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 Der Herzog lie√ü ihn nicht fallen, l√∂ste ihn aus und vertraute ihm sogar noch einmal einen entsprechenden Auftrag an. Diesmal ging es nach Hamburg und wiederum geschah das gleiche. Alles Reisegeld und anvertraute Betr√§ge wurden vertrunken und verspielt. Es ging wieder in den Schuldenturm. Kettwig bat daraufhin  S√∂mmering , ihm aus der Klemme zu helfen, der lehnte aber entschieden ab, sein bisher selbst ergaunertes Geld daf√ľr herzugeben.
Damit wurde die Saat f√ľr einen Zwist gelegt, der letztlich das ganze Geflecht von L√ľgen, Betrug, Mord und Untreue auffliegen lie√ü. Kettwig drohte, S√∂mmerings Truggespinste aufzudecken, der wiederum entwickelte Mordpl√§ne gegen den Verr√§ter. In der Zwischenzeit lie√ü der Kammer- und Kriegsrat des Herzogs keine Gelegenheit aus, dem F√ľrsten die Umtriebe der betr√ľgerischen Gesellschaft deutlich zu machen. Dadurch wurde auch der Herzog nun endlich immer misstrauischer.  Um den drohenden Verrat des ehemaligen Verb√ľndeten Kettwig vorzubeugen, verhalf S√∂mmering den immer noch Inhaftierten  zur Flucht. Jetzt witterte der Herzog sogar Verrat von dieser Seite.  S√∂mmering selbst hatte sich l√§ngst Nachschl√ľssel f√ľr die herzoglichen Gem√§cher machen lassen. Jetzt brach er dort ein, um an geheime Papiere zu kommen. Nach einer eventuellen Flucht wollte er sich mit diesen an anderen Orten als Informant empfehlen. Auch Anne Marie versuchte das drohende Verh√§ngnis aufzuhalten. Mit einer H√ľhnersuppe, in der sie Kr√∂tengift gemischt hatte, versuchte sie, Mitwisser der Kettwig-Flucht zu vergiften, um deren Aussage zu verhindern. In einem Fall gelang es, der Mann starb. Der zweite verfiel einem schweren Siechtum.

Die Schlinge zieht sich zusammen
Eigentlich war es aber schon zu sp√§t. Eine an den Herzog gerichtete Bitte S√∂mmerings, sich selbst, Schombach, Frau Anne und S√∂mmering zu entlassen, wurde abgelehnt. Nach dem Mord an den Bediensteten wurde ihnen der Boden jedoch  immer hei√üer. Dringlicher baten sie um Entlassung. Der Herzog w√ľrdigte ihnen aber kein Wort der Entgegnung mehr  und ging auf eine kurze Reise. In diese Zeit f√§llt dann auch der merkw√ľrdige Mordversuch an der Herzogin, in der Anne die Ursache allen √úbels sah. Die Schlinge zog sich immer mehr zusammen. 

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