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1 Gefleckte Taubnessel

Die engen, gepflasterten Stra├čen von Thales "Kloster-Viertel", ihre kleinen, teilweise schmucken H├Ąuschen strahlen Fr├╝hlingsfrieden. Ein zopftragendes kleines M├Ądchen w├Ąscht im Waschtrog die W├Ąsche des Hauses. H├Ąngt sie auf die, hinter ihr aufgespannte Leine zum Trocknen. Ein kleiner schwarzer Hund betrachtet wie wir das Idyll. Alles ist nicht wirklich. Ein emaillierter, an einem Zaun h├Ąngender alter grauwei├čer Eimer zeigt das Bild im braunem Aufdruck. Hinter dem Bretterzaun bl├╝hen rote Tulpen, ein gelber Fleck von Doronicum, der Gemswurz, Blaukissen. Ein kleines Gew├Ąchshaus im Hintergrund. Auf dem Fr├╝hbeetkasten eine vergessene blaue Hose. Nun nicht mehr gef├╝llt vom Hintern des Tr├Ągers, sondern mit Erde. Im Bund der Hose k├╝mmern Stiefm├╝tterchen, warten auf Wasser. Hinter der Klostermauer musste der alte Kastanienbaum seine Krone lassen. Bizarr die hochragenden zwei braunschwarzen ├╝brig gebliebenen ├äste des stolzen Baumes vor dem Klostergeb├Ąude. Ein paar ausgetriebene Kastanienbl├Ątter an einem der ├äste zeigt den ├ťberlebenswillen des Misshandelten. Wenige Schritte weiter ein Bronzebildnis vom Grafen Hessi. Dem Anf├╝hrer der Sachsen, die sich lange gegen Karl den Gro├čen, dem Verbreiter des Christentums zur Wehr setzten. Die Schlacht am Sassberg, Dr├╝beck, Darlingerode zeugt davon. Sp├Ąter sich mit seinen Mannen dem Gro├čen Karl beugte. Herrschaft und Glauben anerkannte, sein Gefolgsmann wurde. Sp├Ąter erbaute seine Tochter diese Anlage, das Kloster Wendhusen.  Die Bode in gr├╝n eingerahmtem Bett begleitet uns in die Stadt. Wir sind auf der Suche nach dem Bus der uns zur├╝ck nach Blankenburg bringen soll. Alles unklar und verworren mit den Haltestellen. Stra├čenbauarbeiten und Umleitungen aller Wege. Zum Bahnhof Thale sollen wir laufen, das ist f├╝r unser Fortkommen der sicherste Weg. Also machen wir uns auf zum Bahnhof. Der Weg zieht sich. Am Haltepunkt Steinbachstra├če der Hinweis auf den Bus. Eine neugestaltete Sitzgruppe l├Ądt zum Warten. Gegen├╝ber prunkt eine rote Backsteinvilla. Starke, verholzte Ranken des Blauregen mit seinen lila-blauen Bl├╝tentrauben  unterstreichen ihre gediegene Sch├Ânheit. ├ťber uns die von gelb ins rot ├╝bergehenden Kastanienbl├╝ten. Sie weisen den Hummel ihren Weg zum Nektar. Wenn der Bus kommt ist auch die Welt f├╝r uns in Ordnung.
Er kommt. Carpe diem -- Pfl├╝cke den Tag!
                    Otto Pake

8 Sachsenf├╝rst Hessi

9 Blauregen mit Villa

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