WillkommenWanderungenWanderstreckenGasth├ĄuserServiceKontakt

2 Linde - Denkmal - Kirche 2010

3 Stapelburger Linde

4 Kirche Stapelburg 2012

5 Linde und Denkmal 2012

6 Ruine Stapelburg 2012

7 Suderode - M├╝hlrad des Rittergutes

8 verfallende Br├╝cke im Gutspark

9 Teich im Gutspark 2015

10 im Oktober 2015

11 Filialkirche Suderode

12 Seerosen im Gutspark

13 Suderode Rittergut

14 pure Idylle.

Seite 3 ... Die Stimmecke 

Die Stimmecke auf dem Weg zur Ilse: 

1 Linde auf dem Burgberg Stapelburg 2010

Erst flie├čt die Stimmecke in Sachsen-Anhalt, dann ein St├╝ckchen in Niedersachsen, um bald darauf wieder nach Sachsen-Anhalt zu wechseln. Mal floss sie im magdeburgischen, halberst├Ądtischen, im hildesheimischen, im braunschweigischen, hannoverschen oder preu├čischen Lande.
Und wenn es auch nur knappe 15 km mit vier Ortschaften sind, die die Stimmecke pr├Ągte, ist der menschliche Zungenschlag von Siedlung zu Siedlung immer etwas anders und so kann man diesen wechselvollen kleinen Bach getrost mit dem weiblichen: "Die Stimmecke" ansprechen und nicht, wie das vielleicht ganz richtig ist, auf den m├Ąnnlichen Bach beziehend mit "Der Stimmecke" ansprechen. Denn so  wechselvolles Getue kann nur weiblich sein!

Als die Ecker ihr Tal, zwischen Kienberg und Woldsberg verlie├č, teilte sie sich in mehrere Arme.
Der ├Âstlichste  M├Ąanderarm der Ecker, floss in  das kleine Rinnsal der Stimmecke, die vom Nordhang des Kienbergs herunter pl├Ątschert, jedoch oft trocken f├Ąllt. So  hatte nun  die Stimmecke immer Wasser, das auch intensiv von den sp├Ąteren Anliegern genutzt wurde. Als dann durch irgend einen Umstand der ├Âstliche Eckerarm trocken fiel, die Stimmecke nur noch machmal pl├Ątscherte, wurde k├╝nstlich nach geholfen. Und so flie├čt bis heute ein k├╝nstlicher Abschlag von der Ecker in das nat├╝rliche Bachbett der Stimmecke. Ca. 15 km weiter im Norden und ca.150 H├Âhenmeter tiefer, m├╝ndet sie, nachdem sie Stapelburg, Wennerode, Suderode und Rimbeck hinter sich gelassen hat  in die  Ilse.
Tief eingeschnitten zwischen Erdw├Ąllen flie├čt die Stimmecke wenn sie die alte Bahntrasse Bad Harzburg - Ilsenburg unterquert hat, auf Stapelburg zu. Bald pl├Ątschert sie neben der Stra├če am Teichdamm dahin. Quert diesen, landet im M├╝hlenteich der um 1572 gebauten Wasserm├╝hle des Grafen von Bila. Sp├Ąter, viel sp├Ąter ├╝bernahm der M├╝ller Bindseits die M├╝hle, baute sie als Getreide-, ├ľlm├╝hle aus. Nach 100 Jahren in Familienbesitz der Bindseits, beendete der Schwiegersohn Herr Joseph Lietz im Februar 1986 diese ├ära.  Zu unwirtschaftlich geworden machte die M├╝hle dicht. Da n├╝tzte auch die Lieferung von Strom ab 1953 an die Gemeinde nichts. Es sollen als Gegenleistung nur ein paar Ferkel gewesen sein, die Herr Lietz von der Gemeinde daf├╝r bekam. So steht das 6,30 Meter gro├če Wasserrad, welches mit dem Wasser des M├╝hlteiches bei  einer
8,25 m Fallh├Âhe betrieben wurde, still. Der M├╝hlenteich, seiner Funktion beraubt, verlandet. Das M├╝hlengeb├Ąude leer, im Verfall.
Doch unbek├╝mmert flie├čt, neben der Wasserstra├če, die Stimmecke durch Stapelburg. Schwenkt bald nach Norden. L├Ąsst das Gut, seine verfallenden Geb├Ąude, die herrliche Kirche, die Ruine Stapelburg, so auch die sch├Ânste und gr├Â├čte Linde des ganzen Harzes neben dem Kriegerdenkmal auf dem Burgberg, rechts ihres Laufes liegen; rennt an der verschwundenen Gastst├Ątte zum "Kuckuck" vorbei, verschwendet keinen Blick hin├╝ber zur vergangenen Amtsm├╝hle, die ihre Dienste auch einmal forderte, krabbelt unter der B6n durch, schenkt sich Abbenrode,  str├Âmt lieber weiter nach Norden. Die neue Bahntrasse Vienenburg -Stapelburg, die ausschlie├člich neu gebaut wurde um die Roheisenbrammen aus der H├╝tte Szg, mit nur einer Lokomotive nach Ilsenburg, zum Walzwerk, ziehen zu  k├Ânnen wird genommen. Ebenso die Grenze nach Niedersachsen. Schon taucht Wennerode mit seinem Gut auf, bleibt rechts liegen. Problemlos wird die Br├╝cke der L510, Vienenburg -- L├╝ttgenrode, bei 147,5 H├Âhenmeter unterquert, um nun, einsam durch die Felder, Suderode zuzustreben. Wieder wird die Grenze zu Niedersachsen passiert. Die Stimmecke will Sachsen- Anhalt treu bleiben. Nicht lange dauert es, da wird der F├Âhrendsche Grundgraben von ihr aufgenommen. Mehrere kleine Gr├Ąben, von ihr abgezweigt, durchflie├čen das Gel├Ąnde, str├Âmen in die Teiche s├╝dlich der altem Ritterburg von Suderode . F├╝llen den Wassergraben der die Ritterburg umschlie├čt.. Auch hier, in Suderode, war sie dienlich. Versorgte eine M├╝hle, eine ├ľlm├╝hle. Die kleine, allerliebste und sehenswerte  Filialkirche der knapp 200 Einwohner, zeigt die Verbundenheit zu G├Âddeckenrode.  Eine wunderh├╝bsche Landschaft breitet sich um Suderode aus. Leider ist von der Euphorie der Nachwendezeit, Besucher in den Ort, den Rittergutspark zu locken, nicht viel ├╝bergeblieben. Die neuen Br├╝cken und Stege im Park sind schon wieder vergammelt, das renovierte Wasserrad verfallen. Doch der Reiz der feuchten Senke s├╝dlich von Suderode ist ungebrochen.
Die Stimmecke quengelt sich unter der K1338 W├╝lperode - L├╝ttgenrode hindurch, reist mit schnellem Lauf nach Norden, auf Rimbeck -- B├╝hne zu. Diese beiden Geschwisterorte haben nicht nur einen gemeinsamen Bahnhof an der ehem. Bahnstrecke B├Âr├čum - Wasserleben, sondern liegen auch gemeinsam auf einem hohen, ebenen Ufer vor der Ilse auf einer H├Âhe von 100,7 Meter. B├╝hne, sein Namen sagt das schon:-- B├╝hne, h├Âhere ebene Fl├Ąche --.
Westlich, gleich nebenan auf gleicher Ebene schmiegt sich Rimbeck an Stra├če und  Bach der fr├╝her "Rimbeke" oder Rimbeeke genannt wurde. Von der "Rimbeke" leitet Rimbeck, das kleine Dorf, mit Schmiede, Wirtshaus, Mahlm├╝hle und Kirche seinen Namen ab. Noch immer durchflie├čt der Bach, nun die Stimmecke, meist in Mauern gefasst das Dorf, um hinter dem Ort in die Ilse  zu m├╝nden.

15 Kirche Rimbeck

16 Kirche B├╝hne

17 Garten mit Grenzzaun

18 Kirche Rimbeck

19 M├╝hlgraben Rimbeck

20 M├╝hlgraben

21 dicke Ufermauer

22 h├Âlzerne Br├╝cken

23 M├╝ndung in die Ilse

So flie├čt also Eckerwasser ├╝ber die Stimmecke in die Ilse. Die teilt sich vor Hornburg in die <Kanal-Ilse> und die <M├╝hlen-Ilse>, die Hornburg einen besonderen Flair schenkt. Gemeinsam m├╝nden sie bei B├Âr├čum in die Oker. So kommen die Wassertropfen der Ecker, die sich vor Stapelburg trennten, hier bei B├Âr├čum wieder zusammen. Und wenn man still ist und ihnen lauscht, h├Ârt man was sie sich f├╝r eine Menge ├╝ber ihre getrennten Wege zu erz├Ąhlen haben.   

Otto Pake