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2 Zum Gedenken

3 Kleines Gerinne

4 am Hang unter der Br├╝cke

5 im steinigen Bett.

6 Heinrich Heine zum Gedenken

7 Ilsetreppen

8 Wolkenschleier ├╝ber lebendigen und toten Fichten

9 an der Bremerh├╝tte

10 in Richtung "Stempelsbuche"

Eine Harzklubwanderung... Ilsetal 18.8.2019 

Bremer H├╝tte, Hermannsklippe, Scharfenstein, Kruzifix. 

1 Die Ilse

Die ganze Woche vorher sorgten die Wetterfr├Âsche f├╝r tr├╝be Stimmung. Wolken, Schauer, Gewitter und kr├Ąftige Windb├Âen sagten sie an. Doch nichts von alledem kam zu uns an die Radau, der Ecker, der Ilse. Am Sonntag sollte das Wetter dann mit kr├Ąftigem Dauerregen und Orkanen im Harz besonders extrem werden. Mir schwante nicht Gutes. Am Sonntagmorgen machte der Himmel auch so einen Eindruck wie vorher gesagt. Noch war es trocken. Ich hoffte meine Wanderer w├Ąren kl├╝ger als ich und blieben mit dem Hintern in der warmen, trockenen Stube hocken und lie├čen mich alleine durchs Ilsetal ziehen, was ich dann aber auch nicht machen w├╝rde. Doch es kam anders. Neun wettererprobte Wanderer warteten auf beim TEDi-Parkplatz auf ihre sonnt├Ągliche Freilanddusche. Mir blieb nichts ├╝ber als alle freundlich zu begr├╝├čen und uns zu w├╝nschen, dass die Prognose der bezahlen Wetterpropheten nicht wahr werden w├╝rde. Mit vier Fahrzeugen machten wir uns auf den Weg, denn zwei Wolfsburgerinnen und und ein Th├╝ringer P├Ąrchen, die mit von der Partie waren, wollten nun konsequent nicht ├╝ber Bad Harzburg zur├╝ck fahren. Kurze Diskussion wo wir in Ilsenburg parken. "Am Blockhauer, da kostest's nichts und bestimmt sind da noch vier Stellpl├Ątze frei, "mein Vorschlag". Ein fragendes Nicken reihum. So reisen wir den zu zehnt mit vier Autos nach Ilsenburg. Als wir in Eckertal die Ecker ├╝berqueren scherze ich ein wenig mit meinen Mitfahrenden: "├ľstlich der Ecker scheint immer die Sonne, auch wenn es noch so duster ├╝ber Bad Harzburg droht."
Wie es sein soll, blitzt beim Blockhauer, wo wir alle einen kostenfreien Parkplatz gefunden haben, die Sonne zwischen den Wolkenbergen hervor. Ein hoffnungsvolles Zeichen f├╝r den Tag. Ein wenig m├╝ssen wir uns noch gedulden bis die Wolfsburger die Schuhe gewechselt und eine von ihnen eine Scheibe Brot verdr├╝ckt hat. Dann k├Ânnen wir uns auf den Weg machen. Leider macht das die Sonne auch, sie verschwindet im Wolkengrau des Himmels. Wir wandern auf dem Heinrich Heine Wanderweg dem Brocken entgegen. Wechseln mal von der rechten Seite der Ilse ├╝ber eiserne Br├╝cken auf ihre Linke. Ab dem Zanthier-Platz liegt das ziemlich leere Bachbett  Ilse links unseres Weges. Statt einem brausendem Wasserrauschen ist nur ein verhaltenes Pl├Ątschern von ihr zu h├Âren. Als Ausgleich pr├Ąsentiert sie uns ihr gewaltiges granitenes mit wenigen kantigen Quarzitbl├Âcken dazwischen, wild geschm├╝cktes  Ger├Âllbett. Zum Erz├Ąhlen und Erkl├Ąren an was wir vorbei laufen komme ich nicht. Zu eifrig werden Gedanken untereinander, ├╝ber Andere ausgetauscht. Es herrscht ein auf und ab schwellendes Dauergeplapper!
Nur mit M├╝he gelingt es mir wenigsten auf  die vom Zunderschwamm durch- und ├╝berzogenen alten toten und sterbenden Buchen aufmerksam zu machen. Ein kurzes, schweigendes Zuh├Âren und dann geht nach: "Wann machen wir Pause", "bald", das liebliche Plapperges├Ąuse weiter. Zwischen dem unteren und den oberen Ilsef├Ąllen am Heine-Gedenkstein wird die erste Pause eingelegt. Ein sch├Âner Platz zum Essen und zum Trinken. Nur mit dem Gang zum "telefonieren" klappt das hier nicht. Total ungeeignet! Wie mir klar gemacht wird. Ich vertr├Âste auf die Bremer-H├╝tte, ein paar hundert Meter weiter, da ist Geb├╝sch mit heimlichen Verstecken! Ein Hinweis der  wenig Begeisterung hervor ruft. Jetzt, im Moment, w├Ąre es viel wichtiger angebrachter! An der Bremerh├╝tte hat der Hunger und Durst schon wieder ├╝ber den inneren Druck gesiegt. Erst wird getrunken und gegessen. Dann ├╝ber das Fichtensterben, die Trockenheit, den Borkenk├Ąfer, die Wiederbegr├╝nung des Waldes philosophiert. Erst beim Abmarsch gedenken die Damen ihres inneren Druckes. Oder ist dieses nur eine gewollte Verz├Âgerungstaktik zur Verl├Ąngerung der Erholungspause?
Es steigt bis zur "Stempelsbuche" noch einmal ganz ordentlich an. Nicht nur die "Langstielige Ahorn-Holzkeule" auf einem liegenden, toten, mit Moosen ├╝berzogenem Baumstamm begleiten uns beim Anstieg, sondern auch im jungem. dichten Fichtengr├╝n-Verstecken viele wei├če Tupfer von Papiertaschent├╝chern. Was darauf hinweist, dass das Gepl├Ątscher der Ilse bestimmte Bed├╝rfnisse f├Ârdert. Die von mir, unter den kleinen Fichten erwarteten, Maronen und Steinpilze, halten sich dagegen meinem suchenden Blicken verborgen. Sie brauchen bestimmt noch ein wenig mehr Wasser "unter die F├╝├če", bzw. zwischen ihr verborgenes unterirdisches Myzel. Erst dann treiben sie ihre ersehnten, wohlschmeckenden Fruchtk├Ârper ans Licht. Kommt der Regen, kommen auch sie. Hoffentlich! Eben zeigt sich nur der kleine liebliche wei├če Halbschmarotzer, der Augentrost am Wegesrand. Nichts f├╝r die Pfanne, nur zur Freude f├╝r's Auge, Sinn und Seele. Bald treffen wir auf den alten, breiten Fahrweg. Wie ein hellgraues Band zieht er sich, leicht ansteigend durch den Forst. Vor uns der nord├Âstliche Brockenhang, der mit dem hellen Braun seiner abgestorbenen Fichten, herunter winkt. Links neben unserem Weg, der Hermannschaussee, (zur "Stempelsbuche" ist es nicht mehr weit), stehen die etwa 30j├Ąhrige Fichten noch in ihren satten gr├╝nen Nadeln.


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11 Acker-Kratzdisteln

12 an der "Stempelsbuche".