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1 Lungenkraut

Die Randfurche des Rapsfeldes bringt uns aber auf den, von Hecken eingefassten Weg, über den Rücken des Pfaffenbergs.
Selbst der Fuchs der da im Gras neben der Furche hockt, suchend nach einer weiteren dicken Maus die Ohren spitzt, ist über unser Kommen überrascht. Spät nimmt er uns wahr. Ungläubig blickt er zu uns herüber. Ein Foto gelingt, dann verschwindet er im Gewirr der Gräser, der Büsche.
Dicke eingedrückte, trockene Treckerspuren auf dem Weg hoch zum Pfaffenberg. Schlehen blühen, abgeladener Schutt in Plastiksäcken verpackt darunter. Wer hier hinfährt, seinen Müll in die Gegend schmeißt, den kann man getrost schon als kriminell bezeichnen. Was muss der für eine Reise mit seinen Müllsäcken unternehmen. Nur ein Kopfschütteln bleibt uns. Höhe 216, der Platz der Himmelfahrer.  Tisch und Bank laden zur Rast. Feuerstelle, geschlagenes Holz, eine kleine Gedenkstätte der vergangenen Jahre. Gespickt mit je einem Nagel der dabei Gewesenen. Steigen ab nach Eilenstedt. Nicht ganz, nur bis zum ersten Querweg um dann wieder über die Höhe 213,8 zum Türgrundbach zu kommen. Unterwegs treffen wir wohl auf eine Gegengesellschaft der Himmelsfahrer. Nur ist dieser Platz ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Ein noch intakter runder Tisch im Kreis halb abgerissener Banksockel. Die Sitzflächen verschwunden. Eine Feuerstelle mit Holzvorrat daneben, ein Tonne mit Deckel mit einem Stein beschwert. Zwei Flaschen Cola werden im Wasser stehend in der Tonne gekühlt.
"Platz der Himmelfahrer vom Huy 1992" steht auf einer in einem Stein eingelassenen Messingscheibe. Eilenstedt das Dörfchen mit zwei Vereinen der besonderen Kameraden der Himmelfahrer!
Lange habe ich gebraucht um heraus zu bekommen welches Geheimnis die Himmelfahrer mit sich umher tragen. Sind es Ballonfahrer, Flugzeugführer oder irgend ein Verein der kultische Dinge oder sonstige Himmelsaspekte betreibt? Nichts von Alledem! Es ist, wenn ich mich so ausdrücken darf ein Verein der am Männertag, an Himmelfahrt auf Tour geht und da nichts Eingeschenktes stehen lässt! So einfach ist das! Im Tal des Türgrundbaches blüht es. Gelbe Windröschen, weiße Buschwindröschen, Lungenkraut, Märzveilchen, Aronstab, Waldmeister und Vielblütige Weißwurz in Knospe. Versteckt unter ihren eigenen Blättern blüht mit behaarter bräunlicher Blüte die Haselwurz. Grüne Lauchblätter in Horsten. Was für eine Art ist eben noch nicht zu bestimmen, da muss noch auf die Blüte gewartet werden. Schmeckt noch intensiver als der Bärlauch. Den finden wir hier aber nicht! Wilde Johannisbeeren blühen. Weiß herrscht vor, Geschlossene Flächen des Buschwindröschen bestimmen das Waldbild. Später begrünt der Girsch die Flächen neben dem Weg unter den Rotbuchen. Gerastet wird auf einer Wiese auf der Sprunghindernisse für Pferde aufgebaut sind. Ein Holzkasten wird zum Sitz. Guenther schält aus einer gelben Plastikschachtel seine Banane. Diese kurz danach auch. Was der Kerl mit sich umherschleppt! Die Bananenschachtel hätte ruhig Zuhause bleiben können. Unnötiges Geschleppe! Manche mögens schwer, andere heiß. Guenther beides. Er traut nicht den wärmenden Strahlen der Sonne die uns regelrecht ins Dampfen bringen! Erst als die Schweißtropfen von seiner Stirn rinnen, öffnet er seine Jacke! Durch die Felder führt unser Weg. Unterbrochen von alten blühenden Kirschhainen. Braune und weiße Rinder liegen wiederkäuend träge dazwischen umher. Betrachten uns stoisch. Kein Blinzeln der Augen, kein Schütteln ihrer hornbewehrten massigen Köpfe. Wenn sie etwas denken, dann bestimmt: "Was wollen diese beiden gaffenden Rucksackträger da jenseits unseres Zaunes. Wenn wir wollten, was würden die laufen"! Gut dass wir es sind, denen solche dummen Gedanken durchs Hirn geistern!

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7 Rote Heckenkirsche

8 auf dem Humberg

9 Frühlings-Adonisröschen