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Plothener Teiche / Himmelsteiche 

Goeltzschtalbrücke bei Mylau

2015.08.01.

Der Campingpark am Greifenbachstauweiher schläft noch. Nur wenige laufen schon, vielleicht auch noch, schlaftrunken durchs Gelände. An der Rezeption geben wir die Campingkarte, die wir gestern beim Bezahlen unserer Übernachtung bekommen haben wieder ab. Sind wieder auf der Straße, wieder unterwegs. Um halb Elf stehen wir unter der Goeltzschtalbrücke auf dem Parkplatz. Bewundern wieder einmal das Brückenbauwerk aus Ziegelsteinen. Seit 1851 steht es schon in seiner Schönheit aus roten Ziegelsteinen. Überquert als Eisenbahnviadukt die kleine Goeltzsch, die bald danach bei Greiz in die Elster mündet. Bratwurstdüfte vernebeln den Parkplatz, reizen unseren Gaumen. Doch es ist noch zu früh den Gelüsten nachzugeben. So bleibt uns nur der bewundernde Blick auf die Leistung der Erbauer dieser imposanten Eisenbahnbrücke die sich in den Bewuchs des Bachtals so harmonisch einfügt. Erfreuen uns an dem rosa blühenden Drüsigen Springkraut, der grünlichen Blüten der Kohlkratzdistel, den pyramidenförmigen roten  Fruchtrispen zwischen den grünen, langblättrigen Trieben des Rhus, des Scharlachsumach. Was für ein Farbenrausch muss im Herbst hier herrschen wenn sich seine Blätter über gelb zu rot färben!
Gegen Mittag haben wir das das Naturschutzgebiet Plothener Teiche erreicht. Die Teiche liegen in einer Hochfläche des Ostthüringer Schiefergebirges. Etwa 600 sind von den ehemaligen über 1500 Fischteichen noch übrig geblieben. Der Rest ist verschwunden, in Ackerland umgewandelt. Zum Herbst werden die verbliebenen Teiche noch immer abgefischt. Ein Fest für alle Teichwirte, für alle Gäste die sich einfinden, für die rastenden Zugvögel. Eine kleine Orientierungs-Rundfahrt über Neudeck, Dreba, Bucha, Schöndorf, Plothen. Macht nicht viel her die Rundfahrt mit dem Auto. Durchwandern ist hier angesagt um das Teichgebiet zu sehen, erleben zu können. Beim Camping-Plothener-Teiche Dreba finden wir einen schönen Platz für unser Zelt. Machen uns gleich auf den Weg das Teichgebiet auf einem ausgeschilderten Wanderweg (diagonaler Gelbstrich) zu erwandern. Erst geht es durch eine Wochenendhaussiedlung unter Kiefern und Fichten hindurch zum nördlichen Ufer des Hausteiches. Wenden uns, immer am Ufer entlang nach Osten. Lassen Wochenendsiedlung und Wald hinter uns, kommen in die Feldmark. Fast reifer Weizen wogt im warmen Sommerwind. Jugendgruppen toben um die Jugendherberge. Bald sind wir wieder allein. Der Wanderweg löst sich ein wenig vom Ufer. Schilfflächen bis zur Wasserfläche. Über den Damm der den Hausteich vom Speicher Plothen, auch Neuer Teich genannt, trennt kommen wir zum Teichhaus. Ein Pfahlhaus, vom Damm mit einem Steg verbunden, steht es im Hausteich. Ist jetzt als Vogelbeobachtung- und Informationsstelle ausgebaut. Heute aber geschlossen. Weiter geht es am Semmlergruppen Teich entlang. Stoßen auf die Straße Plothen - Dreba. Der "Gelbstrich" verläuft auf einem gemähten Wiesensteifen neben der Straße. Den Semmlergruppenteich zur Rechten, der Klemms Teich zur Linken. Zu sehen ist von beiden wenig. Gehölze, Schilfhalme versperren die Sicht. Wieder tauchen Wochenendhäuser auf. Rechts zweigt ein Weg mit einem verwitterten Wegzeichen ab. Lockt uns über die Straße. Klettern auf den Damm des Oberländer Teichs. Der ist trockengefallen, nur klägliche Wasserreste. Wasserdost und andere feuchtigkeitsliebende Pflanzen wachsen auf dem Teichgrund. Hummeln und Schmetterlinge, meist das Landkärtchen im Sommerkleid saugen den Nektar aus den Wasserdostblüten.

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