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2 die neue "Br├╝cke"

3 Berg-Flockenblume

4 Hopfen

5 Weymouthskiefern

6 Hirtent├Ąschel

7der Blick nach Norden,

8 nach S├╝den, links der Sachsenberg

9 Sauerampfer

10 Aurorafalter

11 die Saat l├Ąuft auf

Seite 4 

1 Am Kattenbach

Die N├Ąsse der Nacht hat einen Fruchtstand eines L├Âwenzahn in einen Strubbelkopf verwandelt. Dicht daneben im vollen Licht des Mittags bl├╝ht mit weit ge├Âffneten blauen Bl├╝ten der Persische Ehrenpreis. Im bl├╝hendem Wei├čdorn singt eine Sumpfmeise, versteckt sich vor dem Fotoapparat. Vereinzelt die wei├črosa Pracht des Wiesen-Schaumkraut. Es steht in einer sumpfigen Senke die der Graben den Butterbergquelle geschaffen hat. Auch die Sumpfdotterblume versteckt. sich dort. Bald ├╝bernimmt das M├Ądes├╝├č wieder die Oberhand, vergr├Ąbt mit ihrem Laub die niedrigen Bl├╝her des Fr├╝hjahrs wieder unter ihre "Fittiche".  Darunter m├Âchte die Weg-Rauke bestimmt nicht verschwinden. Sie steht am Wegrand reckt sich in die H├Âhe, zeigt schon ihre blassgelben Bl├╝ten. Der Feldahorn am Bahndamm schiebt seine h├Ąngenden Bl├╝tentrauben, w├Ąhrend die gr├╝ngelben Bl├╝ten des Spitzahorn schon vergangen sind, schon kleine Fr├╝chte tragen. Auch der Feldsalat steht in voller Bl├╝te, w├Ąhrend die Ballettt├Ąnzerinnen des Ackerstiefm├╝tterchen vom April einer Br├╝ckenbauma├čnahme zum Opfer gefallen sind. Hinweg gebaggert, unter Grobkies begraben sind sie. Werden sie im n├Ąchsten Fr├╝hjahr ihren Tanz fortsetzen? Eben schauen nur zwei gr├╝ne, etwa handhohe Plastikrohre als Br├╝ckenersatz unter dem Kiesberg hervor. Wenn hier der Kattenbach wieder einmal ein Sommergewitter, oder eine Schneeschmelze zu verkraften hat, ist ein Stau mit ├ťberschwemmung schon vorbestimmt. Eben, im trocken Bachbett braucht man sich ja dar├╝ber keine Gedanken machen. Eben funktioniert der Abfluss!
Eine aus einem Garten in die freie Natur entsorgte, in tiefblau bl├╝hende  Berg-Flockenblume bring mir die Freundlichkeit ins Gesicht zur├╝ck, die sich an der Vielzahl der Hirtent├Ąschel in der Wiese am Kattenbach noch verst├Ąrkt. Unter blauem Himmel mit wei├čen Wolken best├╝ckt, steige ich, vorbei an den roten Bl├╝tenstielen des Sauerampfers / Rumex acetosa, ├╝ber die Harzburger Schiwiese wieder hoch zum Kamm des Butterbergs. Lasse den 9.Tag im Mai zuhause noch einmal an mir vor├╝berlaufen.
15 Tage sp├Ąter wandere ich wieder ├╝ber den Butterberg. Das Bl├Ątterdickicht l├Ąsst keine Aussicht mehr zu. Einsaat-Spuren auf dem "Bl├╝hstreifen". Eine rote von einem Kind vergessene Wollm├╝tze mit gr├╝ner Schleife und einem Plastikm├Ąnnchen auf einer der Harzklubsitzb├Ąnke. Ein Schild der Harzland GbR mit 0173-6213022 Handy-Nummer und begleitenden Text ├╝ber den "Bl├╝hstreifen".  Beim Lesen dieses Textes wird man sofort an die "Neuen Wahrheiten" eines gewissen Herrn Trump  oder an das "Putinsche Reich" im Osten von uns, erinnert. Mitschwingend auf einer L├╝ge wird auch hier die Bev├Âlkerung verdummt. Geld, Macht, L├╝ge siedeln h├Ąufig beieinander, f├Ârdern sich gegenseitig. Doch auch durch immer w├Ąhrendes Wiederholen einer Unwahrheit f├╝hrt sie nie zur Wahrheit! Verz├Âgert sie zwar ein wenig, doch immer, mag es auch l├Ąnger dauern, wird sie siegen! Hoffentlich!
Im Halbtrockenrasen bl├╝ht  mit nickenden K├Âpfchen das Nickende Leimkraut / Silene nutans. Meist eingerollt sind ihre schmalen tief geschlitzten Kronbl├Ątter. Sie  ├Âffnen ihre Bl├╝ten und duften in der Nacht. Klebrige Finger hinterlassen sie bei einer Ber├╝hrung. Am Tag lebt die Silene nutans ein bisschen au├čerhalb der Wirklichkeit.  
Unser Insektenhotel am Halbtrocknrasen ist von Ameisen in Beschlag genommen. Wespen und Wildbienen sind ausgezogen. Die Espersetten bl├╝hen, der Bergklee hier eine Besonderheit, treibt erste Knospen.
Auf einen Blatt des Feldahorn sonnt sich der Laufk├Ąfer Pterostichus nigrita, so wird er genannt. Ihn st├Ârt es nicht keinen deutschen Namen zu haben. Mich schon!

12 ist es das?

13 Nickendes Leimkraut

14 Esparsette / Onobrychis viciifolia

15 der Laufk├Ąfer Pterostichus nigrita

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