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2 Gartenrose

3 Helianthus multiflorus

4 Hosta / Funkie mit Krabbenspinne

5 mit Schwebfliege

6 Allium oleraceum

7 der Kohllauch

8 Ononis repens / Kriechender Hauhechel

9 Schachbrett auf Witwenblume

10 Jakobs-Greiskraut

11 Flockenblume mit Schwebfliege

12 neues leben im

13 "Bühstreifen"

14 Borretsch

15 Phacelia

16 Fruchtstand der Bienenragwurz

17 Gemeiner Hornklee

Hochsommer am Butterberg .. Bad Harzburg. Juli 2019 

1 Hypericum calicinum / Johanniskraut

2020.02.14.

Sommer bedeutet Licht, Wärme, Freude. So beginnt auch in unserem Garten der Juli. Auf der Terrasse bringt sich das Große Johanniskraut / Hypericum calicinum mit seiner filigranen großen gelben Blüte in Stellung, die Rosen, in weiß und rot, drängeln sich dazwischen. Die Staudensonnenblumen / Helianthus multiflorus beginnen ihre gelben, flachen Blüten zu präsentieren. Schwebfliegen stehen im Schwirrflug vor ihnen, setzen sich auf ihre kleinen, auf dem Blütenboden dicht zusammen gefassten kleinen Röhrenblüten, tun sich gut am Pollen und Nektar? Oder suchen die Jäger der Lüfte nach anderer Beute, nach anderem Glück? Schweben davon, verharren im Stehflug vor der nächsten Blüte.
Auch die Funkien / Hosta bieten ihre Blütenstiele mit ihren einseitswendigen glockenförmigen weißen Blüten den Bestäubern an. Auch Schwebfliegen werden davon angelockt. Doch hier lauert in Form einer weißen, veränderlichen Krabbenspinne ihr Tod. Blitzschnell greifen die Fangbeine der Krabbenspinne zu. Ein Biss, ein Saugen und von dem kühnen Flieger bleibt nur eine flatternde Hülle im Wind. Die Idylle des Sommers ist oft sehr einseitig, tendiert zum Recht des Listigeren, des Stärkeren. Eine Gefühlsduselei ist hier im natürlichen Kampf von Leben oder Sterben völlig unbekannt, auch widersinnig. Doch: "Der Sommer ist schön"! Für die Überlebenden im Besonderen.
Die Nesselblättrige Glockenblume / Campanula trachelium überrascht mit einem Farbwechsel von weiß nach blau. Sonst ist blau ihre Hauptfarbe und nur wenige weiße Exemplare lassen sich blicken. In diesem Jahr sind ihre ersten Blüten am Stängel von blauer Farbe, die weiteren wechseln bedingungslos zu weiß. Warum, wieso, das wissen sie nur selbst!
Der Kohllauch / Aliium oleraceum im Schatten der Bäume steht kurz vor der Blüte. Schön sind seine grün-gestreiften Knospen mit der langen, gebogenen Zipfelmütze anzusehen. Dicht bei dicht, wie kleine Gruppen von schlanken Zwergen begleiten sie den Wanderer. Doch nicht lange dauert es, dann reißt ihre Knospenhülle, treibt ein paar wenige grünlich weiß oder ins rot übergehende lang gestielte Blüten. Doch die Hauptvermehrung des Kohllauchs übernehmen die   grün-violetten Brutzwiebel ihrer Scheindolde. Ein kleines leckeres Lauchmahl bietet sich dem Wanderer im Vorübergehen.
Im Halbtrockenrasen bei der Eleonorens Höhe öffnet der dornlose Kriechende Hauhechel / Ononis repens seine rosa Blüten. Hier heißt es aufpassen, den daneben steht mit kräftigen Dornen versehen, der Dornige Hauhechel / Ononis spinosa, so dass es auch zu Bastarden zwischen den beiden kommen kann.
Rar macht sich leider  dies Jahr das Schachbrett / Melanargia galathea, der schwarzweiße Gaukler der sonst die Butterbergwiese beherrschte. Nur ein einziges Exemplar flattert, setzt sich auf die blaue Blüte der Witwenblume. Dieser Falter alter trockener Wiesen ist vielleicht der einzige übrig gebliebene seiner Art, der dem Umdrehen seiner Jugendstube, der Grasbulben der Wiese, durch den Pflug entkommen ist. Trauert auch er, wie ich, seinen lebhaften Brüdern und Schwestern die sonst im Sommer der Wiese ihre  Leichtigkeit gaben, nach? Vermisst auch er seine Verwandten wie Bläulinge, Aurorafalter und anderer Weißlinge? Er schweigt und sucht Futter.
Dem Senecio jacobea, dem Jakobs-Greiskraut, das auf der ehemaligen Butterbergwiese in immer größeren Stückzahlen auftauchte, ist bis auf wenige Ausnahmen verschwunden, blüht nur noch vereinzelt am Heckenrain. Freude daran haben vorwiegend die gelben, schwarzweiß gestreiften  Schwebfliegen der Gattung Episyrphus balteatus  die das Greiskraut regelrecht umschwärmen. Da bleibt die Skabiosen Flockenblume daneben nicht ausgeschlossen. Bei ihr versucht sich die etwas größere dunkle, schwarzweiß gesteifte Schwebfliege Scaeva pyrasti, einen deutschen Namen gibt es nicht, mit der Jagd auf junge Blattläuse und deren Larven.  Es ist schon etwas los bei den hierher gehörenden, einheimischen Pflanzen des Butterbergs.
Bei dem etwas schütter aufgelaufenen Blühstreifen, der Boden zeigt noch viel von seiner braunen Krume, haben die Sonnenblumen ihre Dominanz etwas eingebüßt. Der Weiße Senf / Sinapis alba hat sie überwachsen, blüht schon in hellgelb. Dazwischen, etwas niedriger, die "Bienenweide" Phacelia tanacetifolia mit ihren hübschen blauen Federbüschel-Blüten gibt der Blühstreifen sein erstes Angebot an die Insekten. Auch der Borretsch versucht mit dem Erblühen mit zu halten. Schafft es nicht ganz sich so toll zur Schau zu stellen. Seine hübschen blauen Blüten wendet er dem Boden zu. Er ist bestimmt auf andere Besucher aus.
Die immer wiederkehrende Breitblättrige Platterbse / Lathyrus latifolius hat sich vom Umpflügen gut erholt, breitet sich im Gewirr der "Neuen" stark aus, versucht den Senf, die Phacelia, die Sonnenblumen, den Borretsch unter ihren Blatt- und Blütenranken zu begraben. Nur die Sonnenblumen trotzen ihr. Was aber allen fehlt ist der Insektenbesuch. Nichts von ihrem Schwirren, Summen, Flattern zu entdecken. Ein Fruchtstand einer Bienen-Ragwurz / Ophrys apifera am Heckenrain, lässt das Herz höher schlagen, nicht alle hat der Pflug vernichtet.

weiter zu

18 Weißer Senf

19 Spitzwegerich

20 Daucus carota / Wilde Möhre

21 Mittlerer Zickzack-Klee

22 zerschlagen vom

23 Hagel

24 auch der Riesen-Bovist

25 der Koriander im Blühstreifen

26 der Wundklee, ein Ãœberlebender

27 der Buchweizen, ein Neubürger