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12 Abbenroder-Wehr

13 Abzweig westliche MĂŒhlen in Abbenrode

14 MĂŒhlgraben zur MĂŒhle Zimmermann

15 Information MĂŒhlenwanderweg

16 MĂŒhle Zimmermann

17 MĂŒhlen westlich Abbenrodes

18 am MĂŒhlenwanderweg

19 kratzen die HĂŒhner

11 EuropÀische Seide

Das Wasser was der Teich nicht aufnehmen kann lĂ€uft zur Ecker ab. Das, was Jahrzehnte Bestand hatte, die WasserfĂŒhrung des Blaubachs nicht mehr existent. Kluge Leute mit höherer Bildung, nicht denkende Praktiker, haben jetzt das Sagen! So fehlt es halt am praktischen Wissen ĂŒber den Sinn, der Vorteile was das alte System fĂŒr den weiteren Verlauf des Blaubachs zum Teich und Sumpfgebiet rund um die Hofstelle Altfelder Krug bedeutete. Der gesunde Menschenverstand ist  den Unterschriftsberechtigten fremd geworden.
Nach ca. 2,5 km bekam, in Abbenrode, die Ecker  ihr abgezweigtes Wasser sowieso zurĂŒck. Ja, es gibt Dinge woran selbst die Götter scheitern!
Etwas weiter taucht neben der Heerstraße ein neuer DDR Grenzpfahl auf. Kein alter ĂŒbergebliebener aus der DDR-Zeit, sondern ein moderner in bester AusfĂŒhrung. Ab hier fließt die Ecker komplett in Sachsen-Anhalt. Ein Abbenröder-Verein hat ihn hier neu hingestellt. Da denkt man die DDR feiert ihre Auferstehung.   Es gibt wohl Einige die noch immer den Text: "Auferstanden aus Ruinen und der Freiheit zugewandt--------" vor sich hin summen. Einem Staat, in dem das Unrecht regierte. wird hier noch nach getrauert.  Wem es gefĂ€llt kann sich an dem bunten Pfahl erfreuen. Ich kann es nicht!
Das alte große Wehr vor Abbenrode ist noch immer vorhanden. Hier hat sich die Wasseramsel eingerichtet. Zieht hier ihre Jungen groß. Dies Wehr versorgte die westlich der Ecker liegenden WassermĂŒhlen Abbenrodes mit  Energie. Das hatte ein abruptes Ende, als fĂŒr den Stahlstandort Salzgitter saures Wasser fĂŒr die StahlhĂ€rtung  aus dem Harz benötigt wurde. Die Eckertalsperre wurde gebaut, die Wasserrechte der MĂŒhlen aufgelöst. Doch als spĂ€ter das kalkfreie Eckerwasser zur VerfĂŒgung stand war das "Dritte Reich" schon wieder vergangen. VW und die Stadt Wolfsburg wurden ihre Nutzer. In dieser kurzen Zeit begann das langsame Sterben der WassermĂŒhlen. Selbst zu Zeiten der DDR-Wirtschaft Ă€nderte sich nichts gravierendes am Zustand der MĂŒhlen. Sie verfielen, verschwanden aus dem dörflichen Leben von Abbenrode. Die Wende brachte nichts Neues. Der Verfall hielt an. Da half auch kein Hof- und MĂŒhlenfest sie aus diesem Teufelskreis hervor zu holen, ihren Bestand zu sichern. Die WassermĂŒhlenzeit ist vorbei gezogen. Nun drehen sich riesige WindflĂŒgel im Winde die Strom erzeugen. Leider reitet der Tod  auf ihren schnell kreisenden schmalen FlĂŒgeln. Werden die Vögel und anderen Tiere der Luft hingeschlachtet. Strom auf Kosten der Vielfalt der Arten. Die Welt im Zwiespalt zwischen KlimaverĂ€nderung und Leben von Mensch, Tier und Pflanze. Da wird das Kohlenstoffdioxid  verteufelt. Da wird ĂŒbersehen, das die Produktion von Sauerstoff nur mit diesem Stoff möglich ist.
RuheplĂ€tze und  erneuerte Schautafeln zu Beginn des Abbenroder MĂŒhlenwanderwegs. Der begleitet den östlichen abzweigenden MĂŒhlengraben und zeigt uns neben den verwunschen GĂ€rten hinter den WohnhĂ€usern auch  die östlichen MĂŒhlen Abbenrodes.  Lohnend der Spaziergang bis zum Ende des Dorfes. Ein anderer Tag bringt dieses Erlebnis.
Still liegt der Altfelder Krug zwischen den grĂŒnen Wiesen. Frischer Wind blĂ€st herĂŒber, lĂ€sst den Jackenkragen hoch klappen. Selbst die Pferde stehen im Windschatten. Der trockene Fließ des Blaubachs, der hier die Straßenseite wechselt, bedeutet nichts Gutes fĂŒr die Bewohner von Teich und Sumpf rund um den alten Altfelder Krug. Flatterband an den BĂ€umen. Ausgeschilderte, nummerierte Hochsitze weisen auf eine kommende Jagd im Schimmerwald hin.  Heute beherrscht  Stille den Wald. Der Wind ist verschwunden. Selbst die bunten FlatterbĂ€nder verweigern ihr flattern.  Eine Pferdekutsche kommt uns mit Getrappel entgegen. Stolz sitzt der Kutscher auf seinen Bock, eingemummelt in Decken die FahrgĂ€ste. Kein Glöckchen, keine Schelle begleitet die Pferde. Die Pferde schnauben, ihr warmer  Atem dampft  aus ihren NĂŒstern, wird augenblicklich von der Waldluft verschluckt. Im HĂŒhnergarten der alten Försterei Schimmerwald, tschilpen in den BĂŒschen laut die Spatzen.
          Otto Pake

20 wachsen Schneebeeren

21 trÀumen die GÀrten

22 lauert der FrĂŒhling