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Zum Wipperdurchbruch... am Tag des Wandern mit dem Harzklub. 

1 Auf dem Kohnstein

Kurzfristig wurde diese Wanderung noch in unser Wanderprogramm aufgenommen. Unser kleines Wanderheft war schon gedruckt, sodass dieser Termin darin keine Berücksichtigung finden konnte. Der Hinweis in der GZ musste reichen. So ergab es sich, dass nur sechs Wanderer sich beim Treff einfinden. So stehe ich nun da mit meinem Auto und der sechser Truppe die mit nach Seega, dort wo die Wipper durch die Hainleite fließt, fahren wollen. Sechs Personen und ich passen aber nicht in mein Auto. Was nun? Fahrgemeinschaft war angesagt, doch niemand bringt sein Auto mit. Alle wollen nur mitfahren! Zwei Teilnehmer möchten gleich wieder kehrt machen, auf die Wanderung verzichten. Ausgerechnet Jürgen und Helga, diesen beiden hatte ich die Mitnahme in meinem Auto aber fest zugesagt. Das geht also nicht mit dem Davonmachen. Palaver auf dem Parkplatz vorm Pfennigpfeifer! Tuscheln zwischen Helga und Jürgen. "Dann fahr ich halt auch", meldete sich schließlich, ein wenig verdrießlich der Jürgen. Mit Freude und Dankbarkeit übergieße ich ihn. Alle sind untergebracht, kommen mit zur Wipper.
Es sind von uns so an die 100 km bis dorthin. Im Vorhinein lege ich den Mitfahrer-Preis fest. Die 7? Deckelung des Fahrpreises wird aufgehoben, auf 12 ? pro Person im Auto angehoben. Jeder hat Verständnis für diese Maßnahme. So beginnt unsere Reise. Über den Harz nach Nordhausen, durch Sondershausen. Hier blinkert mich der hinterher fahrende Jürgen aggressiv an. Er musste pinkeln und sein Sprit ist auch bald alle. Fürs erstere fanden wir einen Platz, fürs zweite: Keine Tankstelle. "Wie weit reicht er den noch"? "Vielleicht so 30 km", die Antwort. "Ist nicht mehr so weit, hin kommen wir noch und wenn es dann tatsächlich zu Ende geht mit dem Sprit, werden wir eine Lösung finden". Mit diesem Trost von mir muss sich der unsicher gewordene Jürgen zufrieden geben. Wir kommen noch zum Parkplatz links vor der Wipperbrücke hinter Seega. Sind am Ziel, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung. Beim Hochsteigen auf den Muschelkalkrücken des Kohnsteins verliert sich Jürgens Unruhe wegen des leeren Tanks ein wenig. Ich vergesse es völlig. Die Pracht der Flora hier oben nimmt mich gefangen. Sanikel, Blaurote Steinsame, den Haselwurz mit seiner versteckten weinroten Blüte, das Bleiche Waldvögelein noch in Knospe schon beim Aufstieg. Oben vom Kohnstein der Blick auf die unten vorbei ziehende Wipper, der Hang im feinem grünem Kleide des Berg-Haarstrang (Peucedanum oreoselinum), überragt vom Blaugrünem Labkraut / Gallium glaucum), den blauen Scheinähren des Wiesen-Salbei (Salvia pratensis).

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