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2 Kloster Alaverdi

3 umgeben von hohen und

4 kleinen Mauern

5 die Kirche des Heiligen Georg

6 Eingang

7 Garten

8 Alaverdi, die Sch├Âne

9 auf der Stra├če

10 Traubenlaster

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1 Cosmea--Dr├╝siges Springkraut

Es ist der Diensthabende der Klostergemeinschaft. Der "Aufpasser"! Ein taxierender Blick dunkler  Augen trifft mich, tastet mich, bald k├Ârperlich sp├╝rbar, ab. Kein Laut von mir, keine Kamera sichtbar, keine Gefahr f├╝r sein Heiligtum. Die dunkle Gestalt wendet ihren Kopf, tritt aus dem Licht,  verschwindet im Spiel der Schatten. Lange stehe ich allein und reglos, gefangen, lebensversunken in dem heiligen Raum. Wieder ├Âffnet sich die T├╝r. Plappernd dr├Ąngen sich andere Besucher, Mitglieder unserer Reisetruppe in den Raum. Das, was mich gefangen nahm ist verschwunden. Daf├╝r taucht der Schwarzgekleidete wieder auf. Bittet energisch um Ruhe. Erwischt einen Fotografen. Der soll seine Aufnahme l├Âschen. Will das aber nicht, will sich abwenden. Das gef├Ąllt dem Aufpasser aber gar nicht. Unter sanfter Gewalt seiner mageren, doch starken Arme findet sich der Fotograf unmittelbar darauf vor der Kirchent├╝r wieder. Ruhigen Schrittes nach dem rabiaten Rauswurf, schreitet der "Schwarze" wieder zu seiner Beobachtungsstrecke, seinem Platz zwischen dem Licht, dem Schatten.
Bei aller Sch├Ânheit, W├╝rde und umgebenen Flair des heiligen Ortes, mich dr├Ąngt es nach drau├čen; nach drau├čen ins Licht der georgischen Sonne.  Betrachte die mit jungen Olivenb├Ąumen bepflanzte Rasenfl├Ąche neben dem Kirchengeb├Ąude, den Uralten seiner Gattung, der als Mittelpunkt ausgew├Ąhlt ist. Die anschlie├čende zinnenbewehrte umfassende Mauer Alaverdis. Sophia taucht auf: "Das ist ein Stilbruch! Oliven waren nie hier zuhause, hat es hier nie gegeben. Entschuldigen und vergessen sie diesen nach Aufmerksamkeit heischenden modischen Trent". Ich sehe das nicht so verbissen. Mir gefallen die Reihen der jungen Oliven, die Alte der Mitte. Mir gef├Ąllt Alaverdi. Doch m├╝ssen die alten Regeln noch immer so konsequent verfolgt werden? Zweifel sind da gestattet. Ein bisschen wirr f├Ąllt der obligatorische Toilettengang auf der gegen├╝berliegende Stra├čenseite aus. Es fehlt an Kleingeld. Auch das wird auf georgische Weise gel├Âst. Auf wunderliche Weise erscheint eine Dame mit gen├╝gend Wechselgeld.
Weiter geht unsere Reise. Weinfelder rechts der Stra├če. Mit der Hand wird hier noch geerntet. Eine Vielzahl ├Ąlterer und j├╝ngerer Menschen sind dabei die diesj├Ąhrige Ernte einzubringen. Vor uns verhindert ein mit wei├čen Trauben beladender Lkw unser Vorw├Ąrtskommen.  Neu f├╝r mich so ein Wein-Sch├╝ttgut-Erntewagen. Gleich darauf, vor einem weiteren weintropfenden Lkw, taucht hoch auf einem H├╝gel neben der Stra├če, die Festung Gremi auf. Unserem n├Ąchsten Ziel. Die georgische Sonne meint es gut mit uns. Sie bringt uns beim Aufstieg zur Festung, zur Kirche ordentlich zum Pusten, ins Schwitzen. Breit, voller Ger├Âll und ziemlich trocken, breitet sich der dem Alazani zustr├Âmenden Nebenfluss unter uns aus. Die dahinter liegenden Berge des Gro├čen Kaukasus mit wei├čen Wolkenbergen gekr├Ânt. Schon im 15. Jahrhundert suchte K├Ânig Giorgi II. hier Gl├╝ck und Schutz vor seinen Widersachern.  Nicht lange ging das gut. Seine Nachkommen, bewaffnet mit Pfeil, Bogen und Lanzen waren den Gesch├╝tzen der angreifenden Perser hilflos ausgeliefert. Sie wurden vertrieben, mussten ihren Glauben wechseln. Wir h├Âren nichts mehr von ihren Leiden, ihrem Wehklagen. Unbedarft laufen wir durch die Festungsr├Ąume, denken nicht an die vergangenen Leiden ihrer fr├╝heren Bewohner. Sind beeindruckt von Lage und Aussicht, suchen unser kleines Urlaubsgl├╝ck auf den Stufen, in den Mauern ihrer Ruinen, im Raum der kleinen Kirche.  Schlendern durch die umgebene Gartenanlage, erfreuen uns an schlanken, alten Zypressen, dem satten Gr├╝n der Laubb├Ąume, den vereinzelten Bl├╝ten im halb vertrockneten Gras. Ein sch├Âner Ort.
Das ist auch das Weingut des Herrn Schuchmann welches wir anschlie├čend besuchen. Ein fahrerisches Kunstst├╝ck ist es schon was da abzuliefern ist bis wir auf dem Weingut aussteigen k├Ânnen. Vollgeprompft mit Autos aller Gr├Â├čen ist die Stra├če. Auf Schuchmanns Weinhof warten vor der Waage, beladenen mit roten Trauben, ein halbes Dutzend Lkw auf ihre Abfertigung. Sie werden gewogen, registriert, verschwinden zum Abladeplatz. Wir, unser Bus mittenmang. W├Ąhrend wir gleich empfangen, von einem deutschen, angehenden Kellermeister durch den Betrieb geschleust werden, ger├Ąt das weitere Geschick von Bus und Fahrer, uns aus den Augen. Gekonnt und interessant berichtet der junge Knabe ├╝ber den Lebensweg des Herrn Schuchmann, und reichlich selbstbewusst ├╝ber seine eigenen Zukunftspl├Ąne als Mensch und sp├Ąterer Winzermeister. Schon toll wie er sich sein Werden, seine Zukunft so vorstellt. Immer wieder streichelt er sich w├Ąhrend des  Gespr├Ąchs, wie zur Betonung des Ganzen, ├╝ber seinen, schon sehr kr├Ąftigen Kinnbart. Ja, das Wollen und bestimmt auch das K├Ânnen ist in ihm. Doch vor dem Erfolg stehen bestimmt nicht nur weibliche Stolperfallen die es zu umschiffen, bzw zu bew├Ąltigen gibt. Eine von diesen baut sich, ein wenig sp├Ąter schon bei unserer Weinprobe, die er Fachm├Ąnnisch begleitet, auf. Ein langer eingedeckter Tisch, mit faltenfreiem wei├čen Tischtuch eingedeckt, mit Gl├Ąsern in verschiedenen Formen, kleinen Leckereien und Wasserflaschen best├╝ckt, steht f├╝r uns bereit. Nach seiner gekonnten Vorstellung der angebotenen Weine, soll eingeschenkt werden. Nur spielt da ein aufziehendes Gewitter, am Horizont in den Bergen, nicht ganz mit. Schnell kommt es n├Ąher, treibt dicke Regentropfen unter die ├╝berdachte Terrasse.  Den Au├čensitzenden wird der R├╝cken nass. Sie wollen den makellosen eingedeckten Tisch weiter an die Hauswand ziehen um dem Tropfenfall auszuweichen.

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11 Abzweig zur

12 Festung Gremi

13 Sophia

14 Alazani-Tal / Kaukasus