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2 Krustenflechten

3 Biertisch

4 Bile Baude

5 nur ein Gerinne

6 Hänsel und Gretel

7 Immer wieder Enziane

8 von der Veilchenalge

9 bewachsene Steine

Seite 2 

1 Hasenlattich

Sie ist der eigentliche Quellfluss der Elbe. Nicht nur, dass sie wasserreicher, einen längeren Lauf von ihrer Quelle bis zur Vereinigung mit dem "Elbseifen", dem Bach der von der gefassten "Elbquelle"  vom Westen kommend im Elbgrund strömt, und fälschlich jetzt  "Elbe" heißt, hat. Nein, das Weißwasser, die Bile Labe die "eigentliche Elbe"! Sie wurde in einem politischen Streit um Grundstückgrenzen zwischen den hier herrschenden Grafen einfach zum jetzigen Standort verlegt. So hatte der Graf von Harrach seinen Seelenfrieden und "seine Elbquelle", seine Gegenspieler Ruhe vor dem kleinem Tyrannen, dem Grafen Harrach.  So ist also klar, dass  -Fake News-, der neue Begriff von Lügengeschichten, schon im 17. Jahrhundert zum Leben gehörten. Mit diesen gehen ja auch heute immer noch oder wieder, Politiker mit Pokergesichtern, Grimassen schneidend und wild mit ihren Armen rudernd,  immer noch liebend gerne hausieren. Das Schlimme ist, dass die Wiederholungen ihrer Fake News bei vielen Menschen dann doch langsam zur Wahrheit heran reifen. So pilgern selbst  noch heute viele Menschen zur Elbquelle, obwohl sie ihren Namen zu Unrecht trägt. So ist es. Auch wir werden das machen, Übermorgen.
Jetzt begleiten wir erst einmal die im Geröll ihrer Steine sanft dahin plätschernde, manchmal kurz aufbrausende "Bile Labe", auch "Weiße Weiße" oder "Weißwasser"  genannten. Betrachten die Flechten an ihren Steinen, erfreuen uns an dem kurz über dem Wasserspiegel im Winde wippenden Hasenlattich der seine pinseligen Früchte dem Wind, dem Wasser anvertraut. Beobachten das Flugspiel einzelner Libellen.
In der Bouda Bile Labe", an der Vereinigung der beiden Bäche zur "Elbe", ist der Barbecue-Smoker am dampfen. Forellen werden dort gegart, verräuchert, in braunrote Fischmumien verwandelt. Manche mögen's. Wir beschränken uns auf ein angekohltes oder halb gares Würstchen, je nachdem wie und ob einem das Glück aus der Warteschlange kommend, holt ist. Doch die Halben der Tschechischen Humpen erquicken und spülen auch das Halbgare oder Verbranntes geschmacksneutral über den Rachenschnippel.
 Im Westen, über den Bergen sind dunkle Wolken aufgezogen, bringen Unruhe in den Hintern, den Beinen. Unser Marko mit seiner "Gretel" sind absolut lorbern, das heißt ohne Schirm und Jacke, losgezogen, fürchten sich vor dem drohenden Schauer. Also ist Aufbruch angesagt. Der Wanderweg wird ab hier zur asphaltierten Straße, was den Schritt beschleunigen könnte, stattdessen ist, -der Regen lässt auf sich warten-, bummeln angesagt. Wir klettern zum Fluss, der jetzt vereint mit dem Weißwasser, der Bile Labe, unstrittig die Elbe ist, herunter. Balancieren über glattgeschliffene Granitplatten, meiden die mit Moos und anderen grünen Schlieren bewachsenen Steine damit niemand von uns unfreiwillig baden geht. Wundern uns über die mit braunroten Flechten bewachsenen Ufersteine. Auch auf der Hochfläche der Berge liegen die in  bunter, von mir nicht beachteter Vielfalt und Eintracht umher. Hier auf einem Schild wird uns klar gemacht: Es ist die Veilchenalge/Trentepholia iolithus die die Steine überzogen hat. Sie gibt bei Nässe den Duft nach Veilchen ab. Die umherliegenden rotbraunen Steine werden deshalb "Veilchensteine" genannt. Hat leider den Nachteil, das ich mit dem Veilchenduft im Klinch liege. Ich kann an Veilchen umher schnüffeln und rieche nichts, einfach nichts. Keine Nase für Veilchenduft!  So bleibt mir nur die braunroten Steine zu betrachten und zu glauben was mir die Schrift auf der Tafel erzählt.
Gestört, auf den letzten Kilometern bis Spindlermühle, von vielen Drei- und Zweiradfahrenden, die unbedarft, ungebremst und selbstherrlich auf ihren Leihfahrzeugen an uns vorbei rauschen, kommen wir alle glücklich in Spindlermühle an. Leisten uns noch ein Pilsner am Elbufer, um dann pünktlich zum Abendbrot im Hotel Windsor mit unserer Gruppe am kalt-warmen Büffet unsere Teller zu füllen, um unsere verbrauchte Energie wieder aufzufüllen.  Danach führen uns die Schritte etwas bergab zu einem kleinem Ausschank, bei dem wir gemeinsam mit einem, zwei Slivovice  unsere Zunge, den Gaumen den Wohlgeschmack vergorener Pflaumen schenken, den vollen Magen beruhigen, den Tag, den Abend noch einmal vorbeiziehen, ausklingen lassen. So kann man leben, so lebt es sich gut. Nur ausreichend Kronen sollte man dabei haben!

Otto Pake


10 Schnellen

11 Gedenkstein

12 des NP buntes Schild

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