WillkommenWanderungenWanderstreckenGasthäuserServiceKontakt

Seite 3 

Abmarsch

Es folgen die "Blauen" der Kapelle, dahinter mit rotkariertem Hemd und grüner Weste, grünem Hut die Questenmannschaft. Ein Schwarm Questenberger, ein paar Gäste bilden den Schluss. Zackig schalt die Musik herauf, verliert sich bald hinter unserer hohen Warte der Questenhöhe. Mit Macht füllt sich nun unsere Kuppe. Drei Zuwege führen hier hinauf. Schnell herrscht hier ein Gewimmel von Schaulustigen. Die Fressbude wird gestürmt, kann den Ansturm der Hungrigen, der Durstigen gar nicht so schnell stillen. Schlange vor der Getränketheke, vor dem qualmenden Grill, der Kuchenausgabe. Nicht ein jeder hat das Glück sein Eingekauftes auch an seinen Platz zu bringen. Manches Steak, mancher Röster landen auf dem steilen Anstieg im feinen Sand. Die Bierbecher brauchten eigentlich nur halbvoll eingeschenkt werden, denn nur so kommen sie bei dem durstigen Partner, dem Freunde an. Jeder sucht und findet einen Platz zum Essen zum Trinken. Die große Stärkung vor der Arbeit, dem Aufstellen der Questeneiche. Auch unser alter Herr aus Quedlinburg verzehrt Mitgebrachtes aus seinem Rucksack, winkt freundlich von seinem Platz zwischen den Heidesträuchern herüber. Auch die Musiker stärken sich, haben ihre Plätze unter dem Baldachin eingenommen. Nach Ende ihres Mahles, dem Gejaule des Einstimmens ihrer Instrumente, wird Musik gemacht. Der Hauptmann der Qustenmanschaft, erkenntlich an seinem federgeschmückten Hut, ruft seine Mannen hoch zur Kuppe und scheucht uns Zuschauer aus dem Gefahrenbereich des 12m hohen Questenbaums. Einweisung seiner Mannschaft mit leisen, bestimmenden Befehlen. Es ist 13 Uhr. Alles voller spannender Erwartung. Die Questenmannschaft in Bewegung. Stangen werden geschleppt. dort nieder gelegt wo sie bald gebraucht werden. Kontrollblick des Hauptmann ob alles seine Ordnung hat. Der Questenbaum liegt nicht richtig vor seiner Aufstellungsgrube. Die Mannschaft ordnet sich ein "Hebt an"  des Hauptmanns, der Questenbaum liegt zu seiner Zufriedenheit. Wieder werden Stangen geordnet. Die stabilen Kurzen kommen zuerst zum Einsatz. Die Längeren noch einmal bereit gelegt. Vier, fünf sehr kräftige Nägel werden unterhalb des angespitzten Endes, der Spitze des Eichbaum eingeschlagen. Zwei, vielleicht waren es auch drei, Halterungen mit je zwei eisernen Einsteckhülsen zu jeder Seite des Stammes befestigt. Dem wachen Blick des Questen-Hauptmanns entgeht kein noch so kleiner Fehler. Erst als alles stimmt ein letztes Einordnen seiner Mannschaft. "Seid ihr bereit" erschallt sein Ruf. Keine Antwort bedeutet: "Wir sind bereit". "Hebt an". Der Baum ruckelt ein wenig, der erste Gabelbaum hat seinen Platz gefunden. Der Hauptmann sichtet die Lage. ist zufrieden mit der ersten Aktion. "Bereit" ertönt es erneut. Keine Antwort. "Hebt an". Ganz sachte , fast unmerklich hebt sich der Stamm. Pause, begutachten der Aktion. Fingerzeige wo der nächste Gabelbaum platziert werden soll. "Bereit". "Halt". Etwas passt noch nicht, der richtige Standplatz für Gabelbaum und Questenmann noch nicht gefunden. Erneutes ruckeln mit dem Gabelbaum, Standortsuche für die Beine. "Bereit". Keine Antwort "Hebt an". Dieses Spiel wiederholt sich. Manchmal mit längeren Pausen dazwischen, auch die Stärksten brauchen mal ein Päuschen, eine Pause. Der Hauptmann immer wieder die Lage einschätzend, umkreist den aufsteigenden Questenbaum, ordnet seine Mannschaft, stellt, weist jedem im Gewirr von Männernbeinen und Gabelbäumen seinen Platz an. Manche Herren seiner Mannschaft sind mit Feuereifer bei der Sache, schleppen Gabelbäume und Stangen, fassen da und dort an. Andere stehen, die Hand, oder auch Beide  in die Hüfte gestemmt umher. Schauen, warten bis sie gesagt bekommen wo sie zupacken sollen. Viele schwitzen vor Einsatz und Anstrengung, wenige sind nur so mit dabei, glänzen mehr durch Ihre Anwesenheit, plauschen mit dem oder dem. Beim: "Bereit" des Hauptmanns sind alle wieder bei der Sache. Keine Antwort aus den Kehlen der Männer. "Hebt an" Der Questenbaum steigt sachte an, gewinnt an Höhe. Der angeschrägte Baumfuß neigt sich sachte seiner Grube zu. Eine starke Bohle, schräg in der Grube, ihm gegenüber sorgt dafür das er nicht über die Grube hinaus schießt, leitet den Stammfuß in seine Grube.

Weiter zu

Zurück