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2 die Abbe

3 Ableitung der Abbe

4 Fahrspuren

5 am Quitschenberg

6 stilles Sterben der Fichten

7 schnelles Sterben der Fichten

8 Eckersprung

9 NP - Wanderschilder

10 Plattenweg zum

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1 alter Wurzelteller

 Nur ein paar wenige Randbäume sind dem Borkenkäfer, später der Säge, zum Opfer gefallen. Umherliegende Fichtenstämme des damaligen Sterbens sind von der Braunfäule, -Pilze haben die Zellulose aufgezehrt-, zu würfelartigen Klötzen zerfallen. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene finden Gefallen am zerbröseln der übrig geblieben kantigen Ligninklötzchen.
 Alte, vom vergangenen Regen blank gewaschene Wegsteine zeigen Fahrspuren vergangener Fuhrwerke. Auf der Höhe des Brockenfeldes ist beiderseits des Weges auch der Borkenkäfer eingezogen. Fichtennadeln bedecken den Boden. Das abfließende Regenwasser hat sie mitgenommen, zu kleinen Pfützen bildenden Staudämmen zusammen getragen. Jetzt da kein Wasser mehr fließt bilden sie wie trockengefallene Sinterterrassen eines Flusses, ähnlich der Korana in Kroatien, eine Treppe nach oben, zum Eckersprung. Der liegt auch verlassen vor uns. Niemand am Stempeln, kein Mensch im Pavillon. Ein neuer Wegweiser zeigt, wie man von hier nach Bad Harzburg, zur Eckertalsperre zum Scharfenstein kommen kann. Der alte Pfad der Zöllner, auf der niedersächsischen Seite, ist mit toten Hölzern zugeworfen. Steigt man hier ab, erlebt man, wie auf kürzestem Weg ein Gerinne zum Bach, ein Bach zum Fluss wird.

Steil geht es nun auf den Platten vergangener DDR-Zeiten hoch zum Goethebahnhof der Harzer Schmalspurbahn. Schneereste in den rechteckigen Plattenlöchern. Neben den Platten rinnt noch immer, bald wie ein kleines Bächlein, Regenwasser nach unten. Der "bunte Platz" der hier den NP schmückt ist wie ein Schlag aufs Auge. So eine scheiß Spielwiese kleiner Leute hat im NP nun überhaupt nichts zu suchen. Sie stellt das ganze Konzept, des Natur-Natur-sein lassen auf den Kopf! Dieser bunte Zirkus passt nicht, treibt uns weiter.
Gut eingepasst hat sich der neugestaltete Goetheweg. Felsbegrenzt, mit Stiefmutterkies geschottert begleitet er den Schienenstrang der Brockenbahn. Bietet, nach dem der Borkenkäfer für freie Sicht gesorgt hat und kein Nebel die Sicht verhüllt, auch schöne Ausblicke bis weit ins Land. Auch hier rinnt und sprudelt es, spült das fließende Wasser Rinnen in den Weg. Doch immer noch ist es von Oben trocken. Nur kurz muss der Schirm einmal geöffnet werden, doch nach dem der gerade nass geworden ist, ist schon wieder Schluss mit dem Tröpfeln.
Dort wo die Brockenbahn das Königsbergmoor durchschneidet, der Torfaushub zu Bergen neben dem Goetheweg angehäuft umher liegt, der "alte Weg" über den Königsberg, an den Hirschhörnern vorbei unseren Weg kreuzt, im Anstieg zum Brocken in der Waldwildnis verschwindet, da hören wir den Zug pfeifen. Ein Blick auf die Uhr bringt ein Erschrecken. Nur noch 32 Minuten bis zur Ansprache! Sputen müssen wir uns um der Rede unseres Harzklub-Hauptwanderwartes Karl Leyrer lauschen zu können. Die hellgrüne Ranke die am gegenüberliegenden vegetationslosen Torfdamm zu den Gleisen herunter klettert wird als Sprossender Bärlapp registriert, aber weil nun Tempo angesagt ist, nicht fotografiert. "Rennt man vor. Ich komme nach", vermeldet Rita. Das unterbleibt aber, vorerst. Kurz vor der Brockenstraße kommt mit donnerndem Getöse, schwarzem Rauch aus dem Schornstein, weißen Dampf oben am Schornstein und unten vor den Radsätzen ausblasend, der Zug angeschnauft. Schrilles Pfeifen übertönt noch den ganzen Lärm, als die Dampflock mit den roten Anhängern durch die Kurve zieht, im eigenem Qualm und Dampf, im Brockennebel wieder verschwindet. Eine Runde um die Brockenkuppe muss sie noch schnaufen, dann kurz vor 11:30 Uhr trifft sie am Brockenbahnhof ein.

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11 bunten Platz am Goethebahnhof

12 Goetheweg

13 am Schienenstrang der HSB

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