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2 giftig und sch├Ân

3 bei Ditfurt

4 Dr├╝sige Kugeldistel

5 Krause Distel

6 Steppen- Lischgras

7 Phacelia tanacetifolia

8 Wildbiene an Krauser Distel

9 Schlagen-Lauch

10 Flockige-, Pracht-K├Ânigskerze

11 Verbascum speciosum

12 Getreidepfad

Wegeleben,... ein Spaziergang 

1 Consolida regalis / Acker-Rittersporn

Von Ditfurt nach Wegeleben, eine Wanderung links der Bode.
Auf der Topographischen Karte 4133 Wegeleben von Sachsen-Anhalt finden wir keine direkte fu├čl├Ąufige Verbindung die uns am Talhang der Bode, der westlichen Bodeterrasse von Ditfurt nach Wegeleben bringen k├Ânnte. Alle Feldwege l├Âsen sich auf, enden im Irgendwo. Trotzdem Ist der Reiz der Bodeh├Ąnge mit seiner wunderbaren, immer wechselnder Flora, seiner Einsamkeit, die Ungewissheit einen Weg dort entlang zu finden, das was uns reizt. So beschlie├čen wir den Versuch zu wagen. Eine Umkehr ist ja in jedem Falle, immer m├Âglich . Dies wird aber unter uns, einem Paar aus WR, einem aus Bad Harzburg, erst gar nicht diskutiert.
So landet ein Auto hinter der Bodebr├╝cke Wegeleben - Adersleben auf dem kleinen Parkplatz an der Bode. Das zweite Auto mit den Wanderlustigen am Sch├╝tzenhaus von Ditfurt. Der Tag verspricht viel mit seinem leicht bew├Âlkten, blauen Himmel. Das Tal der Bode nicht weniger. Ein bisschen d├╝rftig die uns begleitenden mit Stachel- und Maschendraht eingez├Ąunten Wiesen, doch die Bodeterrasse die auf uns zu l├Ąuft, auf den Feldweg trifft,ist berauschend. Da strahlt der Wiesenhang uns blau an, versucht das Blau des Himmels zu ├╝bertreffen. Das kann er, wenigstens  zur Zeit seines Bl├╝hens, er der azurblaue Acker-Rittersporn. Nicht mit einzelnen kleinen Bl├╝tentrauben tritt er auf, nein er protzt f├Ârmlich. Dicht bei dicht stellt er seine h├╝bschen, langgespornten Bl├╝ten ins Licht. Hier knickt der Feldweg ab, wendet sich zur H├Âhe, trifft dort zwischen den Feldern auf einen weiteren, der dem Bodetal hoch oben zwischen den Feldern folgt. Wir bleiben auf der oberen Hangkante, folgen einem kleinen halbzugewachsenen Trampelpfad. Schauen ├╝ber die Bodeniederung, ihren bearbeiteten Feldern, ihren mit B├Ąumen ges├Ąumten, besch├╝tzten unsichtbaren Flie├čen. Einem vergilbten hohem Grasb├╝schel, dem "Zweifelhaften Grannenhafer/Ventenata dubia" muss ausgewichen werden, auch bei der "Dr├╝sigen Kugeldistel/ Echinops sphaerocephalus", die gleich darauf ihr Auskommen findet, ist das angebracht. Die "Krause Distel/ Carduus crispus" liebt auch keine direkte Ber├╝hrung, Mit langen Dornen an Bl├Ąttern und Stiel weist sie den Vorbeikommenden darauf hin wer hier das Sagen hat. Da sind die verbl├╝hten Rispen des Steppen-Lischgras/ Phleum pheleoides etwas sanfter zu uns, sie tun so als w├╝rden sie es lieben gestreichelt zu werden. Ich hoffe das ich die beiden Gr├Ąser richtig angesprochen habe. Sie jedenfalls waren mit meiner Begr├╝├čung zufrieden. Noch ein paar Schritte durch ein Meer von verbl├╝hten Besen-Rauken, bl├╝henden Phacelia tanacetifolia, dem Bienenfreund und wir, die Knaben die den Rucksack tragen, sind auf dem vorhin angesprochen Feldweg gelandet. Was fehlt sind noch unsere Damen. Die haben noch zu tun das Dickicht von Besenrauke, dem Bienenfreund, das sich hinter uns schon wieder geschlossen hat, zu bezwingen. Keine Klagen von den wahren Gr├Â├čen unter uns. Die Damen haben zu uns zur├╝ckgefunden.
Weiter geht es hoch ├╝ber der Bode durch die Felder. Der Feldweg wendet sich nach links strebt zur H├Âhe 154,0, dem K├Âhlersberg. Wir so auf der 120m H├Âhenlinie bleiben der Bodeterrasse treu. Hier gibt es nichts mehr mit und von Pfad oder Pad. Nur hohes strubbeliges Gras und  sau-schr├Ągem Hang. Hier mischt sich das zur├╝ckgekehrte Blau des Acker-Rittersporn mit dem Gelb der Pracht-K├Ânigskerze, dem Purpurrot des Schlangenlauchs. Einem Wildpfad wollen wir folgen. Das gelingt nicht. Die Geschmeidigkeit auf allen Vieren zu laufen, hoch und runter durch hohes Gras, verborgenen Rinnen und sonstige nicht sofort sichtbare Hindernisse zu huschen, wie das die Tiere machen, ist uns verloren gegangen. So bleibt uns nichts weiter ├╝brig als auf ein Feld am Fu├če des Hanges auszuweichen. So wandern wir auf einer Spur eines Treckers, ganz angenehm eben und ohne gro├če Anstrengung durch ein wogendes Triticale-Feld unterhalb der Bodeterrasse. Mit mehr oder weniger schlechten Gewissen, unsch├Ânen Gedanken, ob nicht doch der zuf├Ąllig vorbeikommende Landwirt uns anmacht oder gar mit einer Ladung Schrot aus seiner Flinte, auf die Esel die da durchs Triticale marschieren, ballert. Aber es geht alles gut aus, auch wenn die Damen zwar ein wenig das L├Ącheln verloren haben, sind sie gut drauf. Am Ende des Triticale-Ackers erscheint es fast als ob ein alter Weg von der Terrasse heruntersteigt. Zugewachsen zwar, doch noch als solcher erkenntlich. Sch├╝ttere, l├╝ckenhafte, bunte Vegetation.

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13 Allium scorodoprasum

14 Schlangen-Lauch

15 ein fr├╝herer Weg?

16 Asperula tinctoria