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2 an Rotbuche

3 herbstlicher Spitzahorn

4 kleines erzÀhlen vom vergangen Sommer

5 Ziegen sĂŒdlich der Brunnenstube

6 RabenkrÀhen auf Futtersuche

7 Konkurrenten

8 am Wiesenhang

9 herbstlicher Spitzahorn

Am Ende eines langen Sommers. 

1 Schattenspiele

2018.10.20.

Gestern strahlte noch der Sonnenschein.Er brachte die QuecksilbersĂ€ule wieder auf 23 Grad C.. Mich noch einmal zu einem MittagsschlĂ€fchen in die HĂ€ngematte im Garten. Am Morgen steht das Thermometer auf 5 Grad, die Berge eingehĂŒllt in bewegungslose Nebelwolken. Erst gegen Mittag setzt sich die Sonne durch, löst sachte die Nebelwolken auf. Lockt mich auf zu einem Spaziergang ĂŒber den Butterberg. Hadere ein wenig mit Jacke oder Weste. Entscheide mich, trotzt der gerade einmal 6 Grad C. Außentemperatur, fĂŒr die Weste. Auf dem Kammweg des Butterbergs ist es aus mit der Windstille. Sanft, aber stetig zieht ein kalter Nordwind, mehr ein Nordhauch ĂŒber den Kamm. Nicht nur ĂŒber den Kamm, auch durch die Ärmel meiner Fließjacke. Mich fröstelt ein wenig und ich denke an die daheim gelassene Jacke mit den langen Ärmeln. Doch die Bewegung bringt WĂ€rme in die Glieder, das Lichtspiel der Sonne zwischen den BĂ€umen Ablenkung und so vergeht das Frösteln nach ein paar wenigen  Schritten. Das Schattenspiel  der schrĂ€g einfallenden Sonnenstrahlen mit den herbstfarbenen, vertrockneten LaubblĂ€ttern an den hellen, glatten BuchenstĂ€mmen nimmt mich gefangen. Immer neue Schattenvarianten zeigen sich. Mal wird der Blattschatten korrekt wieder geben, dann völlig in der LĂ€nge verzogen, manchmal im Windzug leicht wackelnd, dann wiederum schnell und unruhig umherflatternd als wĂŒrde der Blattstiel den Auftrag erhalten haben mir zuzuwinken. Immer wieder fliegt ein braunes, ein goldenes, ein rotes, ein grĂŒnes Blatt meist lautlos zur Erde. Mal raschelt und knackt es, wenn Bucheckern oder Eicheln losgelöst aus ihren FruchthĂŒlsen, ĂŒber Zweige und Äste springend einen Platz am Boden suchen. Unter meinen Stiefeln raschelt das trockene Laub. Fast schwerelos segelt ein noch grĂŒnes Eschenblatt vorbei, legt sich leise auf die hellbraune Schicht der BuchenblĂ€tter die den Waldboden bedecken. Die Eschen sind wie immer etwas wunderlich. Im FrĂŒhjahr kommen sie mit dem GrĂŒnwerden nicht zu Potte und jetzt weigern sie sich herbstliche Farben zu zeigen. GrasgrĂŒn lassen sie ihre BlĂ€tter fallen. Doch ihre SamenbĂŒschel an den Triebspitzen, die lassen sie noch nicht los. Damit warten sie noch auf den ersten Sturm der durch ihre Wipfel blĂ€st, ihre lang geflĂŒgelten FrĂŒchte durcheinander wirbelt, sie mitnimmt auf eine Reise ins Unbekannte. So Ă€hnlich macht es auch der Ahorn. Nur, dass der oft mit der Farbenpracht seiner BlĂ€tter, dem Herbst sein rot-buntes Bild verleiht. Auch er wartet auf den Herbstwind, der seine FrĂŒchte ins Kreiseln bringt, sie forttrĂ€gt von seinem Erzeuger um sie irgendwo neu zu keimen, starten zu lassen. 

Der Nordhang des Butterbergs wird wieder zunehmend von Weidetieren bewirtschaftet. Eingegatterte Schafe blöken. Eine Ziegenherde mit hellklingenden Schellen grast oberhalb der alten Wasserfassung von Westerode, drei Pferde suchen zwischen trockenen hohen GrĂ€sern ihr mageres Futter, sechs Esel klettern am steilen Hang des Ganterkopfs nach letzten Halmen. Ein im Mantel eingehĂŒllter Herr auf schwindsĂŒchtig knatterndem Quad mit angehĂ€ngten MĂ€her kreiselt am Hang entlang, sichelt die von den Eseln verschmĂ€hten GrĂ€ser ab. Ein Trupp RabenkrĂ€hen wartet in angemessener Entfernung auf das Abstellen des lĂ€rmenden Fahrzeugs, dem Ende der MĂ€haktion, sind bereit fĂŒr die sĂ€ttigende Nachsuche.

Eine starke Hainbuche stellt ihren unregelmĂ€ĂŸigen, verdrehten, spannrĂŒckigen Stamm in die Sonne. Gibt sich MĂŒhe das verbliebene Astloch eines abgestorbenen Astes zu ĂŒberwallen, es zu verschließen. Die "Liegende", ein rindenloser Ulmenstamm mit weiblichen Formen, hat der Efeu mit einer grĂŒnen Decke ĂŒberzogen, verhĂŒllt ihre BlĂ¶ĂŸen. Über verschlossene Wunden vergangener Zweige der Rotbuchen ziehen sich schwarze geschwungene Linien, Augenbrauen oder schwebenden Vögeln gleich, ĂŒber die Rinde. 

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11 Augenzwinkern

12 der Efeu und sein Schatten

13 Kammweg