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2 der Schrot- oder Kleine Zangenbock

3 Hallimasch, richtig f√ľr den Topf

4 und immer wieder:

5 Feuersalamander

6 die Klette samt

7 Nebelgraue Trichterlinge

8 Clitocybe nebularis / Nebelkappen

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1 seiner Puppenwiege entwachsen,

Mit einem Wanderfreund sa√ü ich an einem warmen, fr√ľhen Abend auf dem Halberstedter Berg und schaute ins Vorland hinunter. Ein Schwarm von M√ľcken tanzte im zugigen Winde. Seltsame M√ľcken. Ein Griff in die Luft und eine der M√ľcken lag in der Hand. Nichts mit M√ľcke, ein Borkenk√§fer war es der uns umtanzte, an dem gro√üen Abendtanzvergn√ľgen seiner Genossen teilnahm. Von wegen schlechte Flieger! Sie sind auch in dieser Disziplin perfekt!
Meine Gedanken sind bei meinen Erz√§hlungen, meinen Erl√§uterungen unterwegs zwar ein wenig weit geflogen, doch wandern wir noch immer auf dem Hangweg oberhalb der Ecker. Der wunderbare Bilder durch seinen lichten Fichtensilberwald, zum Brocken freigibt. Doch tot ist er nicht, der Wald, nein √ľberall regt sich pflanzliches Leben, ist es gr√ľn geworden zwischen den St√§mmen der Silberfichten. Einzelne sind schon gefallen, doch die Meisten ragen noch im Tod majest√§tisch wirkend in den Himmel. Sie geben nun Raum f√ľr neues Leben. L√§ngst sind die Borkenk√§fer weiter gezogen haben sich neue Fress-, Liebespl√§tze erschlossen, stirbt eine gesch√§digte Fichte anderswo. Andere Genie√üer sind jetzt am Werke. Insekten verschiedener Arten lauern schon um sich unter der toten Rinde einzunisten. Der Schrotbock/Rhagium inquisitor ist einer der ersten der die Gelegenheit nutzt. Seine Larven entwickeln sich unter der toten Rinde, sie nagen eine kleine Vertiefung in das Bastgewebe, bauen sich aus zerkauten, geschroteten Bastfasern, √§hnlich eines Wohnkraals der Afrikaner, eine runde Puppenwiege. Hier bleiben sie hocken bis der ausgewachsene Schrotbock durch ein selbstgefressenes Loch die Sicherheit der sch√ľtzenden Borke verl√§sst. H√ľbsch sind sie anzusehen die Puppenwiegen, sorgen f√ľr Begeisterung bei den Wanderg√§sten. Spinnen, Asseln, Schnecken, Tausendf√ľ√üler und anderes was sich unter der Borke versteckt, kommen als sehenswerter Beifang zur Sprache. Da sich die V√∂gel heute rar machen, nur ein kleiner Finkenschwarm tobt vor uns davon, zwei Kolkraben im vertrautem Kr√§chzen, ein Schwarzspecht versucht seinen Gesang, bewegen sie sich au√üerhalb unserer Gespr√§che. Heute drehen sich unsere Gespr√§che um die vielen Pilze am Wegesrand. Die gro√üen Hexenringe der Nebelkappen, wie die Nebelgrauen Trichterlinge/Clitocybe nebularis bei uns genannt werden. Der Hallimasch der nicht nur an der Erde umherstreift, sondern sogar die toten St√§mme der Fichten und Buchen besteigt. Die zahllosen Flaschenst√§ublinge, dem Karbolchampignon oder ist es der der D√ľnnfleischige Anis-Campignon der auch ein Gelb auf, an seinem Hut tr√§gt? Dem rotgelben Tr√§nenpilz Klebriger H√∂rnling, der zwar dem Korallenpilzen √§hnlich ist, aber z√§h, gummiartig und schmierig seine Sch√∂nheit zur Schau stellt. Doch das Hauptaugenmerk gilt dem Parasol, den Riesen-Schirmpilzen, den Steinpilzen, den Maronen die meist, schon √ľbergro√ü im Vergehen begriffen, am Wegrand wachsen. Auch der Flockenstielige Hexenr√∂hrling wird gefunden und ausgiebig betrachtet und besprochen. So richtig appetitlich wird sein sofort blau anlaufendes Fruchtfleisch nicht bewertet. "Den lass ich lieber stehen" die Reaktion der Meisten von uns. Es wird rigoros auf seinen Genuss verzichtet. "Blau ist giftig" schwebt durch die Gedanken. Wenn es dann so ist, soll es auch so bleiben.
Etwas angezweifelt wird auch ihre Lebensweise. Pilze sind keine Pflanzen. Pilze sind Verbraucher, Verzehrer, sie ern√§hren sich von der gebildete organische Masse der Pflanzen. Dabei werden Reststoffe frei die sie den Pflanzen wieder zur Aufnahme zur Verf√ľgung stellen. So soll es wenigstens sein. Nur frage ich mich wie dann die Kohlelager der Urw√§lder entstanden sind. Gab es damals noch keine Pilze?
Ein Fichtenast liegt auf dem Wege. Ist bewachsen mit einer grausilbernen strauchartigen Flechte. Der perfekte Ast zur Dekoration im Weihnachtszimmer. Flechten sind auch Pilze. Sie leben nicht von der Verwertung des Gewesenen, sondern eine Alge mit der sie Zusammenleben,  ern√§hrt sie. Ob die Alge das m√∂chte sei dahingestellt. Der Pilz fordert und die Alge muss es liefern. Obendrein bestimmt der Pilz auch noch das Aussehen der gewollten oder ungewollten Gemeinschaft! So ist das mit der Symbiose! Oft nicht ganz freiwillig so eine Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen! Aber interessant sind sie schon die Flechten am Wege.

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