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2 am

3 Platz der

4 Republik

5 in Jerevan

6 Museum der Armenischen Schriften

7 Genozid- Mahnmal

8 Virginischer Wachholder

9 Gew├Âhnliches Bartgras

10 "Schwalbenfestung"

11Gespaltener Obelisk

12 Symbol der Teilung

13 des Armenischen Siedlungsgebietes

14 Zw├Âlf Pylone / ewige Flamme

15 Blick auf Jerevan

Georgien - Armenien 12. /13. Tag 

2019.09. 26./ 27. Jerevan Schriften-Museum 

Matenadaran, V├Âlkermord-Denkmal. 

1 Die tanzenden Font├Ąnen

Grau, m├Ąchtig, wie ein Klotz speichert das Auge das Geb├Ąude der Armenischen Schriften. Erst beim N├Ąherkommen erkennt man seine Sch├Ânheit. Schlie├čt man es ins Herz. Nachdem die breite Treppe erstiegen, weist der linke ausgesteckte Arm der Statue Mesrop Maschtots, der Begr├╝nder der armenischen Schrift, zum Eingang. Dem Eingang zum Wissen. Seine Rechte auf eine Tafel mit den Buchstaben seines, von ihm ersonnenen, armenischen Alphabets. Ein J├╝ngling himmelt den gro├čen Gelehrten, seinem Vorbild, in hingebungsvoller Weise an. Statuen anderer Armenischer Gr├Â├čen bewachen den Eingang zu den ber├╝hmten Schriften vergangener Zeiten. Wir tauchen ein in diese fremde kulturelle Welt. Die F├╝hrung f├╝r mich und auch anderen Unwissende zu speziell, erm├╝dend, trotzt des fr├╝hen Morgens. Wie von unsichtbarer Hand nach drau├čen gezogen versammelt sich ein Trupp von uns im Sonnenschein. Sitzt wartend auf den Steinen der Treppe, der Mauern, der Gel├Ąnder, bis der gebildete Rest, den Gedankenschall des Museumsf├╝hrers erlebt, hinter sich gebracht hat.  
Eine kurze Busreise bringt uns zu unserem letzten Besichtigungsh├Âhepunkt in Jerevan.
Auf einem H├╝gel innerhalb der Stadt erhebt sich die Gedenkst├Ątte an die osmanischen Schandtaten, die erst die armenische Intelligenz, kurz darauf alle christliche, armenische Bewohner in den Orten des Osmanischen Reiches zu erleben hatten. Grausam, einfach hingeschlachtet von verblendeten Horden. Aller Menschenw├╝rde beraubt, fanden viele von ihnen den Tod. Die ├ťberlebenden vertrieben, in die W├╝ste geschickt. ├ťber 100 Jahre sind seitdem vergangen. Die Ewige Flamme ihres Gedenken brennt erst seit 1967. Noch immer wird von dem Folgestaat des Osmanischen Reiches, der T├╝rkei,  dieses Geschehen heruntergespielt, als ├╝bertrieben dargestellt, sogar total verleugnet. Unsere Truppe besucht die Ausstellungsr├Ąume. Wir zwei, Rita und ich, vom Betrachten des Elends der Konzentrationslagern der Nationalsozialisten in Deutschland, Polen, Tschechiens, gel├Ąutert. Wir bleiben den Bildern des Leidens, des selbst in der ├ľffentlichkeit erfolgten Ermorden des Armenischen Volkes, fern. Wir betrachten die Anlage des Mahnmals.
Weit, bis zum Ararat in der T├╝rkei gelegen, reicht der Blick von der H├Âhe.
Eine 100 Meter lange Mauer mit der Nennung der Namen der betroffene Orte der Vertreibung beschlie├čt eine Seite der Anlage. Wird ├╝berragt von einem 44 Meter hohen gespaltenen, spitzen Obelisken der symbolhaft die Teilung des Siedlungsgebietes der Armenier darstellt. Umringt von zw├Âlf zur Mitte strebenden Pylonen um das Rund der von Blumen geschm├╝ckten ewigen Flamme. So pr├Ąsentiert sich Zizernakaberd, die "Schwalbenfestung", das Genozid-Mahnmal. Staatsm├Ąnnische Besucher pflanzen, in einen Hain von Stechfichten, die ihrige dazu. Ihr Namensschild zeugt von ihrem Besuch. Reihen von Lebensb├Ąumen /Juniperus schm├╝cken mit ihren blauen Fr├╝chten das Plateau der Schwalbenfestung. Braun-rote Bl├╝ten des Gew├Âhnlichen Bartgras / Botriochloa ischaemum schwanken im aufkommenden hei├čen Wind. Wir suchen einen schattigen Platz an einem der Trinkwasser speienden Brunnen. Nachdenklich, schweigend, teils  in leise Gespr├Ąche versunken verlassen wir Zizernakaberd. Nachmittags eine kleine Ruhephase im Hotel. Werden dann von unserem  Bus zum Abend-Esslokal  gebracht. Ein kleiner Trupp geht nach dem Essen zu Fu├č zum Hotel zur├╝ck. Der gro├če Rest nimmt den Bus. Nehmen uns noch gut eine Stunde Zeit beim Betrachten der singenden, den tanzenden, bunt angestrahlten Font├Ąnen vor dem Haus des Historischen Museum am Platz der Republik. Versuchen vor der Abreise, der Bus  bringt uns um 24 Uhr zum Flughafen, im Hotelzimmer eine M├╝tze Schlaf zu finden. Gelingt nicht, vertrauen dem gestellten Wecker nicht. So sind wir mit die Ersten in der Hotelhalle die auf den Abtransport warten. Das versprochene Mitternachtsmahl des Hotels verwandelt sich in eine T├╝te mit Br├Âtchen, Kekse, einen Apfel, einer Plastikflasche Wasser Die Wasserflasche landet nicht ausgetrunken, die Regeln der Ausreisekontrolle lauten so, im Abfalleimer. Das eintreffende Flugzeug hat Versp├Ątung. So warten wir mit m├╝den Augen aber wachem Geist auf die Ansagen, der sich immer wieder ├Ąndernden Gates, der Abflugzeiten. Um die vier Stunden ungeduldiges Warten auf dem Flughafen in Jerevan. Dann erst ist die Polish Arlines LOT bereit uns ├╝ber Warschau nach Hannover zu bringen. Ein Start am Ende der Nacht. Morgengrauen in Warschau, schon lange Sonnenschein in Hannover. Suche nach dem Halteplatz der Fahrbereitschaft zum Auto-Parkplatz. Freudig wird das gleich ankommende Fahrzeug, sein Chauffeur begr├╝├čt. Der l├Ąsst Abreisende aussteigen, uns aber nicht einsteigen. Daf├╝r ein gequetschtes Nuscheln aus seinem Mund: "Komme gleich wieder". Kopfsch├╝tteln und warten bei uns. Zehn Minuten k├Ânnen lang werden. Mit einem anderen Fahrzeug kommt er wieder. Die Elektrobatterie des kleinen LKW war leer gefahren, der Tausch des Wagen erforderlich. So hie├č es f├╝r uns warten, bis das Auto getauscht ist.  So die einfachen Regeln der Elektrofahrzeuge. Vollgestopft  mit R├╝ckkehrern, Koffern und Taschen wird Parkplatz um Parkplatz abgefahren, Leute ausgeladen. Wir ganz zum Schluss der wilden Reise. 39,90 Euro verlangt der Automat bis er die Karte zum ├ľffnen der Schranke ausspuckt. Die kleinen R├Ąder unserer Koffer ziehen tiefe Rillen in den frisch ausgebrachten Kies. Schell verg├Ąngliche Spuren unserer gesunden R├╝ckkehr. Finden unser Auto, etwas eingestaubt, doch sonst unver├Ąndert wieder.
 Zwei Stunden sp├Ąter, nachdem wir unsere beiden Reisebegleiter in Ihrer Heimat abgeliefert haben, schlie├čt uns der Duft unserer Wohnung,  unseres Hauses in seine Arme. Sch├Ân war es, ist es in der Fremde. Unser kleines Reich in Bad Harzburg steht dem Allen aber nichts nach!

Otto Pake



16 Mauer der Vertriebenen

17 Sophora japonica / Schnurbaum //Fruchtstand

18 Schattensuche

19 S├╝├čigkeiten

20 ├╝ber den Wolken

21 zur├╝ck zur Heimat1

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