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2 Wald-Storchschnabel

3 Bärwurz - Fruchtstand

4 Rundblättrige Glockenblume

5 Borkenkäferbefall

6 Spätfrost an Buche

7 Bach-Ehrenpreis

8 nah dran am

9 Fingerhut

10 Kein Haar,

St.Andreasberg - Rundweg... 2020.06.21. 

√úberraschung am Wege 

1 Glockenturm St. Andreasberg

Bald total verschlafen unsere obligatorische Wiesen-Wanderung rund um St.Andreasberg! Die Bergwiesen auf der Jordansh√∂he sind schon teilweise gem√§ht. Ihr Heu eingefahren. Was noch auf dem Halm steht pr√§sentiert sich verbl√ľht, weitgehend farblos. Selbst das Gr√ľn der Gr√§ser hat einen Stich ins Gelb. Nur vereinzelt noch ein paar Bl√ľten des Wald-Storchschnabel, der Rundbl√§ttrigen Glockenblume. Von der √Ąhrigen Teufelskralle ist ein graugr√ľner walzenf√∂rmiger Kopf mit einem b√ľschelf√∂rmigen wei√ügr√ľnen Haarkranz von Bl√ľten √ľber geblieben. Die dunkelgr√ľnen Fichten von Trockenheit und Borkenk√§fer kleinfl√§chig zu br√§unlichen Silberwald verwandelt. Noch √ľberwiegt auf den Bergkuppen das Fichtengr√ľn. Doch was an bl√ľhenden Wiesen f√ľr uns verloren ist finden wir im Wald am Weg. Hier stehen die Fingerh√ľte in voller Bl√ľtenpracht. Stellen ihre hohe einseitswendige Bl√ľtentraube in den Sonnenschein. Ein Freudenfest f√ľr die Hummeln. Eine folgt der N√§chsten. Sie verschwinden  total im Bl√ľtenkelch. R√ľtteln ein wenig umher, kommen mit dem Hintern zuerst wieder heraus, verschwinden im √ľbern√§chsten punktierten Bl√ľtenkelch. Ein munteres brummendes Treiben.
Ein kleines Rinnsal setzt den Weg unter Wasser. Ein gro√üer Schritt um nasse F√ľ√üe zu vermeiden ist erforderlich. Vorher findet mein Blick im Sumpf die blauen Bl√ľten der Bachbunge. Die m√ľssen aufs Bild. Vergeblich ist die blickende Suche nach dem Fettkraut. Dies liebt auch solche feuchte Stellen. Doch hier ist nichts davon zu sehen. Daf√ľr, ich glaube es nicht, schwimmt doch tats√§chlich im seichten klaren Wasser √ľber die leicht braun verschlammten Steine eines meiner etwas l√§ngeren grauen Haare. Sonst toben die sich in meinem Waschbecken zu Hause aus! Voller Sprachlosigkeit und Irritation ist mein Kopf. Beides steigert sich noch als mein Haar der leichten Wasserstr√∂mung entgegen schwimmt! Und als sich das "Silberhaar"  zu einem leichten Schl√§ngeln entschlie√üt, sich auf- und wieder entrollt ist der Gedanke an Wahnsinn nicht weit weg. Dann entdecke an einem Ende des Haares einen schwarzen kopf√§hnlichen Fleck. Da meine Haare meist ohne ihre Wurzeln ausfallen, ich das wenigstens noch nicht bemerkt habe, kann es sich nicht um ein Haar von mir handeln. Und gegen den Strom schwimmen das ist v√∂llig ausgeschlossen. Aber was ist das, was da schwimmt? Vorsichtig stecke ich meinen Stockspitze ins Wasser, versuche das Haar oder besser den langen wei√üen Wurm heraus zu heben. Der h√§lt sich mit seinem dunklen winzigen vermeintlichen Kopf an einem Stein fest. Der Wurm wickelt sich um die Stockspitze rutsch ab, streckt sich wieder, bleibt im Wasser! Rita, die weiter gelaufen ist, auf mich wartete, kommt zur√ľck um zusehen ob ich noch lebe. Ganz so gn√§dig ist sie nicht mit mir als  ich ihr versuche meinen Haarfund zu erkl√§ren. Ihre Augen betrachten mich absch√§tzend, ein wenig voller Mitleid.Ich sehe ihr an, dass sie an mir etwas zweifelt. Auch als ich ihr den Wurm im Wasser pr√§sentiere glaubt sie eher an  eine geistige Verwirrung der ich anheim gefallen bin, bestenfalls an eine versuchte Verarschung um meine Tr√∂delei zu verschleiern. Dieses kleine Gespr√§ch unter Ehepartnern mit tiefen Blick in die Augen hat der Wurm genutzt um sich unsichtbar zu machen. Verschwunden ist er mit seiner  bestimmt 20cm ganzen haarf√∂rmigen K√∂rper. Ein Haar von mir  k√∂nnte das nicht. Das h√§ngt sich irgendwo, wo es absolut nicht hingeh√∂rt fest und wenn ich es gegriffen habe wei√ü ich meist  nicht wo ich es lassen soll!
So stehen wir Beide etwas ratlos vor der niedrigen Wasserpf√ľtze, halten vergeblich Ausschau nach dem Verschwundenen.
Wenn dann pl√∂tzlich noch Blasmusik durch das Tal schallt ist k√∂nnte man meinen man sei in eine andere Welt √ľbergetreten. Sind wir aber nicht, was wir auf unserem Weiterweg auch feststellen. Denn im Ort, in einem kleinen Park, da stehen die Musikanten.

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11 der Saitemwurm

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