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2 Flatter-Binse

3 Wildschutz der Neubepflanzung

4 Schlafapfel

5 Uhlenköpfe, Sachsenberg, Eichenberg

6 Fichtenwurzelweg

7 Schafgarbe

8 Dampffahne der Zuckerfabrik

9 Sachsenberg, Eichenberg, Kleiner Burgberg

10 Wilder Lattich,

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1 Reitgras

Harvester haben Schneisen in den Wald gezogen, haben viel mit ihren Riesenreifen platt gemacht, mit ihrem Gewicht den Waldboden verdichtet, im feuchten Untergrund dr√§nagenf√∂rmige Wasserabfl√ľsse gepresst. Erst viel sp√§ter, wenn diese forstliche Ma√üname von uns Menschen schon vergessen ist, hat der Boden das noch immer zu tragen. Seine zusammen gepresste Struktur ist nicht so vergesslich wie unser Hirn. Die Bodenverdichtung wird zu weniger Ertrag des Waldbewirtschafters  f√ľhren. Der wird sich dann am Kopf kratzen, vergeblich den Fehler in seiner Bewirtschaftung suchen. Doch vorerst ist Ernte angesagt. Alles was Nadeln tr√§gt wird abgeschnitten, gelagert, hoffentlich zu einem guten Preis, an den Mann bzw. Frau gebracht. Die kahlen Fl√§chen vorwiegend mit Stieleichen aufgepflanzt. Ein Gatter sch√ľtzt die jungen Planzen vor den M√§ulern der Hirsche, der Rehe, den w√ľhlenden Nasen der Wildschweine. Sechs, acht hohe Birken werden daf√ľr sorgen, dass sie bald das Kommando √ľbernehmen. Sie haben sich schon abgesprochen mit den Sal-, Silberweiden und anderen ihrer Schwestern, die auch Unterst√ľtzung zugesagt haben. So wird sich der Heinische Bruch langsam wandeln, werden Laubbaumarten die Nadelh√∂lzer verdr√§ngen. Doch noch lagern ihre Samen im Boden, werden sich das nicht einfach so gefallen lassen. Fichte und Kiefer werden es aber schwer haben ihre S√§mlinge durch die Grasvegetation ans Licht zu bringen. Nicht vielen wird das gelingen, nicht viele werden ihre Jugend √ľberleben. Reitgr√§ser werden sie √ľberwachsen, sie an Lichtmangel sterben lassen. Doch alles dies ist Natur und h√∂rt dazu; bringt Tod f√ľr die Unterlegenen, Leben f√ľr den Sieger. Grausamkeiten gleich neben Sch√∂nheit und Gl√ľck. Jetzt, wenn die gelblich braunen √Ąhren des Reitgrases sich in Wind und Sonne wiegen, ist alles nur noch sch√∂n, der Kampf des √úberlebens schon vergessen. Selbst die Flatter-Binse / Junkus effusus im Graben am Wege, macht im Sonnenlicht auf sich aufmerksam, will auch mit in die fotografierten Bilderreihe des Tages. Gro√ü, braun und strubbelig auf langer Ranke, winkt der Schlafapfel der Hundsrose / Rosa canina am Ende des Fichteneinschlags her√ľber. Der Schlafapfel ist die Kinderstube der Rosengallwespe. Die Gallenbildung ist eine Abwehrreaktion der Hundsrose, die Gallwespenlarven scheiden Enzyme aus. Die Pflanze reagiert mit Zellver√§nderungen,Gallen bilden sich, die je nach Pflanze und Schadinsekt unterschiedliche Erscheinungsformen der Gallen hervorrufen. Der Schlafapfel unter das Kopfkissen gelegt, soll schlaff√∂rdernde Wirkung haben. Aufpassen muss man halt nur, sich nicht auf die Stacheln von der Rose zu legen, sonst piekt's und der Schlaf macht sich davon. Jetzt im freien Felde in der N√§he eines alten Gartenhauses, einer vergangenen Liebeslaube, die wei√üe, flache Doldentraube der Schafgarbe / Achillea millifolium. √úberall findet man sie, doch jetzt zum Herbst strahlt sie besonders h√ľbsch. Betrachtet man ihre kleinen federartigen Bl√§tter, ist ihr botanischer Gattungsname A. millifolium, mit "Tausendblatt" sofort erkl√§rt. Interessant erscheint auch die etwa 1,5m hohe halb vertrocknete Pflanze, die am Feldrain alles √ľberragt. Es ist der Kompass-Lattich, auch Stachel-Lattich oder Wilder Lattich genannt. Sein Name Lactuca serriola  weist auf seine Verwandtschaft mit  dem Kopfsalat hin. Auch er "blutet" bei Verletzungen  mit wei√üen, milchigen Pflanzensaft, bl√ľht wie der Salat, auch erst an langen Sommertagen und essen kann man ihn auch. Er ist ein Steppenpflanzenreligt aus S√ľdeuropa, hat sich vor langer Zeit bei uns eingeb√ľrgert. Bei Sonne und und Trockenheit stellt er seinen Bl√§tter mit ihrer Spreite senkrecht in Nord-S√ľd Stellung parallel zur Sonne. Er reduziert so seine Verdunstungfl√§che, reduziert seinen Wasserbedarf. An der verschlossenen "Liebeslaube", einer umgebauten kleinen Scheune, stehen im hohen Grase die trocken Fruchtst√§ngel des Stumpfbl√§ttrigen Ampfer / Rumex obtusifolius. Auch sonst ist die "Laube" und ihr umgebener Garten weitgehend zugewachsen. Hier hat sich wohl ausgeliebt durch Trennung oder Tod. Hier knarrt keine T√ľr mehr, steigt kein Rauch mehr aus dem Schornstein, wird das Dachfenster nicht mehr ge√∂ffnet. Selbst die Dachrinnen fallen aus ihren Halterungen. Nur die Wetterfahne ganz oben auf dem Erker, die tut so als interessiere sie das alles nicht. Sie tr√§gt auf langer Stange noch immer eine Brockenhexe auf ihren Flug zur Walburgisnacht zum Brocken. Sie ist guter Dinge, dass sie keinen Schnee mehr dort oben antreffen wird, ihren Besen nicht gebrauchen muss. Sie hat sich zum Besuch beim Teufel auf dem Brocken richtig aufgeh√ľbscht. Mit Zipfelm√ľtze und hochhackigen Schuhen will sie bestimmt die anstrengende Arbeit des Schneefegens nicht angehen, da hat sie andere Vorlieben und Gedanken im Kopf.

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11 noch einmal aus der Nähe.

12 Brockenhexe

13 Hagebutten der Hundsrose

14 Liebesgarten