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2 Larinus planus an Flockenblume

3 Sicus ferragineus / Breitstirnblasenkopffiege

4 auf der H├Âhe der Liebe

5 Skabiosen-Flockenblume

6 Esparsette mit Rapswei├čling

7 Esparsettenwiese am Trockenhang

8 Rotbuche mit Stammausschl├Ągen

9 Weidenbohrer am Abend

10 auf der Tischdecke

11 Bienen-Ragwurz am Wiesenrain

Seite 2 

1 Ver├Ąnderliche Krabbenspinne

Es ist zwar nur eine Bl├╝te der Wiesen-Witwenblume die schon her├╝ber winkt, doch der kleine Rapsk├Ąfer hat sie schon entdeckt. Er verbirgt sich in den aufbrechenden Knospen des kopfigen Kardenbl├╝tenstand. Die Wiesen-Witwenblume / Knautia arvensis ist eine der ersten der Kardengew├Ąchse die zu bl├╝hen beginnen. Etwas weiter bl├╝ht eine weitere, hier vergn├╝gt sich ein Paar der Gemeinen Breitstirnkopffliege in ihrem Bl├╝tenk├Âpfchen. Statt einem Bett im Kornfeld haben sich die beiden Fliegen einen blumigen, luftigen Aussichtsplatz f├╝r ihr Liebesspiel aus gesucht. W├Ąhrend gleich nebenan ein P├Ąrchen des Larinus planes, ein R├╝sselk├Ąfer Paar (ohne deutschen Namen), sich hoch oben auf einer Knospe der Skabiosen-Flockenblume,  zwar auf ein Bl├╝tenbett verzichtet, lieber mit den fransigen H├╝llbl├Ąttern der Flockenblume vorlieb nimmt. Die m├╝ssen so einen Eindruck hinterlassen haben, dass sie von dem Weibchen gleich darauf als sicherer Platz f├╝r ihre abgelegten Eier genommen wird. Irgendwie m├╝ssen sie sich lieben die Skabiosen-Flockenblume und die Dickmaulr├╝ssler Larinus planus.
Auf dem Halbtrockenrasen haben sich die Esparsetten ausgebreitet, leuchten lockend mit ihren gestreiften rosa Bl├╝tentrauben. Ein Rapswei├čling hat sie schon gefunden, versucht den Nektar zu erreichen. Auch die Margerite / Leucanthemum vulgare hat ihre wei├čen Strahlenbl├╝ten schon ausgebreitet, ihre gelben Scheibenbl├╝ten ins Licht gestellt, wartet auf ihre Best├Ąuber. Auf diese hat eine Ver├Ąnderliche Krabbenspinne auch gewartet. Aus ihrer Lauerstellung hat sie blitzschnell zugegriffen als eine Langhornmotte die die gelbe Mitte, der Scheibenbl├╝ten der Margerite, anfliegen wollte. Ehe die Langhornmotte wusste wie ihr geschah, war der Tod schon ├╝ber ihr, wurde sie von der Krabbenspinne ausgesaugt. Das Leben und das Sterben sind immer eng aneinander gekn├╝pft!
Freudig springt das Herz, als ich wider Erwarten eine Bienen-Ragwurz finde. Direkt am Geb├╝schs bl├╝ht sie etwas im Verborgenen. Ihr Standort war wohl f├╝r die Pflugschar unerreichbar, so ist sie am Leben geblieben. Ihrer fast drei├čig Kopf z├Ąhlenden Familienmitglieder in der Wiese, nun Bl├╝hstreifen, ist dieses Gl├╝ck nicht hold gewesen. Keine hat das Umpfl├╝gen ├╝berlebt. So liegt die Last des ├ťberlebens auf den wenigen Bl├╝ten einer Bienen-Ragwurz!  Hoffentlich versteckt sich noch irgendwo ein Partner, sonst muss sie zum Mittel der Selbstbefruchtung/Autogamie greifen. Darauf ist sie in ihrer langen Daseinsgeschichte aber schon vorbereitet.
Auf dem Bau der h├╝gelbauenden Ameisen in der N├Ąhe, herrscht reger Betrieb. Diese gro├čen schwarzroten Ameisen sind auch so ziemlich unter sich. Nur ein Ameisenh├╝gel weit und breit. Das Volk sonnt sich auf seinem H├╝gel. Nicht so wie menschliche Sonnenanbeter, die ruhig in der Sonne schmoren. Nein, sie  poltern alle wild durch- und ├╝bereinander. Hier bestimmt die Bewegung das Sonnenbad! Sie sind dabei ihren Bau zu reinigen, zu l├╝ften, mit der gespeicherten Sonnenw├Ąrme ihrer K├Ârper zu erw├Ąrmen. Das sind wenigstens meine Vorstellung von dem wilden Durcheinander das sie heute treiben. Auch ist es mir unm├Âglich in diesem Geschubse, dem hin und her Gekrabbel irgend eine Ordnung abzuleiten. Und doch muss es eine geben, die den Ameisenstaat zusammenh├Ąlt.
Eine der Rotbuchen tanzt aus der Reihe. Statt mit glattem silbernen Stamm in die H├Âhe zu streben, ist ihr Stamm mit unz├Ąhligen neuen Trieben bewachsen, die bei einer gewissen Gr├Â├če verharren und sp├Ąter absterben. Der Verursacher h├Ąlt sich mir leider verborgen.
Auf zwei n├Ąchtliche Flugk├╝nstler die den Butterberg besuchen m├Âchte ich noch hinweisen: Der Weidenbohrer / Cossus cossus, der mit der Buche nichts zu tun hat, mehr, wie sein Name sagt zur Weide tendiert, aber auch alte Laubw├Ąlder aufsucht, vielleicht sogar vom T├╝rkenbund angelockt wird und dem Haarb├╝schelspanner.
Der Haarb├╝schelspanner/ Eulithis prunata,  auch ein n├Ąchtlicher Flieger, ist hier unterwegs. Er fliegt gern auf Lichtquellen und l├Ąsst sich so gut beobachten. Die Witwenblume  und die Schlehe sind seine Lieblinge die er gern aufsucht.
So ist der Butterberg voll von ├ťberraschungen!

12 der "Bl├╝hstreifen"

13 der Haarb├╝schelspanner

14 T├╝rkenbund

15 der Wanzenj├Ąger: Die Grabwespe Atata

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