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1 drei Schwiegermütter

2 an den Quellen der Pader

3 die "Drei Hasen"

4 muss man suchen.

5 gärtnerische,

6 floristische Kunst

Text: Otto Pake
-----Bilder------
Wilhelm Diekmann / Otto Pake

Deutscher Wandertag 2015... 19.06.2015 Freitag 

Quellen

Paderborn betrachten ist angesagt. Ein Wanderfreund des Eggegebirgsvereins zeigt uns seine Heimat. Die Schönheiten der Stadt überraschen mich. Überall quillt Wasser aus dem Boden, kleine Bäche rinnen durch gepflegte Anlagen. Mehr als 200 Quellen sollen es sein die sich hinter der Strümpelschen Mühle zur Pader vereinen. Die, nach nur 4 km langem Lauf, hinter einem Wasserschloss der frühen Weserrenaissance, Schloss-Neuhaus, ihren Namen lassen muss. Die Pader ergießt sich in die meist wasserärmere Lippe. Soweit sind wir aber noch nicht, sondern sausen durch die Anlagen, die Gässchen der Stadt. Freuen uns über die Wäscherinnen an einem der Pader-Quellarme, den erhobenen Zeigefinger der Schwiegermutter. Herrlich gelungene Bronzefiguren mit aussagendem Hintergedanken. Stehen vor dem etwas verborgenem Drei-Hasen-Fenster, im Dombezirk. Und, und, und ? Am besten schaut man sich das selber an. Jeder wird  begeistert die Stadt loben. Die Pader lockt mich mit seinen Auen. Ein neugestalteter  Wanderweg, bringt Addi, Rita und mich zum Schloss Neuhaus. Nicht nur das lockt, sondern auch die Sonderausstellung der "Die Brueghel-Familie", die extra um ein paar Tage zum Deutschen Wandertag verlängert ist. Im Schlosspark tummeln sich Gärtner Floristen und sonstige werdende Künstler. Übers Wochenende, Samstag-Sonntag, findet ein Blumen- und Gartenfest statt. Hinter dem ganzen Gewusel finden wir doch tatsächlich, in der unscheinbaren, ehemaligen Reithalle des Schlosses, die versteckten Bilder der Breughel.  Wir haben Glück, keine Wartezeit zu den Bildern. Nur für eine begrenzten Besucherzahl werden die Ausstellungsräume geöffnet. Bei erreichen einer bestimmten Besuchermenge gilt: "Einer raus, einer rein". Ganz schön kräftig der Eintrittspreis zur Ausstellung. Addi in seiner Großzügigkeit übernimmt die Kosten. "Ich habe euch ja dazu angestiftet" seine Begründung. Gut das wir dem Rat der Ausstellungsleitenden gefolgt sind, unsere Jacken in der Garderobe abgegeben haben. Warm klimatisiert die Räume. Beim Anschauen der Bilder kommt man ins Schwitzen! Ist es die Raumtemperatur oder die Aussagekraft der Bilder die die Haut feucht werden lässt?
"Bauern, Blumen, Sündenfälle" von den Breughel. Bilder die man nicht mit dem Auge überfliegen kann. Betrachten muss man sie. Schnell vergeht die Zeit. Jeder von uns hat andere Betrachtungsschwerpunkte. Wir verlieren uns in den Räumen. Treffen uns aber am Ausgang wieder. Tumult im Eingangsbereich. Ein Besucher macht Rabatz, will für die kurze Zeit die ihm noch bleibt bis zum Schließen der Räume nicht den vollen Preis zahlen. "Kann ja gar nicht mehr alles betrachten. Da müssen sie mir preislich entgegen kommen". "Kommen sie morgen wieder, da können sie sich Zeit nehmen" Hart bleiben die Kartenverkäufer, kein Preisnachlass!
Der Linienbus bringt uns nach Paderborn zur Festmeile zurück. Bummel durch die vereinzelt schon schließenden Buden. Spannen aus beim Unterhaltungsprogramm auf dem Rathausplatz. Später schlendern wir noch durch das "Gourmet-Festival, (eine parallel Veranstaltung zum Deutschen Wandertag) das im Paderquellgebiet seinen Besuchern westfälische Köstlichkeiten bietet. Kühles, mit feinen Regentropfen durchsetztes Wetter bringt uns unter einen Schirm. Auch die Bedienung läuft nicht gern durch den Regen, lässt uns lange hungern. Als nach langem Warten unter dem Schirm, der Regen nachlässt werden auch wir bedient. So ganz "Gourmet" mäßig fanden wir es aber nicht, was da serviert wurde; eher nur mäßig. Da war unser gemeinsames Abendprogramm, einschließlich unserer "Ein-Nordung" von Karl auf den Sonnabend, (Kleiderordnung und so), auf dem dritten Flur im Konferenzzimmer des IN VIA entschieden besser.

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