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2 In den Mauern

3 Mauern

4 aus Granit und Quarz

5 Gl├Ąseckental

6 Abzweig M├╝hlbach

7 Zerflie├čende Gallerttr├Ąne

8 Gl├Ąsecke

9 Bernerstal

10 der "Neue"

K├Ąsteklippentour.... von Bad Harzburg, im Dezember 2013. 

1 Die Tour

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Es rumort bei den Wanderf├╝hrern von Bad Harzburg. F├╝r einen ansehnlichen Eurobetrag haben die Kur-,Tourismus- u. Wirtschaftsbetriebe der Stadt einem externen Wanderexperten den Auftrag gegeben neue Wanderwege um Bad Harzburg zu erarbeiten. Wer mit dem Slogan: Wellness- Wanderland ├╝ber die D├Ârfer zieht muss sich schon einmal etwas "Neues" einfallen lassen, dem Wanderlustigen Alternativen zu den bestehenden Wegen des Harzklubs bieten. So ist auch die neue K├Ąstenklippentour entstanden. Wanderwege zur K├Ąste gibt es viele, auch schon lange, nur so richtig ausgeschildert, sehr zum Leidwesen des K├Ąstewirtes, sind, oder besser waren, sie leider nicht.

Nun also die viel kritisierte "Neue". Das Gen├Ârgel geht mir etwas auf den Geist und so will ich mir selbst ein Bild von dem neuem Wanderangebot machen.

Am Sportplatz stelle ich das Auto ab. Auf zerbr├Âckelter Asphaltschicht der Stra├če "Herbrink", im Sprachgebrauch der Einheimischen noch immer "In den Mauern" genannt, wandere ich hoch zu den Bergen. Links das vergangene Vorwerk des Vollblutgest├╝tes, jetzt genutzt vom Golfklub. Zu Mauern aufgeschichtete Quarzit- und Granit- Wackersteine links und rechts des Weges. Dahinter die Spielfelder des Golfplatzes, auf denen au├čer einer roten Fahne, die heftig im Winde flattert, nichts. Kein Schl├Ąger treibt einen Ball. Ist wohl zu windig f├╝r ein Spiel im Gr├╝n. S├╝dlich des Stadtstieges, eine alte Verbindung nach Goslar, wird noch Weidewirtschaft betrieben. Angusrinder und Pensionspferde bestimmen sonst die Koppeln. Heute tuckert nur der Landwirt mit seinem gro├čem Trecker leise ├╝ber die Weide, verteilt den Stallmist der Tiere auf den Wiesen, bereitet die Nahrungsgrundlage f├╝r das Fr├╝hlingsgr├╝n. Ist auch n├Âtig, denn auf dem Standort einer alten Glash├╝tte w├Ąchst es auch nach langer Zeit noch nicht so ganz optimal. Immer noch begleiten die "Mauern" die Stra├če, grenzen sie zu den Wiesenfl├Ąchen ab. Alte, knorrige Eichen malerisch darauf verstreut. Eine der "Alten" hat der Sturm geschmissen, liegt, wie gewollt hingelegt, auf nasser Wiese. Nichts bleibt, mahnt sie. Auf den Steinen der Mauern wachsen verschiedentlich Sch├╝ssel-Flechten, Moose. Wer hat die Steine hier einmal zusammengetragen, aufgeschichtet? Waren es, wie erz├Ąhlt wird, franz├Âsische, gefangene Soldaten im Kriegsjahr 1870-71, die die Steine so gekonnt aufgeschichtet haben? Bald muss sich einmal eine neue Truppe von Freiwilligen daran machen die Mauern neu aufzuschichten. So knapp 150 Jahre haben ihre Spuren hinterlassen!

Am Gatterweg ist Schluss mit den Mauern. Ein starker runder Holzpfahl tr├Ągt ein Bild des "Alten vom Berge". Der zu einem Gesichtsfeld verwitterte Granitklotz zeigt, begleitet, die K├Ąsteklippentour.

Noch lange nach dem letztem Krieg stand hier ein Holzgatter das das Wild aus der Landschaft heraus halten sollte. Ein gro├čes schweres Holztor verschloss den Wald, hielt Reh und Hirsch, die Wildschweinrotten zur├╝ck. Wenn wir zum Heizen "Zacken" sammeln sollten war das immer ein Angehen mit dem ├ľffnen und Schlie├čen des schweren Tores. Doch wehe man lie├č es offen!

Links hinter dem Wasserhaus von Schlewecke teilt sich die Gl├Ąsecke in zwei Arme. Nach Nord-Westen zweigt der M├╝hlbach, der die M├╝hle, die sp├Ątere W├Ąscherei Edelwei├č, mit Wasser versorgte, ab.

Der M├╝hlbach versorgt nun, mehr oder wenigerer illegal, unterhalb liegende Teiche. Unser verstorbener Heimatpfleger Schmidt konnte sich dar├╝ber so herrlich aufregen, sich mit den illegalen Nutzern streiten.

Die wussten nat├╝rlich von -Nichts-. "Das Wasser hat seinen Weg selbst gesucht", die ewige Antwort der Beschuldigten. Noch heute sucht sich das M├╝hlbachwasser seinen Weg allein, verl├Ąsst seinen vorgesehenen Graben. Immer noch vereint sich nur ein Bruchteil des Wassers unterhalb der Schlewecker Kirche wieder mit seinem Spender, der Gl├Ąsecke.

Wir treten ein in die Berge. Links der Elfenstein, rechts der Gl├Ąseckenberg. Das Tal dunkel, im Schatten. K├╝hler Wind bl├Ąst entgegen. Bald taucht rechts des Weges ein zugewachsener Quarzsteinbruch auf. Die Grundlage der hier vergangenen Glasherstellung? St├Âbere drin umher. Finde nichts besonderes. Ein vergehender Birkenstamm mit der "Zerflie├čenden Gallerttr├Ąne" ist das einzige Interessante.

Die kleine Gl├Ąsecke pl├Ątschert links neben dem Weg zu Tal. Oberhalb des
Zuflusses des Bernerstalbaches bleibt ihr Wasser weit unten im Tal.

11 mein Fund

12 Vogelbeerbaum

13 Klippen Alte-Schlewecke

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