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Der Butterberg... im Januar 

Ein Spaziergang ĂĽber den Butterberg 

Eine gute Woche hatten wir Tauwetter. Der Schnee von den warmen Winden und dem andauernden Regen zu Wasser umgewandelt abgeflossen und versickert. Viele Flüsse haben Hochwasser. Der vergangene Sonntag brachte Sonnenschein mit leichtem stetigem Südwestwind. Der Montag windstill und sonnig, ein wunderbarer warmer um die 10 Grad C. warmer Tag. Gartenaufräumen war angesagt. Heute wieder graues und trübes Wetter. Die Schneewehen der Nordseite des Butterberges lassen es mit dem Schmelzen langsamer angehen, sie verharren noch im Schatten des Hanges. Das vorjährige Laub das unter dem Schnee hervor wieder ans Licht kommt ist platt gedrückt von der Last des Schnees. Es bildet eine glatte bräunlich gesprenkelte glänzende Oberfläche, doch schon rührt sich dazwischen neues Leben. Triebspitzen des ausdauernden Bingelkrautes schieben sich bogenförmig gekrümmt aus der toten Blattmasse. Auch Blattrosetten der echten Nelkenwurz haben das alte Laub schon unter dem Schnee überwachsen und zeichnen lebendes Grün ins tote Braun. Vereinzelt treiben auch schon die bleistiftstarken frischgrünen gerollten Blätter des Aronstabes. Spitze kleine grüne Triebe des Bärlauches sind, wenn man Ausschau hält, auch schon zu finden. Auch das Scharbockskraut legt schon seine kleinen Blätter auf den Boden, vereinzelnd aber unübersehbar. Strubbeliges Blattwerk der Taubnessel löst sich vom Untergrund, kann sich noch nicht zum Wachsen entschließen. Ruprechtkraut, Wiesenkerbel und der Taumelkälberkropf haben schon ihre ersten gefiederten Blätter dem Licht ausgesetzt. Die Birnenstäublinge die an der Unterseite der Wurzelteller umgestürzter, alter toter Bäume zu finden sind haben sich geöffnet. Ihre weiße Oberhaut ist von der Mitte her umgekrempelt, der braune Fruchtschicht sichtbar. Sie entlassen ihre Sporen zur Lebensverbreitung. Frische Austernseitlinge, ein im Winter wachsender Pilz, sind in diesem Jahr häufig an liegenden und stehenden toten aber auch absterbenden Buchen zu finden. Sie bereichern heute, in Butter gebraten und mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln gewürzt unsere Speisekarte.

Zwei Büschel des Samtfußrübling habe ich entdeckt, werde sie später ernten um sie mit Spagetti zu verzehren.
Der Zunderschwamm ist an vielen Buchen zu sehen. Er war viele Jahre selten, doch jetzt wächst wieder er überall an den toten Buchen. Auch der "Rotrandige Baumschwamm", der "Brandkrustenpilz" und "Spaltblättlinge" sind zu finden. Die Butterbergbuchen haben in den letzten Jahren sehr gelitten. Erschreckend viele Buchen zeigen Borkenschäden und sterben in kurzer Zeit ab. Häufig wird der Kronenbereich von Sturm abgebrochen, so das halbe tote aufrecht stehende Buchenstümpfe häufig zu finden sind. Ein Paradies für Spechte und Kleiber. Andere Totholzteile sind vom "Blutroten Pustelpilz" überwachsen, eine hübsches, farbiges Augenerlebnis in der dunklen Jahreszeit. Mit dem Buchensterben auf dem Butterberg muss man sich wohl noch näher beschäftigen!

Die ausdauernden Blätter des Leberblümchens wecken Vorfrühlingsfreuden.Doch noch sind wir mitten im Winter und der Wetterbericht sagt schon wieder Regen und kühles Wetter, vom Norden über die Nordsee hereinströmend an. Wir sind noch im Januar!

     

     

Rotrandiger Baumschwamm

Brandiger Krustenpilz

Birnen Stäubling

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