war das Ergebnis zufriedenstellend. Dieses Problem scheinen auch die Erbauer der Harzburg gehabt zu haben. Zwar gibt es auch hier einen Brunnen, zus√§tzlich wurde aber auch noch eine Wasserleitung gelegt, die in ihrer Art im damaligen 11. Jahrhundert nur mit allergr√∂√ütem Aufwand gebaut werden konnte. 

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