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Blick zum Harly

Spitzahorn

Auf dem Kammweg

Dunst zieht auf

Sichel-Hasenohr

Nebelbank

Große Heidelibelle

Im letzten Sonnenlicht

Schlehe

Wachholderdrossel

Ein Spaziergang... im November 

Blick zum Breitenberg

Nebel in den Niederungen, Sonnenschein auf den Bergen. Unser Butterberg kann sich manchmal nicht so richtig entscheiden wo er hin geh√∂rt. Meistens bildet er sich ein, er geh√∂rt mit seinen 300m zu den Bergen. Wenn die Sonne ihn aus dem Nebel pellt sind Gr√§ser und anderes Blattwerk feucht, gl√§nzen die anhaftenden Wassertropfen im Licht. In solchen  Momenten leuchten die Herbstfarben besonders intensiv. Die gelben, braunen, roten, gr√ľnen und alle anderen Mischt√∂ne erfreuen das Auge. Auf Fotos gelingt es mir nicht ganz diese Stimmung einzufangen, wiederzugeben. Das meiste Laub ist aus den Baumkronen abgefallen, nur die unteren √Ąste und Zweige sind noch belaubt. Die Waldv√∂gel werden sichtbar, sind in den kahler werdenden B√§umen besser auszumachen. In gemischten Trupps von Kohl-, Blau-, Weidenmeisen, Gr√ľn-, Berg- und Buchfinken suchen sie Boden, B√ľsche und B√§ume ab. N√§hert man sich fliegen sie auf, nicht weit, sondern lassen sich gleich wieder Futter suchend nieder. Durch das viele Buchentodholz finden auch die Spechte ihren Lebensraum. Kleiber l√§rmen an allen Ecken, schimpfen den Besucher an, turnen pickend kopf√ľber am Stamm herunter, wechseln zum n√§chsten toten Nachbarbaum. Sie nisten in Baumh√∂hlen, h√§ufig in vom Buntspecht heraus geh√§mmerten. Das zu gro√üe Einflugloch wird von ihm mit Speichel und Dreck, zu "Zement" vermischter Masse, verklebt, verengt. Nun passt nur noch er hinaus und hinein. Die Speichelmasse wird so hart und fest das nur mit einem Schraubenzieher dem Bauwerk Schaden zugef√ľgt werden kann.
Der Bundspecht h√§mmert tote Borke vom Stamm so, dass es f√∂rmlich Borkenst√ľcke regnet. L√§sst sich nicht st√∂ren.
Ein lauter, melodischer Tonreigen, den ich in letzter Zeit mehrmals h√∂rte, jedoch nicht deuten konnte, klingt auf. Bleibe stehen, blicke in Richtung des Gesangs. Lange muss ich suchen um den Verursacher zu finden. Schade das Fernglas liegt zu Hause. Auf einem waagerechten starken Zeig sitzt er, nein schmiegt sich an, der Gr√ľnspecht. Nur der Kopf mit seinem langen, starken Schnabel ist in Bewegung: Kopf hoch, ein wenig drehen, Kopf nach unten, immer wieder dieselbe Bewegung, Kopf hoch, Kopf runter, versteckend hinter dem Zweig. Der K√∂rper ansonsten bewegungslos, wie ein Zweigbuckel. Nur der Kopf in andauernder Bewegung. Runter, hoch, leicht drehen, wieder runter mit den Kopf. Kein Picken, Klopfen oder Rufen, Wo ich doch sehr darauf lauere! Nichts, nur--- Kopf hoch und ‚Äď weg ist er.
Lange genug ging der Blick nach oben, der Nacken steif, wandere zur Wiese.
Voraus fliegen l√§rmend helle drosselgro√üe V√∂gel auf, landen ein paar Meter weiter in den oberen Zweigen. Ihr Ruf und die fr√ľhe Flucht, unverkennbar Wachholderdrosseln. Sie kommen weit vom Norden, ziehen hier Vogelbeeren fressend durch, weiter in den S√ľden. In Trupps oder gr√∂√üeren Schw√§rmen fallen sie ein in die fruchtenden B√§ume. Im Nu kann, wenn sie nicht gest√∂rt werden, der Baum leer gefressen sein. Im S√ľden landen viele von ihnen im Kochtopf. Der Rest fliegt wieder in ihre n√∂rdliche Heimat, br√ľtet. Alles beginnt von vorn!
Da haben es Eichelhäher und Elster doch besser; bleiben uns! Der blau befederte Eichelhäher, macht Lärm und pflanzt Bäume und nimmt Nester aus. Die lang beschwänzte Elster macht nur Lärm, nimmt Nester aus und sie werden trotztdem nicht gefressen. Bei uns, von uns!
Lasse das ungewohnte "in die Luft" gucken
Betrachte als Ausgleich den samenlosen Bl√ľtenstand des Rainfarns, die langen gebogenen, jetzt roten, l√§ngsadrigen Bl√§tter des Sichel- Hasenohr (Bupleurum falcatum). Als Nackenschonung sozusagen.
Auf der neuen Bank der Remisensäger sitzt neben einem Siebenpunkt das rotfarbige Männchen der Großen Heidelibelle. Ist auf der Herbstwanderung, machen es fasst so wie etliche ältere Herren, mal unterwegs sein ohne Damen!
Die Zitterpappelbl√§tter haben von Gelb zu Schwarz gewechselt, tragen Trauer, sind bald blattlos. Die Schlehen (Prunus spinosa), in diesem Jahr mit wenigen Fr√ľchten, tragen nun gelbe Bl√§tter, nicht ganz so strahlend, eher verhalten im Ton. Ein paar ihrer blauen Fr√ľchte, wie mit wei√üem Samt √ľberhaucht, sitzen in diesem Bl√§tterrahmen.
Nach den ersten Fr√∂sten erscheinen die Austernseitlinge (Pleurotus ostrealus). Eine sterbende Buche ist mit gleich drei dachziegelartigen, - ein Pilz √ľber den anderen -, Fruchtk√∂rperstreifen bewachsen. Einer wird geerntet, kommt in die Pfanne, zwar nicht der absolute Geschmack, doch schon wohlschmeckend. Bestimmt mache ich beim Braten etwas nicht ganz richtig. Mein Rezept: Etwas Oliven√∂l in die Pfanne, hei√ü werden lassen, Austernseitlinge in Streifen rei√üen, (geht schnell und leicht), anbr√§unen, Salz, Pfeffer, noch ein St√ľckchen Butter. Nun  Zwiebelringe hinzu geben und das alles fertig schmorgeln. Das mit dem Fertig ist so eine Sache, ich probiere und w√ľrze immer so lange bis es mir schmeckt! Dazu gibt es Bratkartoffeln, in Butter gebraten, nur mit Salz und Pfeffer, ohne Zwiebel und Speck!
Bleiben Pilze √ľber, dann die kalte Variante: Einfach mit Balsamico-Essig abschmecken, im K√ľhlschrank abk√ľhlen lassen und mit Butterbrot zum Abend essen, oder an einen der folgenden Tage. Das ist dann bald Manna, die Engelspeise..
Die sonnigen Tage sollen zu Ende gehen sagt Radio Brocken. Herbstst√ľrme mit Regen werden angesagt. Warten wir`s ab!

Otto Pake

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