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Ein Spaziergang... Ende September 

Wei├čdorn


Nebel liegt ├╝ber der Stadt. Gegen 10 Uhr scheint die Sonne. Ich mache mich auf den Weg. Der Nordhang ist noch im Nebel. Keine Sicht nach Norden, nichts zu sehen von Westerode und den umliegenden ├äckern. Manchmal ist der Nebel so extrem dicht, dass selbst der Hangfu├č im Nebel steckt.
Doch Bad Harzburg, alles was s├╝dlich vom Kammweg liegt im Sonnenschein..
So sachte wird das Laub bunt. Vor allem die Zitterpappeln (Populus tremula)  sind gelb gef├Ąrbt. Einzelne gr├╝ne Zweigspitzen str├Ąuben sich noch; doch auch hier ist schon ein Gelbstich im Gr├╝n zu erkennen.
Der Spitz-, Berg- und Feldahorn wechseln auch so sachte ihre Farben.
Das Tausendg├╝ldenkraut (Centraurium erythraea), was ich besonders im Blick behalte, hat Samen angesetzt, bl├╝ht noch im unteren St├Ąngelbereich. Auf der Wiese hat die Breitbl├Ąttrige Platterbse (Lathyrus latifolius) einen zweiten Flor hervor gebracht. Rosenrot und wei├č liegen ihre Bl├╝tentrauben in der Wiese.
Die Bl├Ątter des Pfaffenh├╝tchens (Euonymus europaea) leuchten rot. Seine vierkantigen roten Fr├╝chte haben ihren gelborangen Samenkern schon verloren.
Auf der gem├Ąhten Halbtrockenrasenfl├Ąche bl├╝ht der Fransenenzian (Gentianella ciliata)! Neun Bl├╝ten finde ich, Acht mehr als im letzten Jahr! Wenn das so weiter geht - !
Spinnweben umgarnen die igelf├Ârmigen  Samenst├Ąnde der Echten Nelkenwurz (Geum urbanum). Ab Nordhang hat der Frost die Brennesseln (Urtica dioica) dahin gerafft. Sind nur noch hutzelige Schatten des fr├╝heren Daseins. Der Spitzahorn (Acer platonoides) hat Mehltauflecke. Auch der Runzelschorf, schwarze Flecken mit gelben Rand auf dem Bl├Ąttern, ist nicht zu ├╝bersehen.
Die Gemeine Goldrute (Solidago virgaurea) hat sich aufgepludert, entl├Ąsst ihre mit wei├čgrauen Pappus versehenen Samen, in die L├╝fte. Bei passenden Wetter und Wind fliegen sie mit ihrem Fallschirm weit. Erobern neue Standorte. Die eingewanderte Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) kann das noch etwas besser, ├╝berall tritt sie in gro├čen Mengen auf. Auf dem Butterberg ist sie noch nicht angekommen.
Der Vielbl├╝tige Weisswurz  (Polygonatum multiflorum)ist verschiedentlich schon gelb. An den bogig h├Ąngenden Blattstielen leuchten die blauschwarzen giftigen Beeren. Wie zartes, gelbes Papier wirken ihre Bl├Ątter. Braune, steife, kerzengerade stehende Fruchtst├Ąnde des T├╝rkenbundes (Lilium martagon) sieht man ├╝berall am S├╝dhang. Die Samenkapseln sind aus drei Kammern zusammengesetzt. Jede der Kammern ist in zwei weitere unterteilt. Hier drin sind die platten, scheibenf├Ârmigen Samen ├╝bereinander gestapelt gelagert. Sind die Samen reif, so trennen sich die Kammern, ├Âffnen sich von oben nach unten. Kommt nun Wind auf oder ein anderer Umstand bringt die St├Ąngel zum Schwingen, werden die Samenscheiben ausgestreut. Das Schwingen ist mehr ein kurzes Zittern, ruckweise Bewegungen. Es dauert lange bis alle Samen aus der Kapsel ausgestreut sind. Finden die Samen einen g├╝nstigen Platz zur Keimung dauert es mehrere Jahre bis die neue Pflanze zur Bl├╝te kommt! Dann hat sie allerdings die Kraft mehrere Jahre am Leben zu bleiben und alle Jahre neu zu erbl├╝hen. Aus ihren tief im Boden steckenden, zwiebelf├Ârmigen Schuppen, treibt sie jedes Jahr neu aus.
Die Wei├čdornfr├╝chte (Crataegus), wir nannten es ÔÇ×M├ÂllerbrotÔÇť und a├čen es immer wenn und wo wir es fanden; es schmeckt zwar nicht besonders, doch gegessen haben wir es immer, leuchten rot aus dem Geb├╝sch. Die Drosseln und Amseln sind nun noch die einzigen Abnehmer!
Das Perlgras (Melica nutans) hat sich wie m├╝de ├╝ber den Efeu gelegt. S├Ąt sich aus. Im zeitigen Fr├╝hjahr erscheint es dann, dem Schnittlauch ├Ąhnlich, nur mit eckigen, kantigen Austrieb.
Die Buchenbl├Ątter verf├Ąrben sich in verschieden Braunt├Ânen. Die Eschen (Fraxinus exselsior) bleiben weitgehend gr├╝n, um dann das gesamte gro├če Blatt einschlie├člich des starken Blattstiels abzuwerfen.
Die gr├╝ne Wand des Ligusters (Ligustrum vulgare) steht unbeeindruckt weiterhin in Gr├╝n. Ihre schwarzen Beeren leuchten. Auch der Hartriegel (Cornus) protzt mit schwarzen Fr├╝chten am roten Stiel.
In den B├Ąumen die der Efeu (Hedera) erobert hat summt es noch. Er bl├╝ht noch da oben. Sein s├╝├čer Geruch lockt noch Insekten zum Mahl! Bald ist auch das vorbei und das gro├če Sterben vor Hunger und K├Ąlte beginnt.
 Der Nebel zieht ├╝ber Kamm. In der Stube ist es gem├╝tlicher.

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