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1 alter Wurzelteller

 Nur ein paar wenige Randb√§ume sind dem Borkenk√§fer, sp√§ter der S√§ge, zum Opfer gefallen. Umherliegende Fichtenst√§mme des damaligen Sterbens sind von der Braunf√§ule, -Pilze haben die Zellulose aufgezehrt-, zu w√ľrfelartigen Kl√∂tzen zerfallen. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene finden Gefallen am zerbr√∂seln der √ľbrig geblieben kantigen Ligninkl√∂tzchen.
 Alte, vom vergangenen Regen blank gewaschene Wegsteine zeigen Fahrspuren vergangener Fuhrwerke. Auf der H√∂he des Brockenfeldes ist beiderseits des Weges auch der Borkenk√§fer eingezogen. Fichtennadeln bedecken den Boden. Das abflie√üende Regenwasser hat sie mitgenommen, zu kleinen Pf√ľtzen bildenden Staud√§mmen zusammen getragen. Jetzt da kein Wasser mehr flie√üt bilden sie wie trockengefallene Sinterterrassen eines Flusses, √§hnlich der Korana in Kroatien, eine Treppe nach oben, zum Eckersprung. Der liegt auch verlassen vor uns. Niemand am Stempeln, kein Mensch im Pavillon. Ein neuer Wegweiser zeigt, wie man von hier nach Bad Harzburg, zur Eckertalsperre zum Scharfenstein kommen kann. Der alte Pfad der Z√∂llner, auf der nieders√§chsischen Seite, ist mit toten H√∂lzern zugeworfen. Steigt man hier ab, erlebt man, wie auf k√ľrzestem Weg ein Gerinne zum Bach, ein Bach zum Fluss wird.

Steil geht es nun auf den Platten vergangener DDR-Zeiten hoch zum Goethebahnhof der Harzer Schmalspurbahn. Schneereste in den rechteckigen Plattenl√∂chern. Neben den Platten rinnt noch immer, bald wie ein kleines B√§chlein, Regenwasser nach unten. Der "bunte Platz" der hier den NP schm√ľckt ist wie ein Schlag aufs Auge. So eine schei√ü Spielwiese kleiner Leute hat im NP nun √ľberhaupt nichts zu suchen. Sie stellt das ganze Konzept, des Natur-Natur-sein lassen auf den Kopf! Dieser bunte Zirkus passt nicht, treibt uns weiter.
Gut eingepasst hat sich der neugestaltete Goetheweg. Felsbegrenzt, mit Stiefmutterkies geschottert begleitet er den Schienenstrang der Brockenbahn. Bietet, nach dem der Borkenk√§fer f√ľr freie Sicht gesorgt hat und kein Nebel die Sicht verh√ľllt, auch sch√∂ne Ausblicke bis weit ins Land. Auch hier rinnt und sprudelt es, sp√ľlt das flie√üende Wasser Rinnen in den Weg. Doch immer noch ist es von Oben trocken. Nur kurz muss der Schirm einmal ge√∂ffnet werden, doch nach dem der gerade nass geworden ist, ist schon wieder Schluss mit dem Tr√∂pfeln.
Dort wo die Brockenbahn das K√∂nigsbergmoor durchschneidet, der Torfaushub zu Bergen neben dem Goetheweg angeh√§uft umher liegt, der "alte Weg" √ľber den K√∂nigsberg, an den Hirschh√∂rnern vorbei unseren Weg kreuzt, im Anstieg zum Brocken in der Waldwildnis verschwindet, da h√∂ren wir den Zug pfeifen. Ein Blick auf die Uhr bringt ein Erschrecken. Nur noch 32 Minuten bis zur Ansprache! Sputen m√ľssen wir uns um der Rede unseres Harzklub-Hauptwanderwartes Karl Leyrer lauschen zu k√∂nnen. Die hellgr√ľne Ranke die am gegen√ľberliegenden vegetationslosen Torfdamm zu den Gleisen herunter klettert wird als Sprossender B√§rlapp registriert, aber weil nun Tempo angesagt ist, nicht fotografiert. "Rennt man vor. Ich komme nach", vermeldet Rita. Das unterbleibt aber, vorerst. Kurz vor der Brockenstra√üe kommt mit donnerndem Get√∂se, schwarzem Rauch aus dem Schornstein, wei√üen Dampf oben am Schornstein und unten vor den Rads√§tzen ausblasend, der Zug angeschnauft. Schrilles Pfeifen √ľbert√∂nt noch den ganzen L√§rm, als die Dampflock mit den roten Anh√§ngern durch die Kurve zieht, im eigenem Qualm und Dampf, im Brockennebel wieder verschwindet. Eine Runde um die Brockenkuppe muss sie noch schnaufen, dann kurz vor 11:30 Uhr trifft sie am Brockenbahnhof ein.

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11 bunten Platz am Goethebahnhof

12 Goetheweg

13 am Schienenstrang der HSB

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