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2 zur Goldhöhe/ Zlate navrsi

3 links oder rechts? Rechts!

4 der ReiftrÀger

5 Weg mit Stiefmutterkies

6 die Elbbaude

7 Schwalbenwurz-Enzian

8 die Pantsche

9 der Pantschenfall

Zur Quelle der Elbe, .. durch den Elbgrund nach SpindlermĂŒhle. 

1 Mit dem Bus

2019.09.01.
Morgens um kurz vor 10 Uhr warten wir auf dem Parkplatz in Vitkovice/Horni Misecki auf dem Bus der uns zur Zlate navrsi der Goldhöhe bringen soll. Es dauert schon eine Weile bis der von oben kommend auftaucht. GedrĂ€ngel der wenigen Wartenden an der EingangstĂŒr. Der Busfahrer versieht seinen Fahrkartenverkauf Ă€ußerst korrekt. Beim Betrachten der Abfahrtzeiten fiel mir der Hinweis fĂŒr einen Preisnachlass fĂŒr Rentner, der um ca. 90% billiger ist als der normale Fahrpreis auf. Da wir Drei halt Rentner sind, legte ich die MĂŒnzen des Fahrgelds passend in meine Hand. Mit: "Dreimal Rentner" kollerten die MĂŒnzen in die SchĂŒssel, die zum Bezahlen und dem RĂŒckgeld dient. Verwunderte Augen des Busfahrer waren die Reaktion und seine bestimmende Ansprache: "Passport". "Bitte was?". "Passport". So langsam begriff ich und freute mich insgeheim das der Gute mich mit meinen grauen Haaren noch so jung einschĂ€tzte, er meinen Geburtstag kontrollieren wollte. Ich kramte meine Pass aus dem Rucksack, drĂŒckte ihn in seine Hand. SorgfĂ€ltig ließ er seinen Blick darĂŒber schweifen, gab ihn mir zurĂŒck. Wenn ich nun dachte, das war es, dann wurde ich getĂ€uscht. Zu Rita gewannt: "Passport". Die verstand die Welt nicht mehr, hatte sie doch meine Geiz beim Fahrkartenkauf noch gar nicht richtig mit bekommen. Sie war am Schimpfen was das so soll mit dem Passport. Doch auch sie kramte den ihren ans Licht, reichte ihn, dem Herrn am Steuer. Der schaute das Dokument zur Identifizierung gar nicht an, gab es  gleich zurĂŒck. Rudi erging es genau so. Nur in der Hand halten wollte der Bursche unsere PĂ€sse. Über den Grund kann nur spekuliert werden. Doch hat sich der Passeinsatz gelohnt, fĂŒr kleine MĂŒnzen werden wir auf die Goldhöhe, dem Zlate navrsi geschaukelt. Von hier gibt es zwei Wege um zur Elbquelle zu wandern. Eine relativ bequeme und eine etwas lĂ€ngere, dafĂŒr weitaus schönere Strecke. Rudi kennt diese auch nicht und so wird selbstverstĂ€ndlich die schönere Tour gewĂ€hlt. Zu unserer Verwunderung wartet der Weg mit feinem Schotter verwitterten Granits, dem Stiefmutter-Kies, auf. Vor uns baut sich der ReiftrĂ€ger, eine langgestreckte Höhe die die berĂŒhmte Baude oberhalb von Schreiberhau/ Szklarska poreba, Polen, trug. Wieder meint es die Sonne und die Sicht gut mit uns. Leichte Wolkenschleier ziehen  durch die freundliche BlĂ€ue des Himmels. Sie tĂ€uschen vermeintliche die NĂ€he der Gipfel vor, so, dass die Lust geweckt wird weiter als gedacht dem Weg zu folgen. Bald taucht zwischen den allgegenwĂ€rtigen Latschenkiefern, den vereinzelten geduckten StĂ€mmen der Fichten, ein Bauwerk auf das einen Taleinschnitt mit seiner GrĂ¶ĂŸe beherrscht. Ich vermute eine Talsperrenmauer baut sich da vor uns auf. Doch erst einmal werden die zahlreichen starken Tuffs von Schwalbenwurz-Enzian, die im gelben Gras, zwischen den Latschen wachsen, bewundert. Sachte schwenkt der Weg zur Tiefe des Taleinschnitts. Der ReiftrĂ€ger (1362 m) steht ĂŒber dem Ganzen. Zweifel kommen mir ob das so stimmt mit verschwundenen der ReiftrĂ€gerbaude , winkt doch von oben ein großes GebĂ€ude mit hohem Turm zu uns herunter. In der zu durchwandernden, nun folgenden Senke,  strahlen im Sonnenlicht die Steine des Pantsche-Falls. Dahinter die vermeintliche Staumauer, die schwungvoll konstruierte Elbfallbaude. Die anmoorigen Wiesen wieder im Blau vom Schwalbenwurz-Enzian. Es ist als ob der Trauermantel hier auf der HochflĂ€che seine Heimat hat. Immer wieder flattern die schwarzbraunen Falter mit der blauen TĂŒpfelreihe vor dem abschließenden krem-weiß-gelben Band seiner FlĂŒgel, um uns. Will sie mit der Kamera einfangen, doch keiner von ihnen will aufs Bild. So hechele ich hinter ihnen her, oder warte halb verzweifelt, dass er seinen unruhigen Flug einmal beendet, sich einmal hinsetzt. Das macht er auch, aber immer weit weg von der Linse. Ein kleiner Bach, die Pantsche, tritt aus den Moorwiesen, quert den Wanderweg und stĂŒrzt, in einzelne Tropfen zerreißend, ĂŒber Granitklippen ins Tal. Weit unter uns, verborgen im GrĂŒnen, vereinigt sich das BĂ€chlein mit dem Elbseifen (unserer Elbe) die den Grund beherrscht. Mit neuem GelĂ€nder abgesichert leitet uns der Weg, wieder ansteigend, vorbei an den AbgrĂŒnden zur Elbfallbaude. Unterwegs wird an einem der Aussichtsstellen, der "Ambrozova Vyhlidka", kann das leider nicht ĂŒbersetzen, aber es klingt so schön wenn man es dann aussprechen kann, noch eine dicke Kreuzspinne als Ersatz fĂŒr den Trauermantel fotografiert.

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10 der Elbgrund

11 Kreuzspinne

12 am Abgrund

13 ein Weg zu einer

14 Aussicht

15 in den Elbgrund