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Die Teufelsmauer von Warnstedt 

Harzklubwanderung am 2016.01.31. 

Teufelsmauer

Eine Wanderung mit ├ťberraschung war in der GZ angek├╝ndigt. Nun war der Wanderf├╝hrer nicht auf den Posten, musste von mir vertreten werden. Damit hatte ich kein Problem, mit der ├ťberraschung haperte es ein wenig und bei Nachfrage, was sich dahinter verbarg, war nun f├╝r mich die ├ťberraschung, n├Ąmlich nichts! Nur ein kleiner Geck unserer Pressewartin zur Steigerung der Neugier der Sonntagswanderer.
"Ach, du bist die ├ťberraschung" wurde ich gleich von einem der wartenden Wanderer beim Treff "Pfennigpfeiffer" angesprochen als ich da unvermutet auftauchte.
"Wo gehen wir hin" die n├Ąchste Frage. "Da brauchst du doch bei Otto ├╝berhaupt nicht nachfragen. Der wandert im Vorharz, fragt sich nur ob mit oder ohne Auto" der n├Ąchste Kommentar eines Wanderers.
"Stimmt. Was Du alles wei├čt, ich muss mich wundern". "Ich nicht" der Nachsatz des Erkenntnisreichen! "Ich m├Âchte Euch einen der ersten Fr├╝hjahrsbl├╝her an der Teufelsmauer zeigen. Der Felsen-Gelbstern bl├╝ht dort schon ist mir berichtet worden, den schauen wir uns an". "Ein Fr├╝hjahrsbl├╝her im Januar, das glaubst du wohl alleine". "Schon wieder hast Du recht. Wollen wir sehen ob es stimmt?" Die Neugier war geweckt, alle wollten den Felsen-Gelbstern (Gagea bohemica) betrachten. Da hatte ich doch f├╝r eine kleine ├ťberraschung gesorgt. Nun musste ich ihn nur noch finden, den nasewitzigen Gelbstern! "Sind wir zum Tennisspiel am Nachmittag zur├╝ck"? "Was f├╝r'n Tennisspiel"? "Um den Europameister"! "Ja sicher" beruhigte ich den Fan. Unsere drei Autos, wir waren 11 Wanderer, stellten wir am Ortsausgang von Warnstedt, dort wo der Feldweg hoch auf den H├╝gel der Teufelsmauer f├╝hrt, ab. Wieder bewahrheitete sich mein Ausspruch: --Ist es tr├╝be, oder regnet es in Bad Harzburg, scheint ├Âstlich der Ecker die Sonne!-- Fast wolkenloser Himmel, nur ein paar Schleierwolken ganz im Osten, hier der reinste Sonnenschein. Leichter, frischer Windzug auf der H├Âhe. Zu meiner ├ťberraschung kannten viele der Mitgekommenen nicht diesen Teil der Teufelsmauer. Das machte mich gl├╝cklich; denn den Harzklub-Wanderern aus Bad Harzburg ist so schnell nichts Unbekanntes im, um den Harz mehr zu bieten. Begeisterung ├╝ber die Felsbrocken die die Teufelsmauer formen. Papensteine, so nennt man die hinter-, aneinander gedr├╝ckten harten Sandsteine auf dem ersten H├╝gel in Richtung Osten. Und dort wo der H├╝gel sich neigt, da ist der Standort der Ber├╝hmten, der Gelben Sterne. "Bleibt auf dem Weg, haltet die Augen offen. Wenn, dann finden wir sie hier" stimme ich die Suche ein. "Hier ist nichts. Nicht Gelbes. Nur Grand und kurzes Gras" schallt es mir ins Ohr. "Hier schaut, hier schiebt sich einer ans Licht" melde ich. "So ein Winzling, das soll etwas Besonderes sein" der Spruch eines Betrachters. "Wenn Du den fotografierst dann denken die Leute bestimmt was f├╝r eine gro├če Bl├╝te das ist. Finden werden sie aber einen winzig kleines Bl├╝melein". "Niemand findet hier etwas" meldet der N├Ąchste. Doch dann: "Hier kommt noch eine Knospe". "Hier, hier auch". So geht es weiter. Es werden so knappe 20 Knospen, sich gerade ├Âffnende Bl├╝ten, die wir finden. Die erste Anspannung bei mir ist verschwunden. Die besonderen Fr├╝hjahrsbl├╝her entdeckt und betrachtet. Bei einigen der Betrachter sogar als das Besondere vermerkt. Auf dem n├Ąchsten H├╝gel, den Mittelsteinen, werden die Sandsteine h├Âher, imposanter. Von hier wird die gesamte L├Ąnge der Teufelsmauer ├╝bersehen. Mehr erahnen, kann man die Blankenburger, die Gegensteine bei Ballenstedt. Beginnt sie doch bei Blankenburg mit dem Gro├čvater-Felsen, endet in ihrem ersten Teil mit dem Hamburger-Wappen bei Timmenrode. Taucht ab.