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2 Schlangen-Lauch mit Natterkopf

3 Salvia verticillata

4. Quirl-Salbei

5 durch den Raps

6 zum Hochsitz

7 Eselsdistel / Ornopordum acanthicum

8 Mohn u. Duftlose Kamille

9 Sommer-Landk├Ąrtchen

10 die Bode

11beim Butterbrot

12 Alcea rosea / Stockrose

Seite 2 .. . Wegeleben 

1Asperula tinctoria / F├Ąrber-Meier

Von der Pracht-K├Ânigskerze ├╝ber die knospende Rispige Flockenblume/Centaurea stoebe, dem Natterkopf, dem Schlangen-Lauch, Wiesen-Platterbse, der Kart├Ąuser Nelke, dem F├Ąrber-Meier/Asperuga tinctoria bis zu den niedrigen gelben Horsten des Scharfen Mauerpfeffers/Sedum acre. Alles dies ist dort vertreten. Der Bahndamm Halberstadt - Aschersleben begleitet uns ein St├╝ck des Weges. Finden am Fu├č des Bahnk├Ârpers die in Bl├╝te stehende Salvia verticillata, den Quirl-Salbei. Noch nie gesehen so ein Schmuckst├╝ck. Kurz darauf, der Weg und die Linie der Bahn streben nach Nord-Westen verlassen immer weiter die Bodeniederung, ├╝berqueren wir bei Km 76/6 die Gleise. Streben, am Rand eines Rapsfeldes, zu einem auf einem H├╝gel stehenden Hochsitz. Wo ein Hochsitz wartet ist auch ein Weg, zumindest ein Pfad. In unserer schnellen Zeit hat der Jagdberechtigte in der Regel einen SUV um seiner Lust m├Âglichst lange fr├Ânen zu k├Ânnen. Da sind lange Pirsch-oder Anmarschwege nicht das Angebrachteste. So ist es dann auch. Eine gro├če Eselsdistel/ Onopordum acanthium unterhalb des Hochsitzes, ein rotbraunes Getreidefeld mit kleinen nickenden ├ähren vermischt mit Klatschmohn, der Duftlosen Kamille dahinter. Ein Sommer-Landk├Ąrtchen in seinem typischen schwarzen mit wei├čen Flecken geschm├╝ckten Fl├╝geln das vor uns herfliegt begleiten uns zur Bodebr├╝cke kurz vor Hedersleben. Hier zeigt unsere Karte wieder einmal nichts brauchbares. Nur braune B├Âschungs-, Rinnen-, Schluchtzeichen neben Kiesabbaugebieten zieren die Karte. Selbst der links durch eine Rinne zur H├Âhe 118,1, mit der Markierung "Kies",verlaufende Weg fehlt in der Karte. Zeit f├╝r eine Pause; zum Nachdenken. Unter uns str├Âmt, halb unter gr├╝nen Weidenzweigen verborgen lautlos die Bode. Lange Ranken von Wasserpflanzen wedeln in, mit der Str├Âmung, lassen  das Wasser k├╝seln, sorgen f├╝r kleine Wellen. Unsere Werniger├Âder packen die Butterbrote aus: Wir lutschen unsere Wasserflasche leer. Guter Rat ist teuer! Nehmen wir den verwilderten Weg am Hangfu├č durch den Kiesabbau oder versuchen wir es mit dem Weg der von der H├Âhe herunter kommt. Die Damen entscheiden: "Nicht noch einmal durch die Wildnis!"
So bleibt nur der Weg zur H├Âhe 118,1 mit der Bezeichnung "Kies"! So steigen wir zur H├Âhe hinauf. Die Stra├če macht einen guten Eindruck, wird auch wie es aussieht ├Âfter einmal befahren. Auf der H├Âhe ein Wendeplatz mit aufgesch├╝tteten Abraum- und anderen organischen Abfallbergen. Und als ├╝berraschende Besonderheit; die Abfallberge bl├╝hen und gr├╝nen. Beeindruckend die wei├čen Stockrosen. Mit gesunden, ohne den bei den Stockrosen fast obligatorischen Rostbefall, stehen sie hier in der Feldmark umher, werden von den leuchtend blauen Bl├╝ten der Italienischen Ochsenzunge, der Breitbl├Ąttrigen Platterbse in wei├č und rot, der Eselsdistel, der Geruchlosen Kamille, dem F├Ąrber Wau und dem Aufgeblasenem Leimkraut begleitet. Selten so eine bunte, zusammengew├╝rfelte Bl├╝ten-Wildnis gesehen. Bestimmt ist meinem Auge noch vieles Andere verborgen geblieben. Eine weitere ├ťberraschung bringt die gro├če blauschwarze Holzbiene die im Bl├╝tengewirr der Platterbse umher schwirrt, ihren Kopf weit in die Fl├╝gel des Schiffchens, des Kiels, das den Griffel und die Staubbeutel der Bl├╝te einschlie├čt, versenkt. Mit anhaftenden Bl├╝tenstaub an seiner Stirnpartie wieder auftaucht, zur n├Ąchsten Bl├╝te wechselt. Ja, die Holzbiene hat schwere Arbeit zu leisten um sich zu ern├Ąhren! So ganz nebenbei best├Ąubt sie dabei die von ihr besuchten Bl├╝ten. Ein ziemlich perfektes Geben und Nehmen, was und wie die Natur, in ihrer Gr├Â├če, das alles so eingerichtet hat. Vor etwa 10 Jahren sah ich an den Dornburger Schl├Âssern oberhalb des Saaletals in den Bl├╝ten der Winterlinge die erste der "Gro├čen Schwarzen" fliegen. Wusste nichts mit der im alten Holz wohnenden Holzbiene anzufangen. Sie braucht W├Ąrme und altes Holz um leben zu k├Ânnen. Beides hat sie nun auch bei uns in der engeren Heimat gefunden. Hinter dem Wall aus Erde und Bl├╝ten zerst├Ârte Landschaft vom Kiesabbau. Aufsch├╝ttungen, L├Âcher, Fahrstreifen wenn man so die holprig verlaufenden Wegen die durch das Chaos von nacktem Boden, durchsetzt mit Gestr├╝pp und gr├╝nen Grasinseln ziehen, als solche bezeichnen kann. Erst begleitet uns ein breiter dicht stehender  Reigen von bl├╝henden Eselsdisteln. Sausen die Holzbienen weiter um ihre Bl├╝tenk├Âpfe, lassen sich nieder, fliegen auf und ab zum n├Ąchsten Bl├╝tenkorb. Dann folgt ein bl├╝hender Bestand der Wilden Malve / Malva sylvestris mit ihren gestreiften helllila Bl├╝ten. Diese finden von der Holzbiene keine Beachtung, werden nicht angeflogen. Vielleicht bewirkt dies auch ein daneben stehendes Hinweisschild das auf ein Betretungsverbot des aufgelassenen Betriebsgel├Ąnde hinweist. Dies verschwindet bald hinter den hohen Disteln und Kletten, dem Klatschmohn die sich vor der Verbotstafel breit gemacht haben.

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13 Anchusa azurea

14 Italienische Ochsenzunge

15 Eselsdistel mit Breitbl├Ąttriger Platterbse

16 Holzbiene