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2 T├╝rkenbund -

3 Lilium martagon

4 der B├Ąrlauch zieht ein

5 Crepis tectorum / Dach-Pippau

6 Savoyer Habichtskraut

7 die Saat geht auf

8 am Sch├╝tzenhaus

9 B├╝ndheim - G├Âttingerode

10 die Witwenblume

11 dem Pflug getrotzt, die Glockenblume

Fr├╝hsommer am Butterberg... in Bad Harzburg. Juni 2019 

1Gro├čer - Ehrenpreis

2020.02.12.

Durch einen Tunnel gr├╝ner Bl├Ątter f├╝hrt jetzt im Juni der Kammweg des Butterbergs. Der Blick in die Ferne f├Ąngt sich im Blattwerk der Laubb├Ąume, gleitet ├╝ber den Boden, bleibt in der N├Ąhe h├Ąngen.
Jetzt ist die Zeit der T├╝rkenbund-Lilien gekommen. Trotzt ihrer hohen Erscheinung verstecken sie sich ein wenig indem sie ihre attraktiven braunroten Bl├╝ten der Erde zuwenden, nicht wie ├╝blich wie bei anderen bl├╝henden Pflanzen, in die Sonne blicken. Damit h├Ątten sie es auch nicht leicht, denn die Sonne tut sich nun schwer das Bl├Ątterdach zu durchdringen. So bl├╝hen sie im diffusen Restlicht unter dem fast geschlossenen gr├╝nen Dach. Bis es soweit kommt haben sie noch manche Gefahr zu ├╝berstehen. Da gibt es einmal die Lilienh├Ąhnchen, die mit besonderer Vorliebe an ihren Bl├Ąttern fressen. Dieser kleine rote K├Ąfer nagt Kerben, runde L├Âcher in die Lilienbl├Ątter, nagt teilweise die Bl├╝tenst├Ąnde ab. Bei starkem Befall geht sogar das ganze Lilienblattwerk durch seinen Darm, so das nur noch der nackte St├Ąngel mit den Knospen ├╝berbleibt. Wird das Lilienh├Ąhnchen bei seiner Fressorgie gest├Ârt, poltert er, wie schon verstorben, zur Erde, legt sich auf den roten R├╝cken, zeigt dadurch seine schwarze Unterseite und verschwindet so aus den Augen seiner Feinde. Seine Larven, die durch den Verzehr der Lilienbl├Ątter gro├č werden, kennen noch nicht das "Todstellen". Sie sch├╝tzen sich vor Fressfeinden indem sie ihr Verdautes auf dem R├╝cken tragen. Das Hinsehen ist schon ekelig, vom "gefressen werden" mitsamt dem Haufen auf dem  R├╝cken ganz zu schweigen! Vielleicht schnappt versehentlich einmal ein Reh zu, denn die lieben die Knospen des T├╝rkenbund, vernaschen sie sozusagen als Nachtisch. Trotzt dieser Gefahren kommen doch immer welche von ihnen zur Bl├╝te. Die mit n├Ąchtlichem Duft daf├╝r sorgen, dass Nachtfalter sie finden und best├Ąuben. Das zeigen, sp├Ąter im Jahr, die auf ihren trockenen St├Ąngeln aufgerichteten braunen dreiteiligen Samenkapseln an.  Vom Winterwind, werden diese in ein kurzes, abgehacktes  Sch├╝tteln gebracht. So verstreuen sie ihre, wie die Bl├Ątter eines Buches geschichteten, aufeinander liegenden flachen Samen.Bis zu zehn Jahre dauert es dann, bis vielleicht zwei, drei von ihnen zu bl├╝henden Pflanzen heranwachsen sind, selbst ihre Saat verstreuen k├Ânnen.
Das wenige Licht unter den B├Ąumen ist f├╝r den B├Ąrlauch das Zeichen sich in seine Zwiebel zur├╝ck zu ziehen. Schnell wechseln seine Bl├Ątter ins Gelbe. Glatt k├Ânnte man glauben der Herbst h├Ąlt schon Einzug. Doch soweit ist es noch nicht. das Bingelkraut ├╝berw├Ąchst den angedeuteten Herbst, bleibt bei seinem Gr├╝n, zeigt den Sommer an.
Hellgelbe lange, in lockerer Dolde gestielte Bl├╝ten des Habichtskraut tauchen auf. Schwer sind sie zu bestimmen. Zu viel Arten bringen Irritationen in die Gedanken, die mich zu dem Doldigen Habichtskraut / Hieracium umbellatum f├╝hren.
Das viel sp├Ąter bl├╝hende, das Savoyer Habichtskraut / Hieracium sabaudum steht mit seinen dicht bebl├Ątterten Trieben schon oder noch, in Wartestellung.
Die umgebrochene Wiese, nun in einen Bl├╝hstreifen umgewidmet, zeigt erstes Gr├╝n. Sonnenblumen / Helianthus annus breiten ihre Bl├Ątter ├╝ber dem sonst noch kargen Gr├╝n seiner noch zu bestimmenden Begleiter aus. Ein paar wenige der einheimischen Stauden der Skabiosen-Flockenblumen sind dem Pflug entkommen, treiben aus, legen ihren Blattkranz ├╝ber den nackten Boden, schieben  Bl├╝tenst├Ąngel, die die sch├╝ttere Flor des "Gr├╝nstreifen" ├╝berragen. Auch die ausdauernden Wiesenblumen wie Wiesen-Knautie und Tauben-Skabiose  machen diesen Versuch, tun sich aber schwer. Nur am Saum zwischen Buschwerk und Wiese, dort wo der Pflug vorbeigegangen ist,  ist ihr ├ťberleben gesichert. Dort sind von den Genannten schon Bl├╝ten und Knospen zu finden.

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12 R├╝sselk├Ąfer mit Gelege

13 Ameisen beim Aufw├Ąrmen

14 sachte gr├╝nt der Bl├╝hstreifen