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2 Weberknecht (Weibchen)

3 Falllaub I'm Windschatten

4 gereffte Dausegel

5 Reif am Nordhang

6 Spitzahorn

7 Conyza canadensis / Kanadisches Berufskraut

8 Sturmschaden

9 bereit fĂŒr den Winter

10 Dunst ĂŒber den Bergen,

11 ĂŒber der Stadt.

Winter am Jahresende 2019.. Butterberg Bad Harzburg  

1 Silene linicola / Flachs-Leimkraut im "BlĂŒhsteifen"

Dezember
Jetzt schmĂŒcken sich die Rotbuchen nur noch vereinzelt mit ein wenig braunen Laub. Der Butterberg bietet gute Sicht zur Stadt, ins Land. Die sommerliche Sichtbarriere, das Laub, liegt vom Wind getrieben im Windschatten des Bergkamms, am sĂŒdlichen Rand des Weges. Die nördliche Seite des Weges ist blank gepustet. GrĂŒn ist nur noch der Efeu am Boden und die StĂ€mme die er mit seinen Ranken ĂŒberzogen hat. Die "Dausegel", die großen BlĂ€tter des Berg- und Spitzahorn, zwischen den braunen BlĂ€ttern der Buchen, den grĂŒnen des Efeus, sind "gerefft", Schlapp und verbogen liegen die goldenen Segler des Novembers am Boden. Leichter Nachtfrost ist durchgezogen. Die Sonne schafft es nicht den Nordhang von dem Reif der Nacht zu befreien.
UnerschĂŒtterlich dominieren noch immer die StĂ€ngel der Sonnenblumen den "BlĂŒhstreifen". UnerschĂŒtterlich auch das Kanadische Berufskraut / Conyza canadensis, das sich irgendwie in den BlĂŒhsteifen geschmuggelt hat. Es blĂŒht und fruchtet und tut so als wĂ€re es noch Sommer. Es stammt aus Amerika, wurde dort als Heil-und Zauberpflanze genutzt. Es wurde versucht kleine Kinder die viel schrieen vor den MĂ€chten des Unbekannten, vor dem Zauberern, vor dem "berufen" vom Bösen zu schĂŒtzen. Mit dem Berufskraut wurde dagegen angegangen. Das gab dem Kraut seinen Namen. Es wirkt auch gegen Durchfall und selbst vor Grippe soll sein Tee schĂŒtzen. Wenn das alles so ist, warum sollte es nicht auch den Coronavirus  in seine Schranken weisen können? Das Kanadische Berufskraut hat außerdem noch das Plus einer schnellen Vermehrung und Ausbreitung. UnzĂ€hlige Samen entlĂ€sst es in LĂŒfte und in der lockeren "Brache des BlĂŒhstreifens finden die kleinen Flieger beste Voraussetzungen um sich hier heimisch zu fĂŒhlen.
Noch immer versetzen, wenn die Sonne hervorlugt,  die trockenen, silbernen, schon lange verblĂŒhten StĂ€ngel des "Bienenfreund, der Phacelia tanacetifolia, etwas tiefer der abgestorbenen, noch immer aufrecht stehenden Sonnenblumen,  den Betrachter in den spĂ€tsommerlichen Flug der SpinnfĂ€den des Altweibersommers. Doch mit den sommerlichen Temperaturen ist es vorbei.
Wieder ist  ein Sturm ĂŒber den Butterberg gezogen. Diesmal hat es zwei, wie ich sie nenne, EfeubĂ€ume getroffen. Die alten von Efeu bewachsenen EschenstĂ€mme sind abgebrochen, umgeweht. Einer von ihnen versperrt den Weg. Es ist jedoch ein leichtes darĂŒber zu steigen. Doch wieder beseitigen unbekannte heimliche HeinzelmĂ€nnchen dieses neue Hindernis.
So sachte vergammeln die schon lange aufgegeben Lauben der SchrebergĂ€rten am Butterberg. Im Sommer verschwinden sie hinter der grĂŒnen BlĂ€tterwand. Jetzt fallen sie etwas, das Idyll störend, ins Auge. Jetzt stört der stehen gelassene RasenmĂ€her, die gelben und roten PlastikstĂŒhle die herrenlos umhergeistern, das umgepustete Lokus, das man jetzt aus der Sicht der Haufen betrachten kann. Vielleicht ist der Winter gnĂ€dig deckt das alles mit seiner weißen Decke zu.
Weit oben in einer alten Esche, hat der WaschbĂ€r noch immer sein Sommerquartier nicht verlassen. Er verbringt seinen Tag trĂ€umend in einer starken Astgabel. Dick hat er sich aufgeplustert, hat sein schwarzes Fell ĂŒber seinen Kopf gezogen. Weißlich schimmert sein Unterfell von oben herunter. Selbst lautes Rufen , in die HĂ€nde klatschen lĂ€sst er an sich vorbei rauschen. Nur einmal geht ein kurzes Zucken durch seinen zur Kugel geformten Körper. Sonst keine Bewegung im der Gabel der Esche.
Der  Abend des 30.Dezember verabschiedet sich mit einem Sonnenuntergang der Superlative! Von hellgelb zu blutrot fĂ€rbt die untergehende Sonne Wolken am  Himmel. Sie gibt noch einmal alles wovon sie uns in diesem Jahr soviel gegeben hat. Dieses mal spendiert sie uns zum Jahresausklang einmal ein Feuerwerk am Vorabend vor der Silvesternacht! Selbst die RabenkrĂ€hen sind beeindruckt, ziehen lautlos zu ihren SchlafplĂ€tzen.

Otto Pake

12 WaschbÀr bei der Tagesruhe

13 flammender

14 Tages-, Jahresausklang

15 ĂŒber Bad Harzburg

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