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2 Rosenbogen

3 Fr├╝hlings-Teufelsauge/ Adonis vernalis

4 Hungerbl├╝mchen

5 ├ľlk├Ąfer / Maiwurm

6 Kirschpflaume

7 Lerchensporn

8 Butterbergwiese

9 Zypressen-Wolfsmilch

10 unser Halbtrockenrasen

11 Spitz-Ahorn

Harzklubwanderung.. Die letzte Winterwanderung 2018 / 2019 

1 Kleines Schloss Blankenburg

2019.03.31
Wie das mit den Winterwanderungen so ist. Sie sind zwar spontan, richten sich nach den Wetterbedingungen die am Wandertag vorherrschen. Doch gerade darin liegt ein Problem, das immer an mir nagt. Nicht nur eine Wanderung hei├čt es vorzubereiten, vorzulaufen, einzuplanen.  Die letzten M├Ąrztage lehnen sich an, an den wechselhaften April, bringen manchmal sommerlichen Sonnenschein doch oft auch mieses Wetter. So liegt mein Ziel in diesen Tagen, nicht in unseren Bergen des Harzes, die sich mit dem Fr├╝hlingserwachen noch schwer tun, sondern im Vorland so um die 200 - 300m H├Âhe. Dort findet man schon den hei├č erwarteten Fr├╝hling. Da finden wir schon etwas Bl├╝hendes was das Herz h├Âher schlagen und die Seele baumeln l├Ąsst. Also mache ich mich auf den Weg, auf meine Vorwanderungen, um dieses Fr├╝hlingsgl├╝ckserlebnis meinen Wanderg├Ąsten zeigen zu k├Ânnen.

Die erste Vorwanderung brachte mich nach Blankenburg. Vorbei am Schloss, durch den Schlosspark, am Kleinen Jordan entlang nach Cattenstedt. Dort ├╝ber den Kirchhof, durch das ├ľrtchen weiter entlang des Kleinen Jordan durch das Hasental. Hier sollte es schon bl├╝hen. Aber Fehlanzeige. Weiter ├╝ber den westlichen Sporn des Schulmeisterberg nach Timmenrode zum Hamburger Wappen, die noch kahle, windige Teufelsmauer zur├╝ck zum Auto in Blankenburg. Fazit: Bei sch├Ânem Wetter machbar, aber nicht befriedigend. Muss man nicht!

Die zweite Vorwanderung trieb mich zu den Harsleber Bergen, zum Steinholz mit seinem Warteturm. Hier bl├╝hen schon die Kirschpflaumen in wei├čer Pracht, krabbeln ├ľlk├Ąfer durch das Gras, recken unz├Ąhlige kleine wei├če Bl├╝ten auf kleiner Rosette sich ins Licht. Das Fr├╝hlings-Hungerbl├╝mchen / Erophila verna ist es. Eine Fl├Ąche unter den in Knospe stehenden alten S├╝├čkirschen steht voll von wei├č bl├╝hender Acker-Steinsame / Lithospermum arvense. Erste Wind- und Buschwindr├Âschen, Leberbl├╝mchen, am S├╝dhang treiben die Adonis, ├Âffnen im Sonnenschein ihre ersten gelben, gro├čen Bl├╝ten. Doch von der Pracht des vorgeschrittenen Fr├╝hlings ist das Alles noch weit entfernt. Fazit: Wenn die Sonne scheint geht es hier hin. Aber nur dann! Denn auch die ersten Sommerwanderungen sollen zu den Adonis gehen und dann ist die Adonis Pracht schon fortgeschrittener.

Und wo wandere ich an einem tr├╝ben, regnerischen Tag? Da bleibe ich in Bad Harzburg. Da bietet der Butterberg, das Heinische Bruch, so viel an fr├╝hen Geophyten, an vergangenen Sch├Ânheiten des Sommers, an Blatt und Bl├╝tentrieb von B├Ąumen und Str├Ąuchern.

Der 31. M├Ąrz macht es mir leicht. Es nieselt leicht, der Himmel liegt auf den Bergen, keine oder nur begrenzte Sicht ins Land. Da bleibt man mit dem Hintern an Ort und Stelle, also in Bad Harzburg. So mein Beschluss bei meinem Weg zum Treff.
Fr├╝h bin ich dran, als ich dort eintreffe. Nur eine Begleiterin reckt ihren Kopf aus ihrem Autofenster. Doch so nach und nach trudeln dann noch ein paar Unerschrockene und rechtzeitig Aufgestandene ein. Heute Nacht um Zwei wurde der Zeiger um eine Stunde vorgestellt. Von zwei auf drei Uhr. Da hapert es dann bei verschiedenen Damen und Herren mit dem Aufstehen. Soll ja eine der letzten Zeitumstellungen sein. Das zweimalige Umstellen der Uhr soll bald der Vergangenheit angeh├Âren. Immer bringen ein paar laute Menschen ihr Gez├Ąnk dar├╝ber zu Wort und ├╝ber die Presse unter die Leute. Nun hat die EU beschlossen dieses zu ├Ąndern. Doch noch wird gestritten ob nun die Sommer- oder die Winterzeit das sp├Ątere Sagen hat. Was auch immer dabei raus kommt: Zufriedenheit wird es nie geben. Ich trauere jetzt schon ein wenig ├╝ber das zweimalige Ritual des Zeigerdrehen nach. Mir hat es immer Spa├č gemacht gemacht an der Uhr zu drehen. Diese Erhabenheit ├╝ber die Zeit geht mir und allen Anderen nun verloren. Der kleine Gallier sagt das mit seinen Worten: Die spinnen. die R├Âmer! Die sind zwar Vergangenheit, doch das Spinnen ist geblieben, haben andere kleine K├Ąmpfer ├╝bernommen. Sorgen haben die Leute! Sorgen habe ich auch. Als ich meinen Plan ├╝ber den Butterberg zu wandern vortrage, wird gemeckert: "Schon wieder ├╝ber den Butterberg. Letzte Woche erst dort gewesen". "Ich kennen den aber gar nicht" vermeldet ein Gast aus Wolfenb├╝ttel". Es wurmt mich schon, gleich zu Anfang  Kritik aufgetischt zu bekommen.  Es bleibt beim Butterberg. Als Wanderf├╝hrer bin ich ja auch mindestens zwei Mal auf den gleichen Wege. Doch auch der gleiche Weg ist jedes mal anders. Es gibt immer etwas Neues zu sehen. Nur muss man seine Augen auch aufmachen, nicht nur schnabbelnd, plaudern durch die Gegend laufen, Das sage ich zwar nicht, doch so sind meine Gedanken. Es wird aber ganz lustig als wir hinter dem Bahnhof die Radau ├╝berqueren, die Schleusig hochsteigen, die Ebene vor dem Zauberberg queren, unter der Autobahnbr├╝cke durch, die Landstra├če nach Westerode queren, am Sonnenhof zum Butterberg hoch steigen.  Meine kleine Geschichte am Stein  "Eleonorens H├Âhe" wird nicht ganz ernst genommen. Doch werden M├Âglichkeiten geweckt, wie das passt mit der Namensgebung der Sophien- , der Eleonorens H├Âhe.
Unser Trockenrasen, seine Pflege hat unser Harzklub ├╝bernommen, wird zwar betrachtet, doch weil da immer noch keine Orchideen wachsen, als wertlos betrachtet. Dabei wachsen hier die einzigen Vorkommen von Berg-Klee, Dornigem Hauhechel, der D├╝rrwurz, dem Kreuzbl├╝mchen, der Esparsette / Onobrychis viclifolia des ganzen Butterberges. Zeigen kann ich die zwar noch nicht und was man nicht sieht, vielleicht auch nicht kennt, rutscht ├╝ber den verl├Ąngerten R├╝cken. Traurigkeit herrscht ├╝ber die aufgerissen s├╝dliche Butterbergwiese. "Anzeigen m├╝sste man den der so etwas macht! Kennst du den nicht? So eine Schweinerei! Da wird in allen Medien  ├╝ber das Insektensterben berichtet und hier liegen ihre Futterpflanzen auf der Nase.
 Unbegreiflich!" So, etwas abgemildert, die Kommentare ├╝ber die umgedrehten Grassoden.

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