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2 die Kirschen hat der Frost geholt

3 Zypressenwolfsmilch

4 am Nonnenholz

5 Harzklub-Wanderschild mit Zusatz

6 die letzten Schlehen bl├╝hen

7 Gr├╝ne Nie├čwurz

8 der Cluesberg

9 In Pansfelde

10 bl├╝ht der Staudenpflox

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1 nicht vergessen!

Nachdem der Stempel 202 ins Heftchen gedr├╝ckt ist folgen wir dem Auslauf des Teiches, einem kleinem Gepl├Ątscher das in die Mukarene m├╝ndet. Streuobst - Wiesen mit bl├╝hendem L├Âwenzahn eingestreut, dazwischen G├Ąnsebl├╝mchen, Wiesenschaumkraut. Sp├Ąter neben der Stra├če in der sumpfigen Senke ein weiterer, anderer gelber Flor. Sumpfdotterblumen bl├╝hen da wo sie hingeh├Âren. Zwei, drei Kurven auf der Landstra├če, schon stehen wir in Wieserode. "├ťber die "Scharfe H├Âhe" zum Gartenhaus oder ├╝ber Pansfelde"? "Wenn das nicht zu weit ist"?
"Etwas weiter schon, schau auf die Karte". Rita schaut. Mit: "Das sage ich dir sp├Ąter", f├Ąllt die Entscheidung auf Pansfelde. Sch├Ân ist Weg und Landschaft. Ein H├╝hnervolk mit pr├Ąchtigem, stolzen Gockel, ein Trabbi mit DDR-Kennzeichen am Wege. Freundlich gr├╝├čende Besitzer der beiden, steigen aber in ihren fahrbereiten, zugelassenen "gefl├╝gelten Pfeil", einem  VW-Ableger. Erfrorene Kirschbl├╝ten, gr├╝ngelbe Cypressen-Wolfsmilch vermengt mit gelben Bl├╝ten des L├Âwenzahn, den wei├čen Bl├╝ten der Gro├čen Stern-Miere begleiten uns. Am Cluesberg der Stempel 205. Ein gro├čer Bestand von der Gr├╝nen Nieswurz am Cluesberg weist auf eine alte Burganlage hin. Diese Nieswurz begleitet oft die alten Gem├Ąuer. Ob als Heilpflanze oder nur zur Freude ihrer Bewohner einmal ausgepflanzt. Jetzt verwildert.
Mit ihren unscheinbaren gr├╝nen Bl├╝ten, den gro├čen gr├╝nen fu├čf├Ârmigen Bl├Ąttern und obendrein noch giftig, wird sie nur noch wenig oder gar nicht beachtet. Ein R├Âmischer Feldherr war da besser drauf. Er vergiftete mit ihren zersto├čenen Trieben und Wurzeln, das B├Ąchlein aus dem seine Gegner ihr Wasser sch├Âpften. Am Tag darauf als unter den feindlichen Soldaten der "Gro├če D├╝nnschiss" regierte, waren die leicht zu schlagen. Ein Hahnenfu├čgew├Ąchs mit Geschichte! Wir lassen sie wachsen, verlangen nicht nach ihrer Wirkung. Vor uns st├╝rmt ein Wanderer davon. Mit weit ausgreifenden schnellen Schritten verschwindet er hinter dem H├╝gel aus unseren Blicken. Hat er die wei├čen Bl├╝ten des K├Ârner-Steinbrechs gesehen, die Acker-Steinsame? Wir sehe ihn auf der H├Âhe durch die gr├╝nen Getreidefelder laufen. Wir lassen diesen Abzweig zum Gartenhaus liegen. Unser Ziel ist die Burg Falkenstein. In Pansfelde ein Vorgarten in Sommerfarben. Hinter dem Gelb des Fr├╝hlings-Fingerkraut bl├╝ht der niedrige Staudenpflox in wei├č, rosa, roten T├Ânen. Selten in solcher Pracht gesehen. Der "Gro├če Schwendeberg" bringt wieder K├Ârner Steinbrech, Waldveilchen, Horste von knospenden Pechnelken.  Eine zugige Rastbank an der Waldgrenze. Schon beim verzehren unseres Apfels krabbelt der kalte Wind unter unsere Jacken. Schnell weiter. Noch einmal rechts, dann wieder links und eine Weile sp├Ąter kommen uns erste zur├╝ckkehrende Besucher der Burg Falkenstein entgegen. Dann taucht der Bergfried der Burg aus den B├Ąumen. Rita wird m├╝de, schweigend meckert sie ├╝ber den -weiten Weg-. Ich h├Âre nichts, sehe das. Ins Tal der Selke wird abgestiegen. An der Wirtschaft "Zum Falken" wird vorbei gelaufen. Zur Rast am Nachmittag nicht geeignet. Zu k├╝hl und schattig die Au├čenpl├Ątze. Wenn man nun denkt der Parkplatz, unser Auto taucht gleich auf, so t├Ąuscht man sich gewaltig. Weit zieht sich der Wanderweg an der Selke hinunter, bis endlich der der Stempel 207 am Mausoleum auftaucht. Die Br├╝cke der Landstra├če bringt uns auf die andere Seite der Selke. Selbst der Parkplatz zieht sich. "Riechst du den Osterschneeball"? "Ja". Drei,vier B├╝sche bl├╝hen in der Hecke zum vergangenen Schwimmbad. "Rita hier hast du den Autoschl├╝sse damit du von den Beinen kommst". Ich biege ab ins Geb├╝sch, pfl├╝cke f├╝nf, sechs Bl├╝ten des Duftenden. Halte sie meiner M├╝den unter die Nase: "Ein duftender Gru├č f├╝r dein Durchhalten". Rita l├Ąchelt.
"Sch├Ân war unser Weg, aber ein paar Kilometer zu weit f├╝r mich"!
Die Walpurgisnacht wird auf dem Sofa mit einer Flasche Sekt vor gefeiert. Den Wechsel vom April in den Mai erleben wir schlafend in unseren Betten.

11 der K├Ârner-Steinbrech

12 das Wald-Veilchen

13 die Pechnelke in Knospe

14 Burg Falkenstein

15 auf stolzer H├Âhe

16 der Oster-Schneeball duftet

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