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1 Trockenrasen Flächen

Der Osterfeuerplatz auf dem Brandkopf. Abstieg ins Bremketal. Hoch durch die Wiesen um den Steinberg. Die Steinkirche, eine erweiterte Kluft mit Kanzel am Eingang. Geheimnisvoll und mystisch das Ganze. Auch jetzt noch wabert an diesem Ort die Luft voller nicht gesehener, nicht gehörter, nur gefühlter Geheimnisse. Schaut nicht die Mauerraute wie ein Hörgerät der Vergangenheit aus ihrer Vertiefung in der Felswand? Wispert nicht der Blasenfarn gleich nebenan geheime Botschaften in die Welt? Deutet nicht der grüne Blätterring am Boden der Steinkirche unterhalb des Fensters in der Kluftdecke auf die Anwesenheit Unsichtbarer? Es ist wahrscheinlich die Hitze die mir diese Gespenster sendet.
Die hohe Aussicht des Steinberges schenke ich mir heute. Zu grell strahlt der Zenit. Im Waldschatten des Schweinekopfs in großer Zahl "Weiße Waldvögelein". Verblühen so sachte. Hinter dem trockenen Eichelgraben, am Knickelberg entlang kommt der Turm des Großen Knollen in Sicht. Hoch zieht sich der Weg in Zickzack durch die Wiesen und Felder. Eine baumbestandene Hügelkuppe, der Papenberg kommt in Sicht. Ein Hünengrab? Hoch stehen die Gräser am und im Weg. Hier wird nicht viel langgelaufen. Die Blase drückt, doch will ich nicht stehenbleiben, will den bestimmt hier lauernden Zecken ihren Spaß, ihre Freude, mich anzuzapfen, auszusaugen vermasseln. Gepinkelt wird erst oben am Grabhügel. Der entpuppt sich leider als eingegrabener Wasserhochbehälter! Auch nicht ganz das Richtige zum Wasser ablassen! Finde aber ein Plätzchen am Wegrand neben einem Holunderstrauch mit direkter Verbindung zu Frau Holle. Die unten in der Tiefe das Wasser reinigt und es irgendwo als Trinkwasser wieder ans Licht kommen lässt! Eine Bank steht auch hier. Zeit zum Essen zum Trinken. Ein Biss in meinen Lautenberger Apfel bringt die Gedanken zurück auf das gestrige Grillstaek. Trocken, geschmacklos. Im hohen Bogen verschwindet er im Gewirr der Stengel des anblühenden Phaceliafeldes, dem Büschelschön oder auch Bienenfreund genannt. Umsonst bis hier umhergetragen! Vielleicht ein Eis in Herzberg? So wird mein Darm, mein Magen vertröstet. Das Barockschloss auf dem Hügel über der Stadt Herzberg kommt in Sicht. Der Marktplatz von Herzberg. Weit weg die Schirme einer Eisdiele. Statt einem Eis wird Wasser aus der Flasche getrunken. Eis macht nur durstig meldet mein Gehirn an den Magen. Der knurrt zurück. Soll er, muss erst einmal mit Wasser zufrieden sein. Schön ist Herzberg mit seinem Mühlgraben mitten durch die Stadt. Bin ganz begeistert. Lasse ihn nicht aus dem Blick, bleibe an seinen Ufern. Quere die Sieber unterhalb der Papierfabrik. Steige hoch zum Lonauer Wasserfall. Etwas dürftig seine stürzenden Wässer und obendrein fast schon hinter Blättern verborgen. Gleich hinter der Kreuzzug Richtung Lonau steigt der Karstweg hoch zum Krankenhaus. Ein großer Parkplatz. Nur wenige Autos parken hier. Kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Die reservierten Parkplätze für sechs Chefärzte und die Direktion sind alle leer. Die hohen Damen und Herrn sind im Wochenende. Die Arbeit ist delegiert auf niedrigere Chargen. Muss ja auch sein, aber etwas seltsam ist es schon dass die gesamte Leitung im Wochenende  ist. Vielleicht wird ja auch wo anders geparkt.
Der Nationalpark-Wandertreff am Wegrand. Niemand steht da rum, bin und bleibe mit meiner Seele allein. Nach rechts zweigt der "Seelenpfad" ab. Nicht die meine, die bleibt bei mir; wandert aussichtsreich weiter, quert Bahn und B243, kommt nach Aschenhütte.
Hier ist wieder einmal so eine von den vielen Schleifen, die den Karstweg auf Länge bringen, eingebaut. Die Kürze ich ab, laufe über das Grundstück des Gasthauses, gelange auf einen fast zugewucherten Weg, der auf meiner alten Harzklubwanderkarte eingezeichnet ist. Treffe wieder auf den Karstweg. Vielleicht 800m eingespart? Die K27, die B243 begleiten mich zur Rechten. Nicht sichtbar, aber unüberhörbar! Das Getöse nimmt noch zu, als kurz vor Düna, die Straßenseiten, die Bahngleise wieder gewechselt werden.
Fast höhengleich mit Bahn und Straße, in unmittelbarer Nähe führt mein Weg auf Osterode zu. Senkt sich ein wenig zu den Teufelslochwiesen. Einem sumpfigen Erdfallgebiet mit Naturschutzstatus. Ein Schild warnt das Gebiet bei Sturm zu betreten. Weißt auf toten Bäume, die einem aufs Haupt fallen könnten hin. Gut das der Wind nur leicht säuselt, ich gefahrlos das Naturschutzgebiet betrachten kann.

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