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2 ein Schluck aus der hohlen Hand

3 aus dem gefassten Gerinne

4 wei├č statt blau

5 Sauergr├Ąser,

6 Kiefern, Enziane sind Wegbegleiter

7 angebrannte Hochfl├Ąche

8 die Elbe und

9 ihre St├Ądte

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1 Gentiana asclepiadea

Sie ist bedeutend freundlicher zu mir und der Fotolinse. Zwar haben wir zwei Flaschen Wasser dabei doch Rita macht es einer vorbeikommenden Familie nach, trinkt aus ihrer hohlen Hand einen ordentlichen Schluck Gebirgswasser das ├╝ber drei h├Âlzerne Rinnen flie├čt und zwischen den Steinen wieder verschwindet. Auch mein dezenter Hinweis, sich einen ordentlichen D├╝nnschiss einzufangen, n├╝tzt da nichts. Sie trinkt und behauptet noch: "Es schmeckt prima". Es dauert zwar etwas l├Ąnger mit dem "Flotten", doch nach drei Wochen meldet er sich! Heute geht alles gut, so gut dass selbst die blauen Bl├╝ten des Schwalbenwurz-Enzien ins Wei├če wechseln. Wir finden am Weg zwei Pflanzen von Schwalbenwurz-Enzian, bei der die sonst blauen Bl├╝ten ins Wei├če gewechselt sind. Wundersame Welt! Von der Elbfallbaude, die rechts vom Weg liegen bleibt sind es noch etwa 1,5 km bis zur Elbquelle. Verkohlte Latschen zeigen, hier muss vor Jahren ein Feuer durchgezogen sein. Ansonsten haben die Gr├Ąser der sauren Wiesen schon alles wieder ├╝berwachsen. Bilden ein fleckiges Braun-Gr├╝n, durchsetzt mit lockeren wei├čen Fruchtb├╝scheln des Wollgrases, zwischen den, an der Spitze wieder ergr├╝nten, Kiefern.         Aus dem Quelltopf der Elbe auf 1346m, quillt kein Wasser. Nur eine stehende Pf├╝tze verharrt zwischen den Steinen. Statt Wasser bilden viele Menschen einen stetigen Fluss von Kommen und Gehen. Sch├Ân ist ihr Lauf von der Quelle bis zur M├╝ndung in die Nordsee gestaltet. Eine Reihe von St├Ądtewappen links und rechts des stilisierten Flusslaufs macht Lust ihren Lauf bis zur M├╝ndung zu folgen. Von Schmilka bis Lauenburg kennen wir sie. Sind wir, Rita und ich, die Elbe schon mehrmals gepaddelt. Die Wochen sind unvergessen. Von dort bis zur Kugelbake kenne wir sie vom Auto, bzw. vom Fahrrad aus. Auch Teilst├╝cke der Elbe in Tschechien haben wir schon kennen gelernt. Nun soll ihr Lauf, die Elbseifen, von hier durch den Elbgrund bis Spindlerm├╝hle abgewandert werden. Vorher verabschieden wir uns noch von der nun langsam eintrudelten Truppenteilen unserer Busgesellschaft. Nicht alle haben es bis hier geschafft. Da fehlte wohl das Wollen.  Der Rest ruht sich auf den Sitzgelegenheiten rund um die Quelle aus. Gleich ist  Abschied von den  Wanderunwilligen, den Busfahrern. Wir drei wandern zur├╝ck zum St├Ądtchen Spindlerm├╝hle.
Einmal wenigstens lag mein Schatten im Quelltopf der Elbe. Wer m├Âchte kann sich den Tag noch versch├Ânern indem er den runden Hintern von der sinnlich knienden, dahin gestreckten h├Âlzernen Dame die wohl die Weiblichkeit der Elbe symbolisieren soll, ein paar Streicheleinheiten zu kommen lassen. Das soll ein  Wiederkommen f├Ârdern. Nicht wenige g├Ânnen sich das Vergn├╝gen.
Wieder lassen wir die Elbfallbaude  liegen. Das gro├če Haus ist bewirtschaftet, pr├Ąsentiert sich jedoch in einem traurigem Zustand. Von der angeh├Ąngten Fassadenplatten haben die St├╝rme nicht viel ├╝bergelassen. Roh, leicht verbr├Âselnd der Beton des Hauses. Der Baustahl dr├Ąngelt verrostend ans Licht. Neue, mit Bauschaum abgedichtete Fenster zeugen von einem Renovierungswillen. Der ist in diesem Sommer sicherlich eingeschlafen. Oder sind die sich angeregt unterhaltend auf der Terrasse stehenden b├Ąrtigen Herren, die ganze Baukolonne? Ihr Aussehen ist danach. Still betrachten wir das langsam verrottende Geb├Ąude. Gut das der erste, vom weiten gepr├Ągte Eindruck einer Talsperrenmauer, sich nicht erf├╝llt hat. Die w├Ąre mit seiner Betong├╝te schon lange vom Elbwasser zu Tal gesp├╝lt. Ein neuer Wandersteg zweigt zum Elbfall ab. Um ihn zu erleben muss etwas abgestiegen werden. Doch dann erfreut man sich nicht nur an der famosen Aussicht, sondern auch an seiner stabilen, gekonnten Bauweise. Ein Prachtst├╝ck der tschechischen Bauingenieure und Arbeiter! Zu meiner Freude entdecke ich neben den dicken h├Âlzernen Bohlen des Kunstwerks, am feuchten Ufer noch einen kleinen Bestand des Fettkrautes; einem Wasserschlauchgew├Ąchs, das mit seinen f├╝r den Insektenfang geeigneten klebrigen Bl├Ąttern f├╝r sein ├ťberleben sorgt. Etwas anstrengend und schwei├čtreibend ist der Aufstieg zum Weiterweg schon, doch allemal lohnend der Besuch des Elbfalls.
Gekonnt schwingt sich der mit Lesesteinen des Gebirges zusammengesetzte Wanderweg in steilen, manchmal engen Serpentinen zu Tal. Immer sind im Wegebau die nat├╝rlichen Felsformationen, wie Felsplatten oder Felsstufen mit  einbezogen. Immer wieder sorgen Querrinnen f├╝r den gezielten Abfluss von Hochwassern. Oft, pl├Âtzlich und unvermittelt tauchen sie auf, so dass mann stetig den Tritt seiner F├╝├če beachten muss. Soll nicht nur der Weg sicher zur├╝ckgelegt werden, sondern auch das wunderbare Umfeld betrachtet werden hilft nur ein Stehenbleiben. Doch trotzt aller Vorsicht passiert es dann doch. Rita, f├╝r einen Augenblick mit ihren Gedanken besch├Ąftigt, poltert ├╝ber die Steine.

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11 Quelltopf

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13 Abschied

14 Elbbaude

15 Elbfall