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2 mit Käfer und Larve

3 Geweihförmige Holzkeule

4 letzte Habichtskräuter

5 Fliegenpilze

6 Steinpilze

7 Flaschen Bovist /Stäubling

8 Karbol-Champignon

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1 Das Versteck unter der Fichtenborke

"Wann machen wir endlich Mittagspause" beklagt sich Renate. "Als du am Frühstückstisch gesessen bist war ich schon lange unterwegs. Jetzt habe ich Hunger"! Auf meine Frage: "Wir stehen kurz vor dem steilen Anstieg im Stöttertal. Du hast die Entscheidung, trägst die lieber einen vollen Bauch oder doch lieber den schwereren Rucksack in die Höhe"? Wird sich für den leeren Bauch entschieden. So wird die Mittagspause auf den Abzweig zur Hausmannsklippe verschoben. Von dort geht es nur noch ein kurzes Stück und sachte zur Höhe der Rabenklippe. Die Mittagsrast im Sonnenschein. Auch hier trockene, tote und halb tote, sterbende Fichten. Hier hat die "Friederike" gewütet. Aufragende Wurzelteller der umgefallenen Fichten zeugen davon. Doch schon sind sie da, die Birken, die grünen Blätter der Fingerhüte, vereinzelt auch abgeblühte trockene Stängel des Haingreiskrautes, Brombeerranken und Himbeerruten, die kleinen auflaufenden Fichtensämlinge. Überall neues Leben und da wird geschrieben die Wälder im Harz sterben. Vielleicht aus Autofahrersicht, aber nicht aus der Sicht des Wanderers. Nein, der Tod ist zwar stark, doch stärker zeigt sich das Leben.
An der Rabenklippe wird nur gestempelt. Weiter, vorbei an aufwachsenden Buchen unter Schatten spendenden nadellosen hohen Fichten. Den Buchen wird das recht sein, sind groß genug um mit dem neuen Lichtangebot zurecht zu kommen. Eine Generation der Zukunft wächst da heran. Am "Kreuz des Deutschen Osten" wird wieder gestempelt. Der alte Rest des auf der Seite liegende Lärchenkreuzes, die Schrauben, Anker die es immer noch zusammen halten, bewundert. Der Aussichtsbank versperrt der spontane Birkenbewuchs den Blick auf Bad Harzburg. Schnatternde junge Frauen in der Schutzhütte. Auch auf Stempeljagd. Wieder ein Sonnenloch in den durchziehenden Wolken. "Wollen wir noch über einen Teil des Besinnungsweges"? "Wir wollen nicht"! Dafür wird die "Baumelbank" mit den  Hosen sauber geputzt. "Wie kann man so eine Bank bauen. Viel zu hoch für kurze Beine". Ja, man kann und sauber wird sie auch immer gehalten!
Der Heilige Antonius mit seinem verschrobenen Gesicht spendet uns seinen Segen, hielt auf unserem Weg die Regenwolken über uns dicht. "Der Alte war aber schöner" ein weiblicher Kommentar. Dankend nicke ich dem Verschrobenen zu. In der Sagenhalle auf dem Großen Burgberg werden wir von Wanderfreunden des Harzklub begrüßt. Sie schieben Dienst, führen  Besucher durch die Welt der Harzsagen. Eine anspruchsvolle Aufgabe und nur mit viel Fantasie und Hingabe, an die Frau, den Mann, die Kinder zu bringen. Kein Jobb für mich! "Nächstes Mal sind wir mit dabei" ihr Abschiedsgruß. Beste Aussicht auf Bad Harzburg vom Kleinem Burgberg. Hier ist Heimatkunde gefragt. Wird zur Zufriedenheit gelöst. Kontrolliert ja Niemand wenn es nicht ganz stimmen sollte! Etwas holperig, über rutschige Blätter, umgefallene Bäume, schrägen Treppenstufen, geht es hinunter zum Kriegerdenkmal, zu den Autos.
 "Ja, das war's. Die Fahrkosten der Mitfahrer hat der Harzklub mit 10 Cent pro km festgelegt. Etwa 2 km eine Strecke, macht gesamt 4 km. Der Fahrer hat pro Mitfahrer 40 Cent zu erwarten. Was ihr daraus macht ist Eure Sache. Habt Dank für Eure Begleitung. Für mich war es ein schöner Tag" meine Verabschiedungsworte.
Gelächter und Händeschütteln ein Dankeschön und "war ganz wunderbar", sind die Reaktion. Die Fahrer sind auch nicht zu kurz gekommen.

Otto Pake


9 Hallimasch, zu alt für den Topf

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