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1 nicht vergessen!

Nachdem der Stempel 202 ins Heftchen gedrückt ist folgen wir dem Auslauf des Teiches, einem kleinem Geplätscher das in die Mukarene mündet. Streuobst - Wiesen mit blühendem Löwenzahn eingestreut, dazwischen Gänseblümchen, Wiesenschaumkraut. Später neben der Straße in der sumpfigen Senke ein weiterer, anderer gelber Flor. Sumpfdotterblumen blühen da wo sie hingehören. Zwei, drei Kurven auf der Landstraße, schon stehen wir in Wieserode. "Über die "Scharfe Höhe" zum Gartenhaus oder über Pansfelde"? "Wenn das nicht zu weit ist"?
"Etwas weiter schon, schau auf die Karte". Rita schaut. Mit: "Das sage ich dir später", fällt die Entscheidung auf Pansfelde. Schön ist Weg und Landschaft. Ein Hühnervolk mit prächtigem, stolzen Gockel, ein Trabbi mit DDR-Kennzeichen am Wege. Freundlich grüßende Besitzer der beiden, steigen aber in ihren fahrbereiten, zugelassenen "geflügelten Pfeil", einem  VW-Ableger. Erfrorene Kirschblüten, grüngelbe Cypressen-Wolfsmilch vermengt mit gelben Blüten des Löwenzahn, den weißen Blüten der Großen Stern-Miere begleiten uns. Am Cluesberg der Stempel 205. Ein großer Bestand von der Grünen Nieswurz am Cluesberg weist auf eine alte Burganlage hin. Diese Nieswurz begleitet oft die alten Gemäuer. Ob als Heilpflanze oder nur zur Freude ihrer Bewohner einmal ausgepflanzt. Jetzt verwildert.
Mit ihren unscheinbaren grünen Blüten, den großen grünen fußförmigen Blättern und obendrein noch giftig, wird sie nur noch wenig oder gar nicht beachtet. Ein Römischer Feldherr war da besser drauf. Er vergiftete mit ihren zerstoßenen Trieben und Wurzeln, das Bächlein aus dem seine Gegner ihr Wasser schöpften. Am Tag darauf als unter den feindlichen Soldaten der "Große Dünnschiss" regierte, waren die leicht zu schlagen. Ein Hahnenfußgewächs mit Geschichte! Wir lassen sie wachsen, verlangen nicht nach ihrer Wirkung. Vor uns stürmt ein Wanderer davon. Mit weit ausgreifenden schnellen Schritten verschwindet er hinter dem Hügel aus unseren Blicken. Hat er die weißen Blüten des Körner-Steinbrechs gesehen, die Acker-Steinsame? Wir sehe ihn auf der Höhe durch die grünen Getreidefelder laufen. Wir lassen diesen Abzweig zum Gartenhaus liegen. Unser Ziel ist die Burg Falkenstein. In Pansfelde ein Vorgarten in Sommerfarben. Hinter dem Gelb des Frühlings-Fingerkraut blüht der niedrige Staudenpflox in weiß, rosa, roten Tönen. Selten in solcher Pracht gesehen. Der "Große Schwendeberg" bringt wieder Körner Steinbrech, Waldveilchen, Horste von knospenden Pechnelken.  Eine zugige Rastbank an der Waldgrenze. Schon beim verzehren unseres Apfels krabbelt der kalte Wind unter unsere Jacken. Schnell weiter. Noch einmal rechts, dann wieder links und eine Weile später kommen uns erste zurückkehrende Besucher der Burg Falkenstein entgegen. Dann taucht der Bergfried der Burg aus den Bäumen. Rita wird müde, schweigend meckert sie über den -weiten Weg-. Ich höre nichts, sehe das. Ins Tal der Selke wird abgestiegen. An der Wirtschaft "Zum Falken" wird vorbei gelaufen. Zur Rast am Nachmittag nicht geeignet. Zu kühl und schattig die Außenplätze. Wenn man nun denkt der Parkplatz, unser Auto taucht gleich auf, so täuscht man sich gewaltig. Weit zieht sich der Wanderweg an der Selke hinunter, bis endlich der der Stempel 207 am Mausoleum auftaucht. Die Brücke der Landstraße bringt uns auf die andere Seite der Selke. Selbst der Parkplatz zieht sich. "Riechst du den Osterschneeball"? "Ja". Drei,vier Büsche blühen in der Hecke zum vergangenen Schwimmbad. "Rita hier hast du den Autoschlüsse damit du von den Beinen kommst". Ich biege ab ins Gebüsch, pflücke fünf, sechs Blüten des Duftenden. Halte sie meiner Müden unter die Nase: "Ein duftender Gruß für dein Durchhalten". Rita lächelt.
"Schön war unser Weg, aber ein paar Kilometer zu weit für mich"!
Die Walpurgisnacht wird auf dem Sofa mit einer Flasche Sekt vor gefeiert. Den Wechsel vom April in den Mai erleben wir schlafend in unseren Betten.

11 der Körner-Steinbrech

12 das Wald-Veilchen

13 die Pechnelke in Knospe

14 Burg Falkenstein

15 auf stolzer Höhe

16 der Oster-Schneeball duftet

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