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2 Wald-Gelbstern

3 Roter Holunder

4 Gefl├╝gelte Braunwurz

5 M├Ądes├╝├č

6 Brennessel

7 Scharbockskraut

8 Salweide

9 Butterbergquelle

10 Eschenbl├╝te

11 Zypressen-Wolfsmich

12 Efeubl├Ąttriger Ehrenpreis / Hungerbl├╝mchen

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1 Schwarzdorn/ Schlehe

Gut, dass wenigstens ein Randstreifen ├╝bergeblieben ist, so das die B├Ąnke am Geh├Âlzrand erreichbar bleiben. Der Schriftzug  "Theresien Ruh 1858" an der krummen Rotbuche beim Anstieg, zum Kammweg bringt noch eine Geschichte. Hier wurde getrauert. Hier hat Jemand , vielleicht mit ├Âstereichichen Wurzeln, Abschied vom  seinen Maria-Theresien-Talern genommen. Am 31. Oktober 1858 verlor er seine Bedeutung als gesetzliches Zahlungsmittel in ├ľsterreich. Da wurde der Taler ins Dezimalsystem ├╝berf├╝hrt. Einen Tag sp├Ąter bestimmte der Gulden mit seinen 100 Kreuzern die Kassen. Ein Pfeilzeichen nach links zeigt zu seiner Ruhest├Ątte. Mit Schaufel, Hacke und kr├Ąftigen Armen k├Ânnte hier einer, der es wagt den Ruhenden zu suchen, sein Gl├╝ck finden. Wir finden unser Heutiges am Wegesrand mit Bingelkraut, Aronstab, Wind- und Buschwindr├Âschen, dem Efeubl├Ąttrigen Ehrenpreis, der Hain- und Vogelmiere, den schon in Samen gegangenen Bl├╝ten der Bergulme, den vergehenden Winterpilzen, wie Austern-Seitling, Samtfu├č R├╝bling, dem Gezonten Ohrlapppenpilz. Betrachten von oben die Quelle am Butterberg deren Wasser fr├╝her Westerode versorgte. Bis der Tod durch Westerode ritt. Das Quellwasser brachte  den Tod. Ihr Wasser war durch die Abw├Ąsser des Wolfsstein, einer Lungenheilst├Ątte, verseucht. Noch heute versickert der Kattenbach unterhalb des Wolfstein und noch immer kommt sein Wasser stetig aus diesen Quelltopf am Butterberg geflossen. Jetzt wieder rein und sauber, trinkbar, vereinigt es sich hinter dem Bahndamm in der Feldmark wieder mit seinem "Mutterwasser", dem Kattenbach. Der Wolfstein ist von einer Lungenheilst├Ątte, zu einem Quartier des
"Burgy " geworden. Von hier schickt Niemand mehr Abw├Ąsser auf eine heimt├╝ckische, t├Âdliche Reise.  Das Kleine Wintergr├╝n / Pyrola minior an der Kreuzung zum Ilsenburgerstieg / Ottenhai, was ich unbedingt meinen Wanderern zeigen wollte, ist ins Unsichtbare abgedriftet. Nur ein paar rundliche gr├╝ne Bl├Ątter zeugen noch von seiner Anwesenheit. Hinter den G├Ąrten des Ottenhai, immer Sicht auf den trockenen Kattenbach, am leerstehenden Hotel Wolfstein vorbei schwenken wir ab zum Heinischen Bruch. So ganz verweist ist das Hotel Wolfsstein nicht mehr. Es wird darin gewerkelt, die Au├čenfront des Grundst├╝cks neu begr├╝nt. Mit polnischen Slang werden wir aufgefordert mit anzupacken. Wollen wir aber nicht.

Zugeben muss ich schon, dass die geraden Wege im Heinischen Bruch langweilig wirken, doch gibt es viel am Wegrand zu entdecken. Das Waldgei├čblatt umrankt Erlen und Birken, formt ihre St├Ąmmchen zu Knotenst├Âcken, die Waldschl├╝sselblume zeigt ihren Bl├╝tenschl├╝ssel, der Huflattich seine gelben runden Korbbl├╝ten und in den stehenden T├╝mpeln im Graben haben die Kr├Âten ihre Laichf├Ąden schon abgelegt. Weit oben kreist der Rote Milan, ein paar Rabenkr├Ąhen ziehen schimpfend ├╝ber uns hinweg. Ein paar verwinkelte Kurven noch und wir stehen an den gro├čen Kahlschl├Ągen des Bruches. Die Fichten sind gef├Ąllt, am Wegrand gelagert, teilweise schon abgefahren. Der Kahlschlag schon mit Laubgeh├Âlzen, vorwiegend Eiche, wieder aufgeforstet. Mit einem hohen Wildschutzzaun eingegattert. Die Szenerie wird vom Reitgras beherrscht das seine ├ähren auf langen Stiel im Winde wiegt. Ein Trink- und Essenpause wird gefordert. Ein wenig muss ich dar├╝ber mit dem Kopf sch├╝tteln. Es wird so getan als ob  nach drei Stunden Hunger und Durst den K├Ârper schon in den Tod treiben w├╝rde. Doch Rast ist gew├╝nscht, also ist Rast angesagt. Jeder sucht sich seinen Platz auf Stuken oder einem liegenden Stamm. Butterbrote, Bananen,Obst und andere guten Dinge werden ausgepackt. Die Gespr├Ąche verstummen beim Kauen. Einen Schluck aus meiner Wasserflasche nehme ich, auch mein Apfel muss dran glauben, doch aufs Hinsetzen verzichte ich. Hinsetzen macht mir m├╝de Beine und die brauche ich nicht. Stattdessen schlendere ich durchs Gel├Ąnde und suche nach  Pflanzengallen. Finde auch Rosen-, Eichen- und Fichtengallen. Beim meiner R├╝ckkehr sitzt der Gro├čteil meiner Begleiter immer noch auf ihren Pl├Ątzen. Das Kauen ist beendet, das Handy ist jetzt das ben├Âtigte Lebensmittel. Nicht so ganz gelingt es mir meine Pflanzengallen vorzustellen, die elektronischen Nachrichten sind zu wichtig.  Doch bald sind Alle bereit zum Abmarsch. Eine Bananenschale bleibt sichtbar liegen. Schweigsam nehme ich sie mit Daumen und Zeigefinger auf, verberge sie unter einem niedergedr├╝ckten Grasb├╝schel. Den Wegwerfs├╝nder beachte ich nicht, der macht das zwar mit mir, sagt nichts zu meiner Aktion. Erst mein Hinweis, das die Bananenschale mit Pflanzenschutz- und haltbar machenden chemischen Substanzen behandelt, darum auch von keinem Tier gefressen wird und ewig in der Landschaft liegen bleibt, der Bananenesser sich besser sofort die Finger waschen sollte, wird mit einem Taschentuch der Versuch unternommen Finger und H├Ąnde zu reinigen. Nur ein sp├Âttischer Blick fliegt mir noch zu. Weiter geht es durch die ergr├╝nende Feldmark. Vorbei an abbl├╝henden Salweiden, austreibenden Hundsrosen, den hellgr├╝nen kurzen Trieben des Pfaffenh├╝tchen, der breiten des Schwarzen Holunders, der rotbraunen des Roten Holunders. Auch der Wei├čdorn auf unserem Weiterweg zum Wei├čbach hat schon einen kleinen Blattkranz um seine zu kurzen, zusammengefassten Bl├╝tendolden gebildet. Munteres Gepl├Ątscher im Wei├čbach. An seinen Ufer stehen vergangene Bl├╝tenk├Âpfe des Vorjahres der Wilden Karde. Gleich daneben ihre h├╝bschen, breiten mit wei├čen Stacheln besetzten Grundrosetten ihrer neuen Generation. Nicht mehr lange dauert es und sie schieben ihren hohen, stacheligen Bl├╝tenstiel  aus der Mitte  der Rosette. Ein gr├╝nes Blattpolster der Bachbunge, des Bachehrenpreis / Veronica beccabuna inmitten des flie├čen Wasser, Noch h├Ąlt er seine blauen Bl├╝tentrauben verborgen. Er macht es noch genauso wie ein St├╝ckchen weiter der Gefl├╝gelte Braunwurz / Scrophularia umbrosa, der auch gern feuchte F├╝├če haben m├Âchte. Er w├Ąchst im Gegensatz zu der niedlich kleinbleibenden Bachbunge zu einem Riesen von ├╝ber einem Meter H├Âhe heran. Mit seinen kleinen rot-braunen Bl├╝ten teilt er die Bescheidenheit der Bachbunge. Ein kleines St├╝ck der Fasanenstra├če, der K 43, m├╝ssen wir unter die Sohlen nehmen, dann nimmt uns ein Feldweg auf, der uns zur├╝ck in den Heinischen Bruch leitet. Wer hinh├Ârt der h├Ârt sie, den Fr├╝hlingsgesang der unsichtbaren Lerche am Himmel ├╝ber uns. Auch die Goldammer fl├Âtet ihr Liedchen von hoher Warte des Wei├čdorn.

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