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Deutscher Wandertag in Sebnitz ... S├Ąchsische Schweiz 

20.06.2016 Montag 

Landesgartenschau

Nicht direkt von unserem Bad Harzburg reisen wir dorthin, nein ├╝ber
Bayreuth. Die Landesgartenschau lockt uns dorthin. Wir wollen erleben was das Land Bayern auf ihrer Gartenschau zu bieten hat. Als wir gegen Mittag dort ankommen werden wir vom "Bayrischen Himmel", wie es sich geh├Ârt, empfangen. Wei├č-blau strahlt der Himmel ├╝ber Bayreuth.
Nicht ganz so prall die Landesgartenschau. Das flattern der bunten Fahnen im Wind ist zwar nett anzusehen und h├╝bsch gestaltet, doch von einer Blumenpracht werden wir nicht ├╝berrascht. Es ist vielmehr ein Landschaftspark links und rechts des Roten Main entstanden, doch von dem Versprechen, was der Gel├Ąndeplan der Landesgartenschau Bayreuth ank├╝ndigt: "In Bayreuth bl├╝hen sie auf" ist bei uns nicht viel zu entdecken. Wir bl├╝hen nicht auf. Die erwartete Bl├╝tenpracht der Bepflanzung ist ├Ąu├čerst sch├╝tter. Lange nackte Wege mit wechselnder Randbepflanzung, oft in wei├č gehalten, lassen die reine Freude am anschauen der Bepflanzung nicht aufkommen. Obwohl die Dolden der Schlo├čblume (Orlaya grandiflora) beindruckend die Beete beherrschen. Es fehlt der Rausch der Farben die wir erwarteten. Einzelne H├Âhepunkte bieten Beete mit den Rosa Nachtkerzen (Oenothera speciosa), die Aussichten ├╝ber die renaturierten Auen des Roten Main.
Sch├Ân bepflanzt und kr├Ąftig am Bl├╝hen ist die Eingangsouvert├╝re am Eingang S├╝d. Der ist einer Landesgartenschau w├╝rdig. Der bringt Freude ins Herz des Betrachters. Ansonsten dienen die 18 Euro Eintritt wohl mehr dem Entstehen eines Erlebnisparks am Roten Main. Da k├Ânnen die Fahnen am Weg noch so laut knattern, sie bieten h├Âchstens den Abgesang auf die verkorksten Euro des Eintritts. Entt├Ąuscht verlassen wir Bayreuth.
Zwei Stunden Sp├Ąter steht unser Zelt in Weissenstadt am See im Fichtelgebirge auf dem Campingplatz der Fam. Werner H├╝ttel.
Vor vielen Jahren stand es schon einmal hier. Da wurde der Weissenst├Ądter See (1976) neu eingeweiht. Da wurde der Seeboden geflutet, die Eger neu aufgestaut. Der Zufall brachte es dass wir dabei sein konnten. Es war ein gro├čes Fest was da gefeiert wurde und wir hatten Gl├╝ck, dass unser Zelt noch einen kleinen Platz in einem kleinen Winkel fand. Heute steht es fast verloren auf der gro├čen Zeltwiese, muss sich die gro├če Wiese nur mit einem unbewohnten Wohnwagen und sp├Ąter, noch mit dem Zelt eines verliebten Motorradp├Ąrchen teilen.

Vorerst geht es aber zum Abendessen in die angeschlossene Kneipe mit seinem sch├Ânen Biergarten. Die Sonne scheint durch das Bl├Ątterdach der B├Ąume. Das Schattenspiel der Bl├Ątter verzaubert unsere Tischplatte, das jedoch schnell mit einem Bier vom Fass, bald danach von zwei Tellern mit "Schleie Mittel" dem Profanem weichen muss. Die Sonne trifft uns nicht mehr, verweigert uns ihre w├Ąrmenden Strahlen. Schnell sitzen wir wieder auf unserer Zeltwiese. W├Ąrmen uns  in ihren letzten Strahlen des Tages. Lassen den Tag an uns vor├╝ber ziehen. Das Urteil ├╝ber das missgl├╝ckte Bayreuth f├Ąllt nach den zwei Bieren, dem Obstler nach dem Verzehr der beiden Schleien nicht mehr ganz so krass aus.
Lange sitzen wir noch im vergehenden Tag am Zelt. Bewundern die "Eink├Âpfige Distel", die im leichtem Abendwind, schwingenden rotbraunen Bl├╝tenk├Âpfe des "Gro├čen Wiesenknopfs" auf der anliegendenWiese. Sp├Ąt erst ziehen wir uns die Jacken ├╝ber. Ein kleiner Abendspaziergang zur Stadt. Ein wunderbarer Abend am See von Wei├čenstadt, dem ein Rotwein-Schlummertrunk noch einen besonderen Glanz verleiht.