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2 Butterbergwiese

3 Vogelspuren

4 Eleonores Höhe

5 Kammweg

6 Gezonter Ohrlappenpilz

7 SamtfußrĂŒbling

8 Aronstab

9 Kohllauch

10 Echte Nelkenwurz

11 WinterblĂ€tter des LeberblĂŒmchen

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1 Mauer-Drehzahnmoos

Februar 2019
Das Tortula muralis, das Mauer-Drehzahnmoos  wird langsam zum Wetteranzeiger. Es ist wieder mit getauten Reiftropfen ĂŒberzogen. Der Butterberg wieder unter einer dĂŒnnen Decke von Schnee. Auf einer Bank vierzehige Vogelspuren. Sie erinnern an die Fußtapsen der Dinos. Die laufen, Gott sei Dank, hier nicht mehr umher, vor denen braucht man sich nicht mehr zu fĂŒrchten. Machte zwar nie ein Mensch, die besiedelten erst spĂ€ter unseren Planeten. DafĂŒr heißt es jetzt auf Hundekacke zu achten. Ein Tritt in so etwas Glitschiges bringt richtig FrĂŒhlingsfreude. Nehme meine wöchentlichen SpaziergĂ€nge ĂŒber den Butterberg wieder auf. Laufe meistens von der Sophienhöhe bis zum Eleonorenstein. Hier ist die Wende. Dann zurĂŒck, an der Wald-Wiesenkannte bis zu den aufgelassenen SchrebergĂ€rten. Von dort ĂŒber den Kammweg wieder zurĂŒck. Immer so 90 bis 120 Minuten dauert das, je nach Fotomotiven und dem Wetter. Jetzt wo der Schnee Feuchtigkeit in das Holz, den Boden gebracht erscheinen auch die Pilze, die Baum- und Felsmoose straffen sich, werden wieder ansehnlich. An den Rotbuchen findet man jetzt Austernseitlinge die vom Vergehen nicht mehr weit entfernt sind. Frisch ausgetrieben der Gezonte Ohrlappenpilz / Auricula mesentarica an einer liegenden Buche, auch den unverwechselbaren SamtfußrĂŒbling / Flammulina velutipes kann man jetzt ernten. Er ist ein sehr schmackhafter Winterpilz. Nicht ernten kann man die Erbleichende Kuchenflechte die an einem Buchenstamm hoch krabbelt. Trotzt ihres viel versprechenden Namens ist sie ernteresistent. Fest mit der Buchenrinde verbunden dient sie mehr dem Betrachten. Da wiederum ist eine Lupe das passende Hilfsmittel ihre helle Schönheit in Augenschein nehmen zu können. Die Zaubernuss blĂŒht in der VorgĂ€rten. Der Aronstab schiebt seine großen grĂŒnen BlĂ€tter durch die Laubschicht. Unverkennbar und in Mengen drĂ€ngeln sich die gebogenen Triebe des Bingelkraut ans Licht. Auch erste LaubblĂ€tter des Taumel-KĂ€lberkropfs, des Wiesen-Kerbel und die rötlich ĂŒberlaufenen BlĂ€tter der Echten Nelkenwurz legen sich auf den nackten Boden. Ähnlich jungen Grashalmen schiebt der Kohllauch, in kleinen Gruppen stehend, seine schmalen nach Zwiebeln schmeckenden BlĂ€tter. Auch die Vogelmiere rankelt schon ĂŒber den Boden, das Scharbockskraut verteidigt mit seinen runden BlĂ€ttern seinen Standort, der Löwenzahn mit seinen langen fest auf dem Boden liegenden gekerbten BlĂ€ttern, ebenso. Die BlĂ€tter des LeberblĂŒmchen haben den Winter ĂŒberlebt. Sie leuchten im ihrem winterlichem Rot aus den vorjĂ€hrigem, gelben Gras. Mitte Februar unterhalten sich die Stare auf ihrem Durchzug in den Eschen. Mit dabei auf ihrem Flug zum Norden sind ein paar Rotdrosseln, die sich wohl dem Schwarm der Stare zum eigenen Schutz angeschlossen haben. Im putzigen rot-weiß hĂ€ngen die EspenkĂ€tzchen, die KĂ€tzchen der Zitterpappel, an den Zweigen ihrer blattlosen, kahlen Äste. Ende des Monats sind schon erste BlĂ€tter des BĂ€rlauchs am Nordhang zu sehen.Die HaselkĂ€tzchen, in vollem Gelb, lassen ihre Pollen fliegen. Sie betreiben zu ihrer Partnersuche einen tollen Aufwand. Statt leicht die daneben sitzende kleine rote weibliche BlĂŒte anzufliegen machen sie sich auf weite Wege um eine reife Narbe zu finden. Oft landen sie dabei in den Nasen, den Augen empfindlicher Menschen, die fĂŒr die Eskapaden der kleinen Pollen nun gar kein VerstĂ€ndnis aufbringen. Mit den ersten blauen LeberblĂŒmchen, blĂŒhenden MĂ€rzbechern und Schneeglöckchen, einem frĂŒh erwachten Zitronenfalter, verabschiedet sich der Februar vom Winter. Beginnt die Phase des VorfrĂŒhlings.

12 Erbleichende Kuchenflechte

13 Vogelzug

14 Zitterpappel

15 Bingelkraut

16 Zitronenfalter

17 das erste LeberblĂŒmchen.

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